Saba MI-215 Siebelkos CEO4W Dreipunkt 4700µF 50V Ersatz ?

      Saba MI-215 Siebelkos CEO4W Dreipunkt 4700µF 50V Ersatz ?

      Hallo Leute

      habe einen MI-215, der ziemlich runter ist

      so auch die 4 grossen Siebelkos. Es sind 3-Pin Becher, die sogar noch hergestellt werden, aber in Deutschland nicht erhältlich sind

      ich könnte eine Alternative gebrauchen bis Ø 30, in der Höhe ist nach oben noch Luft

      Rastermass ist allerdings 15mm

      ist das machbar, einen Snapin Kondi mit Rastermaß 10mm zu nehmen und die Beinchen auf Rastermass 15mm umzubiegen oder sind sie dann zu kurz, um sie noch durchs Board stecken zu können ?

      oder

      ich sehe das richtig, dass jeweils 2 in Reihe liegen, macht 9400µF

      könnte man dann jeweils einen 10.000µF axial bedrahtet "legen" ?

      ist die Mittelpunktanzapfung 4/5 nötig?

      Und überhaupt, warum wurden 50V Elkos verbaut, wenn doch schon die Primärspannung bei 55V liegt, ach ja, zwei in Reihe, ja klar....

      dann müsste der EINE ja ähm auf jeden Fall 63V vertragen, wie war noch mal die Formel für die Spannungserhöhung beim Kondi... oh je, alles so lange her....

      GRÜBEL

      Leider sind alle 4 unter 4000µF gefallen und wenn ich schon eine Komplettkur mache, ja dann .....

      Grüsse

      Edit: OK, ein Blick aufs Platinenlayout bestätigt, Mittelanzapfung wird gebraucht, also nix mit 10.000 µF :o(
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „SabaBoy“ ()

      Das siehst Du falsch. Bei Serienschaltung zweier Kondensatoren derselben Kapazität halbiert sich die Kapazität. Es wären also 2350µF, nicht 9400.
      Aber hier liegt, wie Du schon gemerkt hast, keine eigentliche Serienschaltung vor, sondern die die beiden Betriebsspannungen werden separat gesiebt. Dass beide Spannungen einseitig an Massepotential liegen, interessiert dabei nicht.

      Es muss kein Snap In sein - dann muss man die Bohrungen in der Platine anpassen. Nimm einfach bedrahtete radiale Elkos 4700µF 50V oder 63V und biege die Drähre beim Einbau vorsichtig zurecht.

      Das dritte Bein bei den Originalelkos dient nur der stabileren Montage.
      Achim
      Es ist trotzdem ein Meßfehler, ich möchte denjenigen sehen, der große Elkos sicher halbwegs genau mißt. Ab ca. 250...300uF lügen auch die tollsten nach üblichem Standadrd gebauten Meßgeräte, und eigentlich nehmen sie es auch im gesamten Meßbereich nicht genau mit der Wirklichkeit.
      (einigen der bekannten Spezis hier traue ich es hingegen durchaus zu richtig messen zu können)

      Die 4000 Mikrofarad, wenn sie denn wahr wären, sind außerdem noch nicht außer Elko-Toleranz, für gewöhnlich wird bei der Berechnung so gelagerter Fälle deutlich, sehr deutlich überdimensioniert, sodaß bei Einhaltung der Betriebsbedingungen auch die Hälfte an Kapazität noch nichts ausmacht. Setz mal für einen Test im Normalbetrieb mit Musik aus dem Radio spaßeshalber 2200uF, du wirst keinen Unterschied hören. Der Ladeelko muß lediglich den Strom kurz zwichenspeichern können, der an den LS-Klemmen bei Sinusdauerleistung wieder auftaucht und das auch nur für einen Bruchteil einer Periodendauer, dann kriegt er wieder Vollkost.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Wie hast Du die Kapazität der Elkos gemessen?

