Stromversorgung Meersburg W5 - 3D

      Stromversorgung Meersburg W5 - 3D

      Hallo Ihr Lieben....
      nach dem mein Meersburg gut vier Monate lang einwandfrei spielte.....teilweise bis zu zwei-drei Stunden pro Tag.....mehrmals in der Woche, musste ich nun, nach dem das Gerät zwei wochen lang nicht benutzt wurde, feststellen, dass die Anzeigelämpchen deutlich schwächer leuchten, ebenso die EM 80 (bzw. der russische Ersatz).
      Alles andere scheint noch normal zu sein.
      Es riecht auch nicht !!! (Gleichrichter), jedoch hab ich die Vermutung, dass mit der Stromversorgung etwas nicht stimmt. Das Gerät läuft ja ohnehin über einen DDR-Stelltrafo, der exakt 220V einspeist. Daher hatte ich auch den Gleichrichter nicht getauscht, da ja auch die Becher kalt blieben und der Gleichtichter nur handwarm wurde.
      Die Becher wurden durch entsprechende Elkos ersetzt, bzw. unterstützt.
      Bevor ich mich nun erneut an die Arbeit mache, um den Fehler zu suchen, würde ich mich über einen tipp sehr freuen, wonach zunächst zu suchen wäre.

      Schon merkwürdig, dass dies jetzt so plötzlich auftritt.

      Liebe Grüße,
      norbert
      Hallo Norbert,
      dass eine russische EM schwächer wird, und das nach kurzer Betriebszeit, ist bekannt. Ich habe alle diese Billigschrottröhren ausgesondert !
      Die Skalenlämpchen haben mit dem Gleichrichter gar nichts zu tun, ich würde das Radio generell an die 230V Dose hängen, da passiert gar nichts - ganz im Gegenteil, ein halbes Volt mehr Heizung tut den Röhren besser als umgekehrt.

      Gruß, Dieter
      Ja, die Augen sind nicht gerade das Gebiet auf dem sich die Russenröhren am allerbesten bewähren würden.
      Zum Glück hatte ich mal einen Vorrat an Augen angelegt als diese kein Mensch haben wollte, noch nichtmal geschenkt. Das war so um 1980 herum, da wurden diese schönen Röhren frisch aus der Fabrikation zu Brei gewalzt, es waren da regelrechte Röhrenhasser unterwegs.
      wenn ich heute die Forderungen mancher Größenwahnsinnigen bei einer bestimmten Schacherplattform sehe, wird mir übel.
      Gruß Jogi
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      Vielen Dank, Leute.....
      Ja, Dieter, ich weiß, dass die Skalenlämpchen nix mit dem Gleichtrichter zu tun haben können, aber ich wunderte mich halt, dass Beides ziemlich gleichzeitig auftritt. ich mach mich mal wieder ans Messen von Strom und Spannung !! Muss sowieso mal wieder ran an die kiste.
      Danke, Jogi und Dieter, dass ihr so eindeutig über die russischen Röhren schreibt. Ich hatte nämlich Anderes im Internet gelesen !!
      Solange die Röhre "nur" dunkler wird, aber noch erkennbar und funktionsfähig, lass ich sie erstmal drinne.

      Habt nochmals Dank !!
      Liebe Grüße,
      Norbert

      PS: Im Falle des Gleichrichterersatzes (z.B.: Dioden 1N4007) , sollten Entbrummkondensatoren parallel zu den Dioden geschaltet werden?
      Oder ist das nicht erforderlich? Vom nachfolgenden Widerstand einmal abgesehen (der ist sowieso obligatorisch)

      Analog-Nobbi schrieb:

      PS: Im Falle des Gleichrichterersatzes (z.B.: Dioden 1N4007) , sollten Entbrummkondensatoren parallel zu den Dioden geschaltet werden?
      Oder ist das nicht erforderlich? Vom nachfolgenden Widerstand einmal abgesehen (der ist sowieso obligatorisch)

