SABA wieder zum Leben erweckt!

      SABA wieder zum Leben erweckt!

      Hallo zusammen,

      gerade habe ich durch Zufall entdeckt, dass der Markenname SABA wieder aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurde.
      Unter der Adresse mysaba.eu/ findet sich eine Internetseite eines Herstellers von Fernsehern, Audiogeräten und Haushaltsgeräten. Die Internetseite befindet sich offensichtlich noch im Aufbau.

      Im Impressum wird die Technicolor S.A als Webseitenbetreiber genannt.

      Es wird konkret an die alte Marke SABA angeknüpft.
      So finden sich auf der Webseite alte
      - Kataloge (1927-2000)
      ,
      - Poster,
      - SABA-Werbevideos
      - sowie "Iconic Products"

      Außerdem gibt es eine Beschreibung der Geschichte von SABA.

      Auch wenn die Produkte nichts mit den hier im Forum gepflegten Geräten zu tun haben, so finde ich einige dieser Unterseiten doch durchaus interessant.
      Gruß Alex
      Alex, das hast du fein gemacht.
      Unter den Prospekten fand ich einen aus früher Zeit der sich mit dem Hochschwarzwald beschäftigt und der hat meine Erinnerung in Resonanz versetzt.

      Nicht nur das ich die Orte der Handlung alle persönlich erwandert habe, in einer Zeit in der eine Autofahrt dahin noch einem Abenteuer über Schluchten, um Felsvürsprünge und Überhänge herum, auf kleinen unbeleuchteten Straßen glich und auch mich einmal ein Felssturz fast von der Straße gefegt hätte. Auch konnte man damals noch die Herstellung von Kuckucksuhren live in den Manufakturen beobachten, in einer riesengroßen Kuckucksuhr herum spazieren oder sich an gewaltigen Wasserfällen abkühlen. Am Heimatsitz der Firma Faller und im gesamten Schwarzwald verteilt bestaunte man so manches im Kleinformat auf Modelleisenbahnen vorhandene Haus im Original, die Plattenspielerfertigung gab dem Autofahrer in alter Zeit noch auf in einer Kehre um das Fabrikgebäude herum zu fahren, wie wenn man sich damit in guter Erinnerung halten wollte.
      Über mehr als zehn Jahre in Folge bekam ich damals die größte Ehrung des Schwarzwaldvereins für wandernde "Fremde" und "Kurgäste" persönlich auf offener Bühne mit entsprechender Urkunde und Anstecknadel überreicht, wurde als Fördermitglied für den Aufbau eines Aussichtsturms geführt und bei Turmfesten geehrt, und durfte die zurückhaltende, und Fremden gegenüber nicht immer selbstverständliche restlos aufgeschlossene Gastfreundschaft einer privaten Vermieterfamilie für damals noch weniger als Siebenmarkundfuffzig pro Nacht im gemütlichen Fremdenzimmer mit eigener Dusche und Frühstück am Tisch der Familie genießen.
      Schon bei den Bauernhäusern konnte man die Pfiffigkeit der Schwarzwäder bewundern, der Aufbau war genau durchdacht und optimiert und jeder hatte in der "gutt Stubb" seinen Eßlöffel an der Wand hängen für das karge Mittagsmahl, solange bis er seinen "Löffel abgeben mußte", sprich dieser von der Wand genommen wurde, wenn jemand verstarb.


      Was das alles mit SABA zu tun hat?
      Keine Ahnung, schöne Erinnerungen halt, an eine andere Zeit und andere Dinge die einen erfreuten. Und außerdem, alles hatte mit allem zu tun gehabt im fleißigen, bescheidenen und liebenswerten "good old germany" das die uns in der Etappe nachfolgenden Generationen mittlerweile zum Niemandsland und vogelfrei zum Abschuß kampflos aufgegeben haben.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      der Hochschwarzwald ist auch heute noch schön und nicht überlaufen. Immer eine Reise wert!

      Gutes Essen. Viel zu sehen. Ausser Natur, Landschaft, Schwarzwaldhäusle auch Uhrenmuseum Furtwangen, Dual Museum St. Georgen, Schwarzwaldmuseum Triberg (ein wenig Saba ist da auch), und und und...
      Vielleicht packt Dich ja nochmal die Reiselust?