      Einfache Digitalmultimeter mit Funktion Kapazitätsmessung sind häufig Schätzeisen.
      Elkos höherer Kapazität kann man brauchbar mit Konstantstrom messen.
      Für den Schnelltest nehme ich ein altes Digitalmultimeter von Fluke, Widerstandsmessbereich.
      Da stoppe ich die Zeit, bis "OL" angezeigt wird, proportional zur Kapazität.
      Dafür muss man den Proportionalitätsfaktor kennen, z.B. 300 µF pro Sekunde.
      In selber Weise entlade ich den Kondensator wieder auf 0 Volt.
      Sind beide Zeiten identisch, ist das ein gutes Zeichen.
      Wenn nicht, hat der Elko einen nicht mehr vernachlässigbaren Leckstrom.

      Kleine Anmerkung:
      Das ist ein guter Schnelltest mit dem Multimeter.
      Haken, der Elko wird nur auf eine geringe Spannung geladen, die aus der Batterie kommt.
      Lädt man (Eigenbau) bis zur maximal zulässigen Spannung, wird die Messung aussagekräftiger.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo

      ich nutze ein Kapazitätsmessgerät

      da die Elkos riechen und auf der Unterseite leck sind, hat das keinen Wert mehr auf Dauer

      ich brauche also eine Alternative

      Leider kann ich am Mainboard nichts umbohren, gott sei Dank gab es damals noch keine durchkontaktierten Platinen

      so ein Projekt ist mal schön in die Hose gegangen, weil beim Aufbohren der Löcher für die dicken Snap-In Krallen die Lötaugen, die die Platinenoberseite mit der -unterseite verbunden hatten, dabei drauf gegangen sind

      also schön Drähte einlegen und so ein Kram

      Siebelko Mi215 / Mi212 / 4700uF 63V

      Hallo zusammen,
      wenn noch Interesse an Siebelkos für den Mi215 oder Mi212 besteht, hier eine Adresse:

      Typ: MAL205158472E3 / 4.700uF 63V
      ebay.de/itm/MAL205158472E3-470…5af902:g:WZcAAOSwzaJYBkYX

      oder:

      Typ: MAL205158103E3 / 10.000uF 63V
      develektro.com/VISHAY-MAL20515…U-ELKO-10000UF-63V-RADIAL

      Die Typen passen genau in die alten Bohrungen und das Layout muss nicht verändert werden.


      Gruss
      H.peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „sabaröhre2016“ ()

      Hallo H.peter !!

      Wie sieht das Endergebniss aus ?? Will sehen ;(
      bummmm 12 Euronen für die 2 Elkos 8|

      p.s. : aja was ist ein Kondi ein Konditor ? :whistling:
      Immer das Kind beim Namen nennen.
      Grüße <3 Mia <3

      Ich kann nicht beeinflussen, was andere über mich denken.
      Aber ich kann entscheiden, ob es mich interresiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Kondensator 4700uf Mi212 / MAL205158472E3

      Hallo Mia,
      Hier ein Beispiel vom Mi212

      2x 4700uf / 63V / MAL205158472E3

      Diese Kondensatoren können laut Vishay auch in 6.800uf oder 10.000uf mit gleicher Anschlussbelegung bestellt werden.
      Wo man die bestellen kann, habe ich aber noch nicht gefunden.
      Vielleicht hat da jemand bereits eine Quelle aufgetan?
      Gruss
      H.peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „sabaröhre2016“ ()

      Bei einem Tausch würde ich definitiv nicht unter 6800 uF gehen, das ist der Wert aus dem Manual/Schaltplan. Man kann
      auch 10000 uF nehmen, und den Gleichrichter evtl. gegen einen kräftigeren tauschen. Mein letzter 212er bekam 10000. Grund wie immer: Die Elkos von damals weichen eher mal nach oben ab, und der Endstufe bekommt das nicht schlecht. Im Bild sehe ich noch einen grünen Gleichrichter -- ist das einer von Hermann ? Wenn ja, würde ich den lieber austauschen ...