      Hallo Norbert,
      ich habe schon viele Selengleichrichter durch Dioden in Kombination mit einem Widerstand ersetzt - zumindest bei Röhrenradios immer ohne parallel geschaltete Kondensatoren - und hatte noch nie Probleme. Man kann die alten Gehäuse schön neu "befüllen".
      Gruß, Peter
      Entbrummkondensatoren, den Begriff darf man nicht falsch interpretieren, davon abgesehen, dass es diesen Terminus überhaupt nicht gibt.
      Hinter dem Gleichrichler liegen Lade- und Siebelkos - ihre Aufgabe ist es, in Kombination mit Drosseln und / oder Widerständen als Siebkette die Restwelligkeit der Gleichspannung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Es geht dabei um den 100 Hz "Brumm", der am Ausgang eines Brückengfleichrichters vorliegt (positive Halbwellen). Er gelangt über die Anoden- und Schirmgitterspannungen in den NF-Teil und wird im Lautsprecher als Brumm hörbar.

      Nichts, aber auch gar nichts haben die den einzelnen Siliziumdioden parallelzuschaltenden Kondensatoren damit zu tun!
      SIe haben dagegen:

      1. eine Schutzfunktion für die Dioden selbst, schließen Impulse aus dem Netzeingang kurz, verhindern die Zerstörung der Dioden. Bei Allstromgeräten ist das absolut(!) Pflicht, da hohe "surges" = Impulse im Kilovoltbereich auftreten. Hinter einem Netztrafo ist die Situation entspannter, aber auch dort ist ein Schutz sinnvoll.

      2. reduzieren diese Kondensatoren die Oberwellen des Schaltvorgangs der Dioden beim Übergang leitend-sperrend. Dise Oberwellen sind bei Selengleichrichtern eher harmlos, da der Selenhalbleiterübergang "weich" schaltet. Die Schaltzeit einer Si-Diode ist kürzer, der Übergang härter. Die resultierenden Oberwellen vagabundieren über die Verdrahtung der Anodenspannung, werden abgestrahlt und verschleppt und finden ihren Weg in den AM-HF-Teil, wo sie - demoduliert - als Surren, Schnarren, Knarren oder Brummen den Lautsprecher erreichen, abhahängig von der Empfangsfrequenz.

      Wer meint, dass er die Kondensatoren noch nie gebraucht hat, hört vielleicht einfach zu selten LMK oder nur Sender, die nicht betroffen sind.

      Auch bei Transistorgeräten, wie HiFi Receivern gilt dasselbe beim Ersatz von Se durch Si. Ich habe es bei unzähligen Geräten erlebt, teils war die halbe Skala von Störgeräuschen betroffen.

      Übrigens passen die Kondesatoren ganz bequem mit den Dioden zusammen in die Gehäuse der alten Se-Flachbrücken.
      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Nur mal so zum Klugscheißern...
      Unter dem Begriff "Entbrummen" versteht man etwas (eigentlich hier und jetzt sch...egal, nämlich das Nullen der Röhrenheizung), das den Begriff für alles andere unverwendbar beschlagnahmt hat.
      Man verwendet ihn also besser nicht sonst gibt es schnell Verwirrungen und Irrungen.

      Man versucht mit diesen hier jetzt gemeinten Kondensatoren ein Problem zu beseitigen das man sich überhaupt erst selber eingebrockt hat indem man die Originalschaltung zu "schnell" (folglich transienten- und rippleempfindlich) gemacht hat.
      Gruß Jogi
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      Auch die Skalenlämpchen sind dunkler?

      Da scheint was gewaltig nicht zu stimmen!
      Im einfachsten Fall ist es der vorgeschaltete Trafo, der 220 Volt liefern soll.
      Die Spannung Skalenlämpchen/Heizung ist nahezu unabhängig von den anderen Betriebsspannungen.
      Wird der Trafo zu stark belastet, sinkt diese, der Trafo wird üblicherweise mehr als warm.

      Auch der Trafo selbst kann es sein, Windungsschluss.
      Geht so ein Schluss nur über wenige Windungen, ist er meist nicht einfach erkennbar.
      Auch hier wird ein Trafo normalerweise mehr als warm.
      Miss auch die Spannung am Netzstecker und am Eingang Netztrafo, muss praktisch identisch sein.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      ...iss ja nich schwer die Spreu vom Doppekorn zu trennen.
      Anodenspannungserzeugung vom Trafo abhängen und gucken ob die Lämpchen wieder glücklicher strahlen.
      Heizkreis unterbrechen und wieder gucken.

