MEMS - oder wir können bald alle Lautsprecher wegwerfen

      MEMS - oder wir können bald alle Lautsprecher wegwerfen

      Nachdem dem Fraunhofer Institut mit IDMT und ISIT der Durchbruch in Sachen Verkleinerung der Durchbruch gelungen ist, werden Riesenkästen und grobe Pappmembranen wohl bald obsolet.
      Die "MEMS" genannte Entwicklung wird auf der Fraunhofer-Webseite wie folgt beschrieben:
      isit.fraunhofer.de/de/aktuelles/mems_lautsprecher.html
      |Zitat:
      Jetzt ist der Durchbruch gelungen und die beeindruckenden Eigenschaften des chipbasierten Lautsprechers werden auf der DAGA präsentiert. Mit einer Fläche von aktuell 4x4 Millimetern ist der MEMS-Lautsprecher optimal in Kopfhörer, Hearables und Hörgeräte integrierbar. »Trotz der geringen Größe überzeugen die MEMS-Lautsprecher durch eine hohe Wiedergabetreue und einen geringen Energieverbrauch, was vor allem bei batteriebetriebenen Geräten von hoher Relevanz ist« erklärt Fabian Stoppel, verantwortlicher Projektleiter am Fraunhofer ISIT. »Nicht zuletzt ist durch die Herstellung mit Siliziumtechnologie eine kosteneffiziente Chipproduktion und -montage in Großserie möglich«.
      Zitatende|


      Eure Meinung dazu würde mich interessieren.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      die Damenwelt wird es freuen "endlich keine blöden Lautsprecher mehr". Nein, nicht wirklich. In unserem Alter haben wir ja sowieso schon (oder bald?) den kleinen Mann im Ohr. Wenn der Klang von Kopfhörern und "in-Ohr" Lösungen dadurch besser und kleiner wird, wäre das ja nur gut. Aber auf herkömmliche Lautsprecher wird man nicht verzichten können, dort, wo kein Kopfhörer infrage kommt.

      Gruss,
      Reinhard
      Damit können sie die Smartfongeneration froh machen!!!!!!!!!!! Mich beeindruckt noch nicht ein mal der Bose – Kram!!!!! Einen geilen Sustain bekommst du nicht mit Mikrolautsprecher hin!!!!!! Stell dir Hendrix mit Mikrolautsprecher vor, eine Rückkopplung ist überhaupt nicht möglich! Oder die Fassetten von Mike Oldfield, lachhaft, die meisten Instrumente gehen unter!!!!!!!!!! Ein vernünftiger Lautsprecher ist keine LED Leuchte!!!!!!!!!!!!!
      Liebe Grüße Markus
      Wenn nichts mehr geht, geht immer noch etwas!!!!
      Ich überlege gerade daran herum, ob das vielleicht nicht eher Disziplinierungs-Apparate für renitente Jugendliche sind.
      Es muß ja damit gerechnet werden, daß diese Teile einen ordentlichen Resonanzboden benötigen um größere Wellenlängen abstrahlen zu können.
      Was wäre ein geeigneterer Resonanzboden als der Hosenboden so eines unartigen Früchtchens?
      Einfach in die Hosen eingearbeitet und dann...

      Happy Organ mit 110dB


      oder
      Hopp-Hopp
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]

      nightbear schrieb:

      Aber wie bekommt man das Kribbeln im Bauch und die flatternden Hosenbeine hin? Oder, was mir einmal passiert ist, dass nebenan im Badezimmer sämtliche Kosmetikflaschen und Cremetiegel aus den Regalen purzeln?


      Achim,
      Kribbeln im Bauch und flatternde Hosenbeine...dann nur noch bei akuter Lebensmittelvergiftung nach Genuss von verdorbenem Heringssalat. In dem Fall gibt es aber noch ein paar mehr Goodies als Zugabe.

      Gruss,
      Reinhard
      Wem es nach Hosenflattern gelüstet der braucht nur hier im Städtele nach 22 Uhr alleine und unbewaffnet durch die Fußgängerzone zu bummeln...

      Wenn ich bedenke, das sich mein altes Tablet mit seinem komischen Miniquäker schon heute zu einem nicht ganz so erbärmlichen Gequieke wie bei vielen anderen Modellen bringen läßt, wenn man es auf den zugehörigen Faltfuß stellt oder auf eine offene Zigarrenkiste legt, dann kann man sich vielleicht eine Anwendung für den MAMS vorstellen.
      Gruß Jogi
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      [frei nach W. Reus]
      Doch, ich kann es nachvollziehen: wenn ich den alten Röhrenkoffer TK 17L aufreiße, flattert auch so'n büschen die Membrane und man hört es noch zwei Meter weit. Momentan Juicy Lucy "Willie the pimp" und Neil Youngs " down by the river".

      Mister Power, schenkst du mir ein paar von deinen vielen Ausrufezeichen ? Könnte ich gut brauchen.

      Gruß
      Thomas
      Endlich mal einer der den Sinn vom Sound verstanden hat. Wie singt Marius Müller Westernhagen in einem seiner Songs, „ Ich sing nicht schön aber geil und laut“
      Meine Generation wollte die Musik nicht nur hören sondern auch am Körper spüren!
      Wenn wir uns in einer Kneipe kennen lernen würden, dann fragst du nicht mehr nach Ausrufungszeichen.. Wenn es passt, dann bekommst du von mir mein letztes Hemd!