      Sowieso ist der 212er m.E. der Geheimtipp: Wenn der gut revidiert ist, hat man klanglich eines der besten Geräte, die Saba gebaut hat. Auf jeden Fall klanglich im Vorteil vor dem 215er -- was m.E. in erster Linie an der schlankeren Hochpegelsektion liegt. Das haben diverse Leute berichtet, und ich fand es an meiner Kette sehr deutlich. Trotz Revision habe ich dem 215er nicht die gleiche Detailtreue und Transparenz entlocken können, und die Leistung des 212er reicht ja alle mal ...

      Besten Gruss,

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kugel-balu“ ()

      Kondi oder Kondensator

      SabaBoy schrieb:

      ist das machbar, einen Snapin Kondi mit Rastermaß 10mm zu nehmen und die Beinchen auf Rastermass 15mm umzubiegen oder sind sie dann zu kurz, um sie noch durchs Board stecken zu können ?



      Hallo zusammen,
      ich bitte darum die Beschwerden bezüglich "Schreibweise von Kondensatoren" an den entsprechenden Verursacher (in diesem Fall SabaBoy) zu schicken. :thumbup:

      Gruss
      H.-P.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sabaröhre2016“ ()

      Die Frage was eine unauthorisierte Erhöhung der Kapazität bringen soll, stelle ich schon nicht mehr.
      Soll doch jeder machen wie es ihm sein Innerstes vorschreibt.

      Was sie schadet sagt die Naturwissenschaft.
      Der Elko ist im Moment des Kaltstarts das Ersatzschaltbild eines blanken Drahtes oder eines Kurzschlußes sehr nahe, bis auf die unvermeidbare innere Serienimpedanz.
      Das Netzteil eines Gerätes kann das so wie geplant plus unbekannter Reserve liefern. Überlastungen können dabei auch erst nach langer Zeit Teilen den Garaus machen.
      Ändert man das, lebt man mit dem Risiko seiner Entscheidung.

      Bringt es etwas? Nein. Theoretisch könnte es ein kleines Mehr an wischi-waschi Impuls-/Musikleistung einbringen, wenn alle Komponenten mitspielen würden, von denen schon alleine der Netztrafo heikel ist und komplexe Zusammenhänge sein Wirken bestimmen...

      Bestand haben solche Kokolores-Werte nicht, was zählt ist die Sinus-Dauertonleistung bei Belastung beider Kanäle (näheres > DIN lesen und verstehen). Die könnte sogar zurückgehen, wenn sich durch mehr Last am Netzteil die Verhältnisse generell verschlechtern. Das hieße weniger Leistung im tiefen Baßbereich,Pumpen=Schwingungen im Ladekreis, mit Leistungseinbrüchen und somit ist das Prädikat HIFI im Sound-Orkus verschwunden.

      Aber wie gesagt, macht überall dickere Elkos rein, mit zunehmender Tendenz, so wie es in manchen Foren bis zum Erbrechen empfohlen wird, der Verkäufer freut sich über die oft höheren Preise und wenn mal wieder eine Kiste stirbt... wurscht, das ist alles industrielle Massenware, wurde zigtausendmal verkauft und man findet ja schnell wieder was neues zum verhunzen.

      Nötig sind nach alter wie neuer Ingenieure Kunst lediglich 0,5 bis 1 mF je Ampere harter, echter, meß- und prüfstabiler Versorgungsspannung unter Sinus-Dauerleistung, sowie diese selbst.