      Wenn die Lämpchen wieder freudiger strahlen hat man den Fehler schon auf einen Versorgungskreis eingekreist.
      Bleiben die Lämpchen funzelig so liegt die Ursache nicht so weit hinten sondern im Trafokreis.
      Den schmeißt man nicht gleich weg, sondern reinigt erstmal Spannungswähler und Sicherungsfassungen nach Art des Hauses gründlich und kontaktsicher.
      Vielleicht fängt man damit sogar an ehe man alles andere beurteilt, wenn man ein weniger neugieriger Schaltungseroberer ist.
      Gruß Jogi
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      Danke, Andreas und Jogi....
      ich hab eben erst eure Rückmeldungen gelesen und werde mich mal auf die Suche machen.
      Ich muss sowieso ran, weil eine skalenlampe ausgefallen ist und ich mal den Trafo genauer unter die Lupe nehmen werde.
      Ich geb Bescheid, was dabei rausgekommen ist .
      Was die Leuchtkraft der russischen Ersatzröhre (für die EM80) betrifft, musste ich feststellen, dass es wirklich an der Röhre liegt, da eine neue, die ich noch habe, bessere Ergebnisse liefert.

      Nun aber kurz noch zu dem Problem der Gleichrichter-Ersatzschaltung, da dies ja für alle Radios, die nach und nach auf meiner Werkbank liegen, zutreffen könnte.
      Ich lese von verschiedenen Varianten der Schaltung, in Verbindung mit den 1N4007-Dioden. Mal werden Widerstände vor den Gleichrichter gesetzt, dann wieder nachgeschaltet. Von den parallel geschalteten Kondensatoren mal abgesehen, denn die baue ich sowieso ein, da ich gerne mal abends andere Wellenbereiche höre, als UKW.

      Bisher haben die drei Röhrenradios , die ich restauriert habe (Saba, AEG und Nordmende) allesamt noch ihren alten Selen-Gleichrichter drinne. Sie werden auch nur handwarm, aber ich habe ja auch alle nachgeschalteten Kondis erneuert und die Becherelkos teilweise ersetzt oder mit anderen Elkos unterstützt.

      Zwei Fragen habe ich an euch:

      1. Welche Glecihrichter-Schaltungsvariante bevorzugt ihr ?
      2. Was haltet ihr von den Orangefarbenen, vergossenen, flachen AEG-Rundfunkgleichrichtern mit den abenteuerlichen Zahlen- und Buchstabenkombinationen drauf? (die sind auf das Chassis geschraubt, lassen sich aber nicht öffnen).

      Danke !!!

      lieben Gruß,
      Norbert
      Selen-Gleichrichter haben die Radio-Hersteller nicht nur zufällig benutzt, weil gerade nichts anderes da war.
      Es ist ein gewolltes Mittel das Netzteil in der speziell bei den Röhrenradios gewollten Art auszulegen.

      Heute sagt man - und auch damals waren schon viele der Ansicht - das ein Netzteil hart und niederohmig zu sein hat, alle Betriebsspannungen fest und ohne Belastungserscheinungen sein sollen.
      Die Altvorderen aber wollten auch gezielt gegenteilig aufgebaute Netzteile, die maximal errechenbare Leistung wird so zwar für auch mal etwas längere Impulsspitzen (mein liebstes Beispiel sind Zupfbässe in zeitgenössischen Aufnahmen) abgerufen, aber nach einer gewissen Zeit wird die Leistung begrenzt.
      Ich möchte nicht zu weit ausschweifen, jeder kann sich sein Teil dazu denken, die einen lieben das den anderen ist das nicht "HIFI" genug.
      Ich möchte bspw. das meine Konzerttruhe in der "richtigen" Abstimmung bei gezieltem Zupfbaßeinsatz in der Tanzmusik geflissentlich mit der schwofenden Meute zusammen über das Parkett swingt. Im übertragenen Sinne.
      //Eine gute Beispielplatte ist die originale Schellack von "Gerhard Wendland - Tanze mit mir in den Morgen", da fliegen die Beine der Gäste am Höchsten wenn auch der Plattenschrank anfängt zu tanzen sobald der Baß gezupft wird//
      Ein Röhrenradio das solche Art Musik lustlos und trocken ans Ohr bringt ohne das die Nierenschale obendrauf mit wackelt ist für mich kein Röhrenradio sondern eine müde Schallbude.

