Telewatt TS-100/A Schaltbild falsch?

      Telewatt TS-100/A Schaltbild falsch?

      Guten Tag liebes Forum.
      Mein Name ist Ralf und das hier ist mein erster Post. In der Vergangenheit habe ich allerdings schon öfter mal bei euch mitgelesen.
      So, nun hoffe ich dass jemand eine Lösung für mein Problem hat.
      Ich habe gerade einen Saba Telewatt TS-100/A auf dem Tisch. Das Gerät ist ohne Tonwiedergabe, die Betriebskontrolle leuchtet.
      Ich habe nun das Schaltbild aus der Bedienungsanleitung und vergleiche das mit der Realität auf meinem OP-Tisch. Auf den ersten Blick
      ist zu erkennen das alleine schon das Netzteil vollkommen anders aufgebaut ist. Bei mir sind zwei Brückengleichrichter und nicht zwei Dioden hinter dem Trafo.
      Es gibt zwei 10.000uF Elko's und nicht einen 8.000er. Ich habe auch +- 25 Volt und nicht eine einzige Ausgangsspannung hier gemessen. Ich vermute ich habe das falsche Schaltbild.

      Ich wollte gerne als erstes die Versorgungsspannungen messen um mich danach zu dem eigentlichen Fehler vorarbeiten.
      Hat jemand vielleicht das Servicemanual für mein Gerät und würde es mir zur Verfügung stellen?
      Herzlichen Dank für eure Bemühungen Liebe Grüße Ralf
      Hallo Ralf,

      Nach Bildern im Web zu urteilen gibt es das Gerät tatsächlich in verschiedenen Ausführungen. Es sind drei Elkos vs zwei zu sehen. Die Änderung betrifft damit auf alle Fälle den Endverstärker. Mit etwas Glück ist der Rest der Schaltung gleich.
      Falls niemand hier den aktuellen Plan bereitstellen kann, ist noch eine allgemeine Fehlersuche möglich. Für die Transistoren gilt: Ube muss zum Material (hier Ge: ca. 0,2 V) passen, Uce sollte deutlich höhere Beträge aufweisen. Das gilt bis auf wenige Ausnahmen. Weiterhin kann man ein Sinussignal einspeisen und schauen, wie weit es kommt. In der Stufe, wo es verschwindet, muss der Fehler liegen. Ein Multimeter mit kleinem Wechselspannungsbereich -100er mV-Bereich- lässt sich dazu verwenden, besser geht es mit einem Oszilloskop.

      Totales Schweigen bedeutet meist, dass eine Stufe ihre Versorgungsspannung nicht bekommt. Ein Lautsprecherrelais hat dieses Gerät sicher noch nicht. Wenn die Spannungen am Netzteil alle da sind, ist ein Blick auf die Siebglieder von Stufe zu Stufe sinnvoll: Widerstand hochohmig oder Kondensator mit Schluss.

      Viele Grüße,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „chriss_69“ ()

      Lieben Dank für die Antwort. So werde ich es wohl machen müssen. Ein Relais ist keines drinn und ein Oszilloskop und auch Funktionsgenerator u.s.w. stehen mir zur Verfügung.
      Das einig dumme ist halt nur das auch schon die Endstufentransistoren andere Bezeichnungen haben, ich befürchte das sich insbesondere die Endstufen von der im Schaltbild deutlich unterscheidet. Ich schaue halt immer gerne erst mal auf den Plan. Vielleicht versuche ich es auch einmal bei K+H offiziell. Mal sehen wie es weitergeht. Ich hoffe auf ein SM und berichte weiter.
      Frohe Ostern euch allen
      Ralf
      Ja, die Vermutung liegt nahe, die Endstufen sind von Einzelbetriebsspannung auf Symmetrisch umgestrickt worden. 2 Ladeelkos, dafür sind keine Ausgangselkos mehr notwendig.

      Ein Schaltplan wäre natürlich hochwillkommen, auch hier für den Forendownloadbereich. Nichtmal RM.org kennt die neueren Schaltbilder vom TS90 oder TS100.

      VG,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „chriss_69“ ()

      Hallo Christian,
      Ich habe mir das ganze mal aus der Nähe angesehen. Die hier verbauten Module sind mit denen im Schaltbild nicht identisch, ausser Phono.
      Bei mir sind verbaut
      2 X B54 Endstufenmodul (mit einem 500uF Ausgangselko, wie mir scheint)
      1 X B55 Lineverstärker
      1 X B18 Phono
      1 X B20 Klangregler
      1 X B 56 Mainboard
      Die Endstufen sind offensichtlich eine Quasi-Komplementärschaltung mit je Kanal 2 X AD149. Warum die hier noch einen Ausgangselko einsetzen verstehe ich nicht.
      Ich kann gerne Bilder posten, habe aber noch nicht herausgefunden wie das hier geht.
      Liebe Grüße
      Ralf
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      Bei den angeschnittenen Ungereimtheiten muß das zutreffende Schaltbild her sonst hat es keinen Zweck.
      Und ist das partout nicht beschaffbar muß man nach den "Regeln der Kunst" vorgehen, was einige Reparaturerfahrung speziell in der Diagnose voraussetzt.
      Auch Verstärker sind Modeerscheinungen oder Änderungen der Hausphilosophie ausgesetzt, so der Umbau von Unsymetrisch auf Symetrisch und von etwas mahr Brumm auf etwas weniger Brumm und dafür doppelte Diodenstrecken im Versorgungsweg, noch verstärkt vom Umbau von Germanium auf Siliziumdioden.
      Andere Transistoren waren in den Drangzeiten dieser Technik oft genug Beschaffbarkeiten und Preispolitik verschrieben.

      GE-Endtransistoren leiden stark unter Whiskerbildung, das kann natürlich den ganzen Apparat stummschalten. Gut mitgedacht sind die Ausgangselkos auch und nicht nur in solchen Fällen, wer will schon in einer Übertragungsanlage mit einem gewissen Anspruch an die Zuverlässigkeit auf einen Schlag alle Lautsprecher neu nachbeziehen müssen, weil ein Whisker nach Plus oder Minus alle Schwingspulen final aufgekocht hat. Da geht es nicht um das letzte Quentchen Grenzfrequenz so wie im Veräppelungszirkus für selbst ernannte HighEnder bei den Konsumerverstärkern bei gegebenem Konkurrenzkampf.
      Gruß Jogi
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      Hallo zusammen,
      Nach längerem Suchen habe ich auf kompliziertem Weg endlich etwas gefunden. Das Schaltbild entspricht auf den ersten Blick meinem späteren K&H TS 100A.
      Ein HighRes Scan wurde soeben von mir im Download Bereich unter unten aufgeführter Adresse abgelegt.
      So, nun werde ich in den nächsten Tagen anfangen. Ich werde weiter berichten. Ich hoffe das Schaltbild nützt dem einen oder anderen etwas.
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      Viele Grüße
      Ralf