      PS da Michael ein Tüftler vor dem Herrn ist, der sich intensiv in solche Schaltungen einfuchst, kann es sein das diese noch moderate Erhöhung der Kapazität auf 6,8mF im Konkretfall keinen Schaden anrichtet. Vielleicht gleicht es gar einen Konstruktionsfehler aus. Maybe! Aber was es auf jeden Fall erhunzt ist die absolute Originalität. So hat das SABA nicht erdacht und nicht gemacht.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Jogi,

      6,8 mF ist die von Saba im Schaltplan eingezeichnete Kapazität, keine Erhöhung. 4,7 mF reicht auch, ist aber eher knapp. Gut erhaltene 6,8 mF, die ich auf dem Tisch hatte (und die aus den MI 212 waren bisher eher selten defekt, eigentlich nur das eine Mal, von dem ich berichtet habe), hatten immer deutlich mehr Kapazität, eher so 8 mF.

      Vor dem Hintergrund, und weil 6,8 mF nicht an jeder Ecke zu bekommen ist, halte ich 10 mF von heute (die selten
      mehr als 10 mF, oft aber weniger haben) für den richtigen Ersatz, technisch und im Sinne des Originals. Steht halt dann nicht mehr 6800 uF drauf, ist aber in etwa dasselbe drin wie früher.

      Die Sache mit dem Anlaufstrom ist schon eher zu bedenken. Bei diesen letztlich immer noch kleinen Kapazitäten habe ich da aber noch nie Schwierigkeiten bekommen, auch nicht im Langzeitbetrieb. Sprich: Mir ist noch keiner wegen Trafoschaden, Gleichrichterschaden oder etwas Vergleichbarem zurückgekommen --- wobei ich bekannte Problemgleichrichter sowieso tausche, auch wenn ich weniger Kapazität einsetze, weil moderne Elkos u.U. deutlich niederohmiger sein können.

      Bei anderen Endstufen ergänze ich eine kleine Anlaufstrombegrenzung, die zuerst einen Vorwiderstand in den Primärkreis schaltet, und diesen dann nach 2 Sekunden überbrückt. Das geht mit 2 Relais, wobei am Ende nur ein Kontakt im Kreis liegt (weshalb das 1. Relais dann auch wieder abfallen kann). Dann kann man mit einem kleinen Kippschalter die kleine Schaltung "anwerfen", die selber mit einem 0.8 VA Trafo versorgt wird, und die Relais tun den Rest ... Auf diese Weise habe ich u.a. die fette Endstufe "Solitaire" von Metaxas immer "gezähmt", die einen fetten Eisenkerntrafo mit ca. 1 kVA besitzt, und normale Einschalter immer irgendwann schlachtet.

      Dahinter kommt übrigens ein aus Einzeldioden aufgebauter Gleichrichter und dann Elkos mit 33mF, pro Spannung und Kanal. Ohne Einschaltstrombegrenzung gingen die Gleichrichter unter diesen Einschaltströmen schon mal über den Jordan, mit ist das dann nicht mehr vorgekommen ...

      Besten Gruss,

      Michael

      kugel-balu schrieb:

      Jogi,

      6,8 mF ist die von Saba im Schaltplan eingezeichnete Kapazität, keine Erhöhung.


      Da sind wir genau wieder beim Punkt, wer wie du in so einer Schachtel mal beigesetzt werden würde, wenn er wollte, was Gott noch lange herauszögern möge, der weiß das wenn er die Kistennummer liest.
      Der Rest kann wieder doof sterben, weil so wichtige Informationen - geschweige denn jeweils zum Themenausschnitt passender Stromlaufplan-Ausschnitt - ums Verrecken nicht beigesendet werden.
      Die Datei-Anhangfunktion des Forums scheint nur für Nacktfotos oder Katzenbilder da zu sein.



      kugel-balu schrieb:

      4,7 mF reicht auch, ist aber eher knapp. Gut erhaltene 6,8 mF, die ich auf dem Tisch hatte (und die aus den MI 212 waren bisher eher selten defekt, eigentlich nur das eine Mal, von dem ich berichtet habe), hatten immer deutlich mehr Kapazität, eher so 8 mF.