      Fazit, bei mir wird die Art der Gleichrichtung nicht vom Orignalzustand abgewandt, defekte Gleichrichter kann man auch heute noch ersetzen. Selen-Gleichrichter sind durchaus auch aufarbeitbar, und wenn man aus den Patronen von 10 Stück vom Müll einen vernünftigen bastelt.
      Gruß Jogi
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      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      da widerspreche ich dir mal: Selen-Gleichrichter haben die Radio-Hersteller exakt deswegen benutzt, weil nichts anderes da war. Außer natürlich Gleichrichterröhren, aber die waren wegen ihrer Verschleißfreudigkeit dem Selen unterlegen. Ich behaupte weiterhin, die Entwickler hätten sehr wohl gerne härte Versorgungsspannungen gehabt, aber die gab's halt nicht, zumindest nicht für bezahlbares Geld.

      Hallo Norbert,

      ich bevorzuge eindeutig, den Original-Selen-Glr zu belassen, wenn es irgendwie geht, oder aber durch einen anderen Selen zu ersetzen (habe genug; wenn nicht: Schlachtgerät). Das von vielen Röhrenradio-Halblaien zelebrierte Selen-Rausschmeißen (Motto: ist noch gut wird aber irgendwann ja schlecht") halte ich für groben Unfug.

      Und wenn es gar nicht anders geht: Graetzbrücke aus 4 x 1N4007 o.ä., 5nF parallel zu jeder Diode, Längswiderstand zwischen Glr. und Ladeelko.

      Die roten "Rundfunkgleichrichter" von AEG aus den 60ern sind genauso Selene wie die blechernen, es gilt also dasselbe. Oft noch gut, manchmal mäßig brauchbar, selten unbrauchbar.

      Beste Grüße
      Stefan
      Stefan, Widerrede ist ja nicht verboten.

      Was mich dabei interessieren würde, wäre - entgegen meiner sonst nicht ausgeprägten Belegeritis - ob das deine Vermutung ist, oder ob du dabei Direktzugriff auf die entsprechenden Entscheider oder ernstzunehmende Chronisten-Quellen hast.

      So niederohmig wie möglich kenne ich im Konsumerbereich der U-Elektronik erst als Modeerscheinung der Neunzehnachziger und die Deutschen die es noch gab, mit Ausnahme einer handvoll "Highend"-Garagenbastler machten da auch garnicht mit. Die bestklingenden Geräte kamen ohne 5mm dicke Kupfer-Stromschienen aus dem Schaltschrankbau und Schwermetall-GL-Brücken aus der Energieanlagen-Elektronik aus.

      (das in der kommerziellen und Industrie Elektronik anders verfahren wurde soll hier nicht weiter interessieren, hier ist Konsumer U-Elektronik)
      Gruß Jogi
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      Hai Jogi,

      nein, keine konkrete Quelle, wenn man aber bedenkt,
      - mit welcher Begeisterung die Germanium-(OY 241 usw.) und dann Silizium-Netzgleichrichterdioden Anfang der 60er von der Fachwelt aufgenommen
      - und gerne in hochpreisigen Röhrenverstärkern TELEWATT VS 71, Braun CSV 60 etc verwendet wurden
      - und einfach von der Logik her bedenkt, dass eine stabilere Anodenspannung einfach eine etwas größere unverzerrte maximale Leistung ermöglicht hätte,

      liegt das ganze auf der Hand.

      Mit "möglichst niederohmig" meine ich ja nicht "5mm dicke Kupfer-Stromschienen aus dem Schaltschrankbau", sondern wie redeten von Sechziger-Jahre-Röhrentechnik im Konsumerbereich.

      Wäre aber schön, einen Kommentar aus berufenem Munde zu hören. Hallo Hans !?