      Gruß Markus
      Wenn nichts mehr geht, geht immer noch etwas!!!!
      Also, da geht viel, aber nur aus einem einzigen Grund: das wird eingeführt zu einem Zeitpunkt, wo der allergrößte Teil der jüngeren Leute mit totalem "Klangmurks" gross geworden ist --- und weder weiss noch interessiert ist, wie es auch besser geht. Kann schon sein, dass man sich jetzt noch viel leichter das Trommelfell durch Nahfeldbeschallung schlachten kann. Zum Glück kommen ja hier im Forum auch immer mal wieder neue Mitglieder an, die auf der Suche nach den "wie es auch besser geht" ein wenig fündig geworden sind.

      Was Kopfbeschallung betrifft: Unter Sennheiser HD 650 oder etwas Vergleichbaren, betrieben von einem ordentlichen KH-Amp (und nicht nur eine Widerstandsteilung aus einer Endstufe), kann ich nicht länger zuhören ohne dass es mir auf die Nerven geht. Einen mir zusagenden Knopf im Ohr habe ich noch nicht gefunden, und suche auch nicht mehr danach. Und unterwegs kann ich gut auf die Dauerbeschallung verzichten ...

      Besten Gruss,

      Michael

      Nachtrag: Ein Freund von mir hat sich mit langem und dauerhaften Lauthören über KH innerhalb von ca. 5 Jahren sein Gehör massiv beschädigt, nachweislich dadurch. Und er war sicher immer weit von 110 dB entfernt ... so gesehen klingt mir das fast wie ein Nachhilfegerät im Hinblick auf die erwähnten Hörgeräte ...
      Naja, die Zielgemeinde sind offenbar die Senioren meiner Generation, die ein vernünftiges Hörgerät brauchen, um überhaupt Unterhaltung in Gesellschaft (mit Hintergrundstörungen) oder die hohen leisen Stimmen genügend verstehen zu können. Die derzeitigen Hörgeräte vermögen das immer noch nicht in der gewünschten Qualität zu leisten. Offenbar spielt auch der eingeschränkte Frequenzbereich heutiger Geräte dabei eine Rolle. Daher wohl der Hinweis auf 20-20.000 Hz bei der MEMS Generation. Natürlich braucht man keine 110dB, das Gehör macht man sich auch schon mit viel weniger kaputt, auch mit herkömmlichen Lautsprechern und (oft zu lauten) Konzerten.

      Reinhard
      Den Frequenzumfang kann ich gut glauben, den Pegel auch.
      Allein - es muß! faktisch rein physikalisch ein Vermittler zwischen dem Dingens und einem großen Luftvolumen geben, die Luft wird sich nicht überreden lassen, sich von alleine zu größeren Hüben aufzuschwingen.
      Je näher am Ohr, desto einfacher aber in der Beschreibung steht "Lautsprecher" nicht "Ohrhörer".
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Ein Gerät, dass zugleich Hörgerät und Musikübertrager sein kann, wird sicher am Markt gut zu etablieren sein. Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man dann echte Verbesserungen zum status quo erzielen kann. Wobei es sein kann, dass die bei weitem wichtigere Rolle diejenige sein könnte, die Nachbarn zu entlasten ;) Ein mir bekannter Polizeibeamter behauptete neulich, dass die Zahl der Einsätze wegen zu lauter Anlage beim Nachbarn aus 2 Gründen zunehme: Mehr ganz junge und mehr ganz alte Leute ... naja, klingt zumindest plausibel ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Die MEMSen finde ich recht interessant!

      Naja, die Grundidee ist alt, Großvater kannte auch schon den Kristallhöhrer.
      Leider haben Fraunhofers wenig zu Frequenzgang und Impedanzverlauf geschrieben.
      Halbwegs niederohmig werden die Dinger schon sein, wenn sie für batteriebetriebene Geräte sind.

      Erst mal sind sie für Kopfhörer und Kleinstgeräte gedacht.
      Eierpott und Daddelfon habe ich nicht, da benötigt man Schallwandler auf kleinem Raum.
      Wie quäkig waren anfangs die Flachbildschirme!

      Ich kann mir durchaus vorstellen, daß man damit mal "richtige" Lautsprecher bauen wird.
      An fast jedem Haus hängt eine Sat-Schüssel, Parabolantenne.
      Wesentlich seltener sieht man flache Sat-Antennen, die arbeiten etwas anders aber sehr simpel.
      Das sind ganz viele einzelne Antennen wie Dipole in einer Matrix, die gestockt sind.
      Gleiches Prinzip wird vermutlich auch mit den MEMSen gehen.
      Nimmt man 5 x 5 = 25 Stück, sind wir schon bei rechnerisch 2 x 2 cm.
      Das ist so etwa die Größe von konventionellen Lautsprechern in kleineren Flachbildschirmen.
      Ab da ist es nicht mehr weit, bis daraus auch große Lautsprecherboxen mit Wumms entstehen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      MEMS, also ich hab neulich den entsprechenden Artikel zu gelesen, auf Spiegel-online könnte es gewesen sein. In der Hörgeräte- Akustik werden die Dinger bestimmt zu ihrem berechtigten Einsatz kommen, über all, wo akustische Informations- Übertragung auf kleinem und kleinstem Raum nötig ist. Den somatisch therapeutischen Effekt der großflächigen Resonanzwirkung auf den Körper durch entsprechend bewegte Luftmassen werden die wohl nicht erreichen. ;( Wenn der Solarplexus durch den Tiefbass durchmassiert wird..... ^^
      --Hans--
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