      Gruß
      Reinhard (wohnt am Rande das Schwarzwalds)
      Bleiben wir noch ein wenig off topic...

      ich habe während meiner Bundeswehrzeit 3 Mal (!) das Glück gehabt, in einer Privatklinik in Höchenschwand zur Kur zu dürfen. Damals waren 4 Wochen noch standard, 2 Wochen Verlängerung nicht unbedingt eine Ausnahme (ein bisschen jammern...)

      In dieser Zeit habe ich den Schwarzwald von hinten bis vorne und zurück erwandert, erradelt und erfahren und war jedes Mal erneut begeistert. Das Essen natürlich topp, des "Tannenzäpfle" Bier mehr als süffig...

      Mei, schee wars !

      Gruß, Dieter
      Ja, so ist es gut Kuren, Dieter.
      Reinhard, der Schwarzwald ist bestimmt mal wieder auf meiner Menü-Karte, besonders der sonnenverwöhnte Süden, von wo aus wir Touren übr den Kaiserstuhl, das badische Weinland, bis weit ins (frnz.) Elsaß unternahmen, in stillem Gedenken inne hielten am Hardmannswyler Kopf (ein alles erschlagendes Hügelmeer an weißen Grabeskreuzen zum Gedenken an die Gefallenene unsäglicher Kriegswut) und zwei Stunden am Stück bei besten Weinen, verwöhnt von hübschen Elsässer Mädeln, in einem Dorfgasthof vom feinsten dinierten, wo es hier bei uns vielleicht noch gerade so eine Dönerbude gibt.
      Gruß Jogi
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      oldiefan schrieb:

      schön, dass Du das gefunden hast! Auch wenn die alte SABA nie mehr zurückkommt - leider.


      Hallo zusammen,

      wenn man, so wie ich, bei einem alteingesessenen Unternehmen, es wurde 1886 gegründet, arbeitet, auch dann wird man feststellen, selbst wenn das Unternehmen durchgehend existiert hat, dass von dem, was früher war, nichts mehr übrig ist, was zurückkommen kann. Das was war, findet man im Archiv, oder im Museum. Selbst die altgedienten Mitarbeiter gehen nach und nach in den wohlverdienten Ruhestand und mit ihnen geht viel Erfahrung und Wissen. Aber immer auch ein Stück Persönlichkeit. Und die vielen Neuen bekommen das gar nicht mehr mit, wie das mal war und es interessiert diese auch nicht sonderlich. Ist aber auch für den Bestand des Unternehmens erstmal nur zweitrangig- Hauptsache die Mitarbeiter arbeiten motiviert an ihren Aufgaben.

      So wäre das heute mit Saba auch, nicht mehr mit früher vergleicbar. Aber ein dringend nötiger Wandel hat bei Saba leider nicht stattgefunden. Ist ja im Rückblick auch immer einfach darüber ein Urteil zu fällen. Aber so einen Wandel mitzugestalten das ist die Schwierigkeit. Das wollen die Wenigsten wirklich erkennen, mittragen und mitgestalten, weil es ja was Neues, Unbekanntes ist.

      Wir leben in äußest spannenden Zeiten.

      Grüße
      Geht nicht - gibt's doch!
      Hallo Jogi,

      ja das alles kannst Du noch mal wiederholen. Gibt es so noch - auch noch heute.



      Hallo Aller,

      das ist wohl wahr. Wir vergessen/verdrängen die unschönen Teile, die es ja auch zu jeder Zeit gab. Das verstärkt unsere positiven Erinnerungen. Da sind wir alle ein wenig sentimental.
      Und natürlich verändern sich Unternehmen - wir erleben das um so stärker, je älter wir werden, weil wir mehr Vergleiche ziehen können, und die fallen zumeist positiver für die Vergangenheit aus - siehe Satz 1.

      Das so banal klingende "früher war alles besser" stimmt zwar so nicht, aber wir fühlen das ja dennoch so, vielleicht auch, weil wir früher noch nicht so hinter die Kulissen schauen konnten und noch leichtgläubiger waren als im Alter. Das wird über alle Generationen so bleiben. daran ist auch nichts falsch.

      Ich war mal Mitglied in einem Industiegremium für die Erarbeitung Vereinbarung technischer Normen. Die meisten der dort damals vertretenen Firmen gab es 10 Jahre später nicht mehr. Dabei waren Namen wie Telefunken, Valvo, usw. Damals hat sich keiner vorstellen können, dass es die in relativ kurzer Zeit nicht mehr geben wird.