      Beste Grüße
      Stefan
      Hallo Stefan, Jogi und Achim.

      Wenn ich den ganzen Sinn erfast habe, sage ich das dazu:
      Selen dort weil es keine Endstörglieder bedarf.
      Dazu gibt es von mir einen langen Text hier irgendwo im Forum.

      In der Halbleiter Ära, war man froh war, ein "hartes Netzteil" zu haben.

      SV50, SV40 und SV80 mussten die schon sehrt guten, braunen, SEl-Selen benutzen.
      Die Si-technik kam von SIEMENS RTV600/ 800/ 900 und AEG (RTV350/360) wie gerufen!!!

      Man konnte mit der Sinusleistung hoch gehen, ohne die Transistoren bei 50% Power zu stressen.
      Die "Musikpower" war dann eben schlecht.
      Sieht man sich im HiFi- Feld das Verhältnis MP zu SINUS Leistung an, kann man erkennen.
      hartes Netzteil oder weiches. Der Entwickler strebte immer ein hartes Netzteil an.
      Meine Kollegen, liesen die CU- Leitungen auf der Printplatte frei vom Stopplack, um mit ZINN da noc was am Ri zu holen. Als Zweifler der das nachgerechnet hat, Sn (zinn) zu Cu (kupfer)= Luftnummer,
      wurde belacht.Aber das Ziel ist klar "hart"

      In der Low-Fi Klasse hat man das Ubat. stabilisiert, um mit den Transistoren und Sinusleistung "hart"an die Grenze gehen zu koennen. AC187/188 und AC161/162
      Also wie so oft im Leben, "hart ist in"
      hans

      Nachtrag in der Röhrentechnik wurde immer der kleinste, weil billigste SELEn und Trafo, benutzt.
      Der GRUNDIG NF2 starte als Bausteinmodel (not HiFi) mit runden Selens. Als er als NF20 Hifi DIN45500 einhalten musste, war man stolz, Si zu haben.
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „decoder“ ()

      Bravo Hans, den Sinn hast du sogar übererfüllt und gleich noch einen Abriß der niederohmigeren (GE)Transistorära abgeliefert. Und was mir immer sehr für mein goldenes Buch gereicht die Situation am Beispiel deines Brötchengebers erklärt.
      Besser geht nicht!

      (Wer lesen kann hat bemerkt das mein Ausschnittsfenster zu gleichem Thema da bereits geendet ist wo Hans sich gerade erst warmgeschrieben hat, in der Übergangsphase RöRadio/Tr.)

      /
      Beim Thema Braun erinnere ich eine erkleckliche Zahl frühzeitlich reparierter Verstärker, die CSV genossen höchsten Zuspruch bei vielen gehobeneren Heimanwendern. Später, in den Achzigern schon sah ich auch eine ganze Menge davon, habe auch wieder viele aus Spaß revisioniert obwohl selber schon nicht mehr in der Sparte Rep. gewerblich beschäftigt. Einen CSV 60 besaß ich längere Zeit.
      Ein Urteil ist hier sicher nicht gefragt und auch ot. aber es war zur Entwicklerzeit dieser Serie schon eine fortschrittliche Technik mit jenen (Spanngitter) Beampower-Röhren als Gegentaktendstufen. Vermutlich der zweite Versuch nach den eisenlosen Philips Spanngitter-Endstufen.
      /
      Halten wir also fest - Selen nicht Schrott und nicht unwillkommen in der Frühzeit des mit Halbleitergleichrichtern ausgestatteten Röhrenradio-Baus.
      Später (GE-Transistor-Ära) war dann die Freude über erhältliches SI-Material mindestens ebenso groß.
      Überbordende Musikleistung war zu der Zeit eh kaum noch angestrebtes Ziel, schließlich gab es dann schon die DIN45500 und ihre festen Anforderungen, meßbar als handhabbare Aussage über die Sinus-Dauerton-Leistung. Und Kompression der Ausgangsleistung je länger ein Dauerton ansteht war dann eh nur noch unsäglich und wider den HIFai Gedanken. Zeitgeist ändert sich und wir müssen uns alle mit ändern.
      Gruß Jogi
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