      Vor dem Hintergrund, und weil 6,8 mF nicht an jeder Ecke zu bekommen ist, halte ich 10 mF von heute (die selten
      mehr als 10 mF, oft aber weniger haben) für den richtigen Ersatz, technisch und im Sinne des Originals. Steht halt dann nicht mehr 6800 uF drauf, ist aber in etwa dasselbe drin wie früher.

      Die Sache mit dem Anlaufstrom ist schon eher zu bedenken. Bei diesen letztlich immer noch kleinen Kapazitäten habe ich da aber noch nie Schwierigkeiten bekommen, auch nicht im Langzeitbetrieb. Sprich: Mir ist noch keiner wegen Trafoschaden, Gleichrichterschaden oder etwas Vergleichbarem zurückgekommen --- wobei ich bekannte Problemgleichrichter sowieso tausche, auch wenn ich weniger Kapazität einsetze, weil moderne Elkos u.U. deutlich niederohmiger sein können.

      Bei anderen Endstufen ergänze ich eine kleine Anlaufstrombegrenzung, die zuerst einen Vorwiderstand in den Primärkreis schaltet, und diesen dann nach 2 Sekunden überbrückt. Das geht mit 2 Relais, wobei am Ende nur ein Kontakt im Kreis liegt (weshalb das 1. Relais dann auch wieder abfallen kann). Dann kann man mit einem kleinen Kippschalter die kleine Schaltung "anwerfen", die selber mit einem 0.8 VA Trafo versorgt wird, und die Relais tun den Rest ... Auf diese Weise habe ich u.a. die fette Endstufe "Solitaire" von Metaxas immer "gezähmt", die einen fetten Eisenkerntrafo mit ca. 1 kVA besitzt, und normale Einschalter immer irgendwann schlachtet.

      Dahinter kommt übrigens ein aus Einzeldioden aufgebauter Gleichrichter und dann Elkos mit 33mF, pro Spannung und Kanal. Ohne Einschaltstrombegrenzung gingen die Gleichrichter unter diesen Einschaltströmen schon mal über den Jordan, mit ist das dann nicht mehr vorgekommen ...

      Besten Gruss,

      Michael


      Damit scheint es mir, im Übeflug der Zeilen gut zu liegen.

      Beim Anlaufstrom allerdings denke ich weniger an Zerstörungen sondern daran das das Netzteil sich selber auf dem Schwanz steht, weil der Trafoinnenwiderstand sich nicht wegzaubert läßt sondern eine Ladezeitkonstante größerer als bei den geplanten Kapazitäten eine Achterbahn der Spannungszufuhr beschert und damit Kompression der Ausgangsleistung.

      Warum es wohl immer noch handelsübliche Verstärker ohne Sanftanlauf-Funktion gibt, ist eh unverständlich. selbst schwere Elektromaschinen hiero schmeißen den Automaten nicht, aber irgendwelche popelige U-Elektronik.
      Ein dafür entwickelter PTC - gucken wie das die Schaltnetzteilbauer machen - sollte solches schlechtes Benehmen verhindern.
      Den Funkenabriß am Schalter, vorgeschrieben ist heute primärseitig zweipolig, löscht man mit Snubber und VDR, sonst klebt immer mindestens eine der Schalterhälften nach kurzer Benutzungsdauer.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hi Jogi,

      das mit dem Snubber kam dann auch mal bei einer Subserie zum Einsatz, aber es hatte den kleinen Nachteil, dass dann auch im ausgeschalteten Zustand immer noch etwas Spannung in der Schaltung übrig blieb, was nicht jeder so toll fand.

      Die Version mit dem Softstart ist m.E. bei den Geräten mit dicken Trafos die bessere Lösung, und ich verstehe auch nicht, warum das nicht längst Standard ist. Ist es aber nicht, vielleicht weil es 2-3 Euro kostet ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Mal was zum Sanftanlauf.