      Gruß
      Reinhard
      Servus zusammen an Alle, die an die vergangenen Zeit denken. Ja, es war nicht immer alles gut in der Vergangenheit, aber die Menschen in unserem Land waren weitgehend zufrieden und hatten Arbeit. Diejenigen, die den Unternehmervirus im Blut hatten und Mut und Engagement, starteten erfolgreiche Unternehmen und waren bis zu einem bestimmten Punkt erfolgreich, weil Qualität und Kundenorientierung im Zentrum ihrer Unternehmensphilosophie war. Es gab auch Unternehmen, die untergingen, weil keiner der genannten Punkte erfüllt waren. Aber dann kam der Ausbruch eines gnadenlosen Kapitalismus, der alle Erfolgsrezepte in Fragen stellten. Plötzlich war Geiz geil und die Kunden kauften nur den Billigkramm. Qualität wurde und wird ihnen vorgegaukelt. Wichtig war und ist der bilanzierte Erfolg eines Unternehmens. Der schnöde Mammon hat augenscheinlich gesiegt. Unser Land hat verloren, weil wir in einem Hochlohnland leben und diejenigen Länder, die Erfolg haben, sind die, die Menschen ausgebeuten. Unternehmen, wie SABA, sind verloren, wie viele Andere auch. Aber sollen wir damit einen Totengesang anstimmen? Ich finde: Nein, jetzt erst recht! Denn Deutschland hat viele kluge Köpfe! Nur unsere politischen Vertreter müssen ganz andere Schwerpunkte in ihrer täglichen Arbeit in den verschiedensten Parlamenten setzen. Diese ewigen, unfruchtbaren Debatten und Streitereien, bringen das Land nicht weiter. Und Deutschland hat es verdient, an der Weltspitze zu stehen! SABA war in der Geschichte das beste Beispiel.
      Früher war alles besser,
      nur eines ist heute besser - die Moral ist schlechter.

      Zur Politik gibt es nur noch ein Motto aller bisher an Regierungen beteiligten Parteien von ganz Links bis Mitte
      - Zurück in die Steinzeit! -
      Errungenschaften weg, Evolution weg, Kultur weg, Recht auf Leben und Unversehrtheit weg, Gewaltmonopol vom Populus übertragen an die Exekutive weg, stattdessen Rotfrontparolen und gesellschaftliche Vernichtung gegen alles was selber denken kann oder will ...
      (Raucher - Nazis, Autofahrer - Nazis, Fleischesser - Nazis, Nichtislamisten - Obernazis)




      Gruß Jogi
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      [frei nach W. Reus]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Jogi schrieb:

      Früher war alles besser,
      nur eines ist heute besser - die Moral ist schlechter.


      Ich muss Dir, Jogi, hier wirklich widersprechen:

      Kann ich ganz sicher so nicht sehen und würde ich auch nicht so verallgemeinern. Vielleicht war es früher nur besser verborgen oder wurde Schlichtweg ignoriert.
      Aber wenn ich nur Namen und Begriffe wie FJS, Flick Affaire, Amigo Affaire, Schalck-Golodkowski, Mielke, Honnecker, Filbinger, Waldheim, Hermann Esser,... höre, und wie lange noch solche viele belastete NAZIs in der Nachkriegszeit wichtige Ämter und Positionen in Industrie, Juristerei und der BW innehatten, das sind für mich Inbegriffe der wirklich schlechten Moral. Und die "oberen" prägen genauso wie früher die "unteren". Ich glaube nicht, dass es überhaupt jemals eine gute Moral gegeben hat. Ist aber für mich eh zweitrangig. Denn jeder Mensch hat die Wahl sich moralisch zu verhalten.

      Hans Hüttinger schrieb:

      weil Qualität und Kundenorientierung im Zentrum ihrer Unternehmensphilosophie war


      Mein Physikprofessor war über viele Jahre bei Telefunken Ulm in der Röhrenentwicklung tätig. Dieser Geschäftsbereich wurde so schnell abgewickelt, dass viele der altgdienten aber hochqualifizierten und hochbezahlten Ingenieure keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr hatten. Und das obwohl Qualität und Kundenorientierung stimmten.
      Und woran lag es? Weil die Reife der Halbleitertechnik nach und nach die Röhