Tastensatz vom Saba Transall de Luxe automatic e richtig reinigen?

      Tastensatz vom Saba Transall de Luxe automatic e richtig reinigen?

      Hallo liebe Saba Freunde

      Ich habe schon mehrere Saba Transall de Luxe automatic e
      Radios repariert und kenne somit diverse Fehler.

      Leider habe ich bis heute noch keine Möglichkeit gefunden
      den Tastensatz ohne Kontaktspray zu reinigen.

      Das bedeutet, ich möchte die einzelnen Kontaktblöcke aus den
      Tastensatz herausziehen und reinigen.

      Kann mir jemand helfen, wie ich die Tasten entriegeln kann,
      ohne das ganze Gerät zu zerlegen?

      Hinweis: Ich suche auch in anderen Foren nach einer Lösung.

      Habe ich damit Erfolg, werde ich es mitteilen.

      Mit freundlichen Grüßen

      khosi1944

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „khosi1944“ ()

      Lieber khosi1944!

      Erst mal Danke, daß Du erwähnst, daß die Frage auch in anderen Foren gestellt wurde, gibt sonst nicht selten Unmut.
      Jeder hat da so seine eigenen Mittelchen.
      Ich nehme die Schieber möglichst nicht heraus.
      Die Gehäuse sind ja hinreichend offen, da lasse ich nicht zu knapp Sprühöl 88 hineinlaufen.
      Das überschüssige Öl fange ich unten auf, z.B. mit etwas Klopapier.
      Die Kontakte häufiger mechanisch betätigen, damit sich die Gammelschicht löst.
      Das Öl lasse ich im Gehäuse, wasche es nicht aus.
      Es ist neutral, im Gegensatz zu einigen Kontaktsprays sind keine unangenehmen Spätfolgen zu befürchten.
      Auswaschen wäre sogar kontraproduktiv, es bildet für lange Zeit eine Schutzschicht.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Andreas,
      Ich möchte gerne wissen wie man den Tastensatz erreichen kann ? Wie Karl-Heinz sagte, ist dieser sehr verbaut.
      Habe inzwischen Sprühöl 88 bekommen, aber weiss nicht was ich tun muss um es in dem Tastensatz sprühen zu können.
      Vielleicht muss da doch etwas (Skala ?) zerlegt werden ?
      In diesem Fall würde eine Demontagebeschreibung behilflich sein...

      Gruss - Paul
      Im Datenblatt für Kontakt / CRC Sprühöl 88 steht: "Unverträgliche Materialien: Stark oxidierendes Mittel"



      Ich weiß ja nicht, ob das für HF-Litzen, Kunststoffe, Metalle, Kupferlackdraht etc. (längerfristig) ein Problem sein kann.
      Wir hatten hier doch immer ein paar Chemiker.

      So ein Sprühöl verstäubt sich beim Einsprühen und es gelangt danach durch seine Kriechfähigkeit überall hin. Drin ist es schnell, aber schwer wieder restlos herauszubekommen, wenn es Probleme gibt.
      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Hallo,
      der Abschnitt 10 im Sicherheitsdatenblatt heißt "Stabilität und Reaktivität" und beschreibt Wechselwirkungen, im Abschnitt 10.5 die mit dem Sprühöl 88 unverträglichen Materialien, dies sind hier "stark oxidierende Mittel"; also diese sollte man vom Sprühöl 88 fernhalten, das ist hier gemeint.

      Ansonsten weiß man, daß Oxidation bei Eisen z.B. zu "Rost" führt, und wie nun ein eingeöltes Eisen rostet, ist jedem geläufig ??
      Stark oxidierende Mittel geben i.a. Sauerstoff ab, z.B. Salpetersäure und Schwefelsäure, und weitere.
      Das sollte bei einem Öl, welches als säurefrei bezeichnet wird, also nicht der Fall sein.

      Viele Grüße Michael
      Warum schreibt man das dann nicht?

      Ich lese im Datenblatt: "Stark oxidierendES Mittel" und nicht "stark oxidierende Mittel".
      Der Singular ist logisch sinnfrei, da es auf der Welt nicht nur ein "oxidierendes Mittel" gibt. Bezieht es sich auf das Öl selbst, ist der Singular als Beschreibung des Produkts logisch.
      Oxidation bezieht sich heute nicht mehr allein auf Reaktionen mit Sauerstoff - wie im Fall des rostenden Eisens.
      de.wikipedia.org/wiki/Oxidation
      Achim
      Nie ward er gesehen, der Tastensatz, außer von den wenigen Erlauchten die einen zu Hause haben.
      Das so pauschalisiert ein Thread nicht richtig weiter kommt das wundert mich nicht.

      Allgemein -

      Unter stark oxydierendem Material verstehe ich in Bezug auf Kontaktsätze das fast allgemein übliche Vergrünspanen mit der Folge das nur noch wenige richtige Freaks das mit viel Arbeit wieder hinbekommen und der Rest das Gerät wegwirft.

      Kontaktspray ist in aller Regel für sowas verantwortlich, Kontaktspray hat in empfindlichen elektronischen geräten auch nichts zu suchen, das ist Grobzeug für automotive Steckverbinder die anschließend es mit Fett überschmiert werden.

      Die Namensgleichheit zu Produkten der "Kontakt" Chemie ist natürlich kein Kriterium.

      Um den unbekannten Tastensatz zu entkratzen, wieder gut und sauber gleitend sicher kontaktieren zu lassen ist es wichtig das er nie im Leben mit Kontaktspay versaut wurde und das man ein Mittel hat das so gut wie keine Materialien angreift.

      Sowas kenne ich und nutze ich, da wo man nicht demontiteren kann, und es heißt Ballistol.
      Nochmal eingeschärft - keine Vorbehandlung mit irgendwelchem Kontakspray sonst ist Hopfen und Malz verloren.

      /Sicher geht auch das ein oder andere Andere, oder auch nicht, aber das ist nicht meins und dazu äußere ich mich nicht.
      Gruß Jogi
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      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Doch, es gibt ungefährliche Kontaktsprays wie z.B. Tuner 600. Das ist inkritisch und greift auch langfristig nichts an, kann also unbedenklich eingesetzt werden.
      Das Radio riecht dann zwar drei Tage lang wie im Gard-Haarstudio 1975, aber das ist auch das einzige Problem.
      Teslanol Oszillin sagt man die gleichen Eigenschaften nach.

      Kontakt 60 ist natürlich längerfristig der sichere Tod für jeden Kontaksatz - sofern es nicht wirksam ausgespült wird, nachdem es seine Reinigungsarbeit vollbracht hat!

      VG Stefan
      Wie ich schon andeutete, Stefan.
      Kontaktspray (Bezeichnung) ist das eine
      Kontakt-Chemie (Marke) ist das andere
      Kontakt-Spray von Kontakt-Chemie ist völlif was anders als Kontaktspray aus dem Allgemeinfeld (meist Auto).

      Kontakt-Chemie Tuner 600 ist kein Kontakt-Kriechöl sondern ein selbst in Tunern verwendbarer Reiniger.

      Ich hau ab - zuviel Kontakt hier :D
      Gruß Jogi
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      Das sehe ich genau so. Und das Thema hier lautet:

      "Tastensatz vom Saba Transall de Luxe automatic e richtig reinigen"

      Da denke ich an das restlose Entfernen von Verschmutzungen und Oxidschichten und zum Abschluss ein Schutz der Kontaktfächen (und nur der Kontaktflächen) gegen erneute Korrosion etwa durch ein Fett oder ein anderes Schmiermittel, das auch dauerhaft Reibungen minimiert.
      Alles was in Bauteile und auf der Platine kriecht, was wiederum zusätzlich Schmutz bindet, scheidet dann aus, auch wenn die Schieber dann noch so schön flutschen.
      Achim
      Eine kleine Anmerkung zum 88: Es hat zwar vielleicht keine Reinigungseigenschaften, wirkt aber dennoch in manchen Faellen recht gut. Ich nehme an, dass liegt einfach daran, dass oberflaechliche Belaege geloest werden, und dann mechanisch gereinigt werden, von der normalen Betaetitgung der Schalter etc.

      Beispiel: Goldkontakt-Schalter von Elma. Eigentlich zu teuer, um Probleme zu machen, tun sie aber doch. Richtige Korrosion kann aber kaum vorliegen, da alles vergoldet ist. Irgendein Belag ist aber drauf, und wirklich oeffnen kann man die nicht. Wohl aber etwas 88er durch eine kleine Oeffnung einbringen -- nach ein paar mal Schalten tut dann alles wieder, und das ist dann auch recht stabil.

      Besten Gruss,

      Michael
      Pragmatisch kann man doch sagen -

      Kontaktmesser die begrünspant sind sind nicht bloß dreckig sondern haben einen Oberflächenschaden
      Schaden geht durch heile-heile Öl nicht von alleine weg, also ist das Segnen mit Öl keine ernstzunehmende Reparatur.

      Goldkontakte habe ich noch nie Grünspan ansetzen sehen, wohl aber nur dünn versilberte nach einigen Jahren Betätigung
      eigentlich alles Fälle für Ausstausch

      Läßt man dieses Philosophieren sein, Originalersatz bekommt man eh fast nie, so sprüht man eine gewisse Menge Heilöl hinein, fängt alles!! Überflüssige auf, darunter Grünspanabrieb und andere feste Bestandteile und hat innerlich mit Schutzschicht versehene Kontakte die wieder funktionieren. Repariert ist damit nichts, es kann sein das man da nochmal bei muß nach Jahren. Na und, besser als das Gerät wegwerfen zu müssen.

      Nur von aller zerstörerischer Schlotze läßt man besser die Finger, es ist schon halb kaputt warum auch noch ganz kaputt machen.
      Gruß Jogi
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      Ja, Bilder vom soweit zerlegten Gerät wären gut!

      Ich nehme gern das Sprühöl 88, weil man damit auch an schlecht erreichbare Stellen kommt.
      Den Dosen liegt ein Sprühröhrchen bei.
      Bei Bedarf kann man es mit Heißluft oder über einer Kerzenflamme biegen.
      Nicht selten spart man sich so den teilweise komplizierten Ausbau eines Tastensatzes.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Ja, fiel mir schon zu Anfang negativ auf.
      "Was soll ich mir Sorgen machen, macht ihr euch alle welche" (Zitat aus M.A.D.)
      So sieht das immer aus wenn jemand sich nur sparsam ausbelastet wenn er Fragen hat.

      Heute wo sogar ich schon einen ganzen Kasten voll mit abgehalfterten Handys und Smartphones habe braucht man nicht mehr mitleidig auf die Leute schauen die keinen Fotoapparat haben, jeder hat einen, er muß es nur benutzen wollen.
      Gruß Jogi
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