      So Schaltungen kann man mit einem Relais und einem Vorwiderstand realisieren.
      Ein Vorwiderstand, Größenordnung 4,7 Ω, kommt zwischen Netzschalter und Trafo.
      Nach Anlaufen des Netzteils wird der Widerstand mit dem Relais überbrückt.
      Die Schaltspannung für das Relais kommt aus der Sekundärseite des Netzteils.
      Schaltungsbedingt wird also nur überbrückt, wenn das Netzteil vernünftig anläuft.

      Wie dimensioniert man?
      Das hängt natürlich stark vom gegebenen Netzteil ab.
      Mit 4,7 Ω habe ich lediglich eine Hausnummer für größere Netzteile angegeben.
      Beim absoluten Kurzschluss fließt bei 230 V ein Strom von knapp 50 A.
      Ein üblicher Leitungsschutzschalter 16 A im Zählerkasten hält das kurzfristig aus.
      Auch wird er sicher auslösen, wenn im Fehlerfall der Strom länger fließt.
      Impulsfeste Zementwiderstände Draht sind für solche Zwecke geeignet.

      Wann sollte das Relais anziehen und den Widerstand überbrücken?
      Möglichst bald, also dann, wenn der hohe Einschaltstrom überwunden ist.
      Nehmen wir an, wir nehmen ein übliches Relais mit 12 V Nennspannung Spule.
      Die meisten Relais ziehen schon in der Gegend 6 bis 9 V an.
      Meist passt für den Zweck eine (stabilisierte) Sekundärspannung 12 Volt.
      Das Relais zieht so etwa bei 1/2 bis 2/3 vorhandener Sekundärspannung an.

      Stoßen meine Gedanken auf Interesse?
      Wenn ja, sollten wir daraus ein eigenes Thema machen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Andreas, der einstmals übliche LS-Schalter 16A ist seit über 30 Jahren dem 10A LSH gewichen.

      NYM 3x1,5mm² darf nicht mehr höher abgesichert werden, für 16A sind 2,5mm² Adern in PVC-Mantelleitung erforderlich.

      Bestandsschutz gilt natürlich weiter.

      Genau aufgrund solch einer Neuanlage in meinem Häuschen fliegen seit über 20 Jahren wieder die LS-Schalter, wo sie davor nur müde mit dem Waschzettel geraschelt haben.

      In meiner alten Mietwohnung (40 Jahre ++) hielt ein einziger 15A Schraubautomat die Last einer ganzen Wohnung exklusive Einzelabsicherung für den E-Herd. Damals wurde sogar noch elektrisch geheizt, 3,5kW über NYM 3x1,5mm² wärmte dann die Tapete von hinten und die Steckdosen von innen.

      (Et rheinisch Jrundjesetz
      §1
      Et hätt noch emmer joot jejange)

      Vielleicht sollte man mal wirklich nach deiner Idee vorgehen und dann vielleicht auch mal die gesamte Netzanschlußtechnik und ihre heutige Problematik einbeziehen (also dat Jedöns das zwischen Netzstecker und Trafo nützliche Dienste tun kann)
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hi Andreas,

      das kann man so machen, wie Du das beschreibst -- gelegentlich sieht mal so eine Lösung auch. Alternativ gibt es eine kleine Platine von Elektor, mit der man das einfach erledigen kann --- einfach nach dem Netzschalter einschleifen. Aber alle diese Lösungen haben einen kleinen Nachteil, nämlich einen zusätzlichen Kontakt in der Zuleitung. Wenn man das nicht möchte (und ich gehöre dazu), dann ist eine Lösung möglich wie oben beschrieben. Braucht einen winzigen Netztrafo und eine kleine Schaltung extra, die man dann "cool" mit einem kleinen Kippschalter starten kann, um selbst dicke Brummer anzuwerfen ... wobei die Auswahl des richtigen Relais kritisch ist.

      Besten Gruss,

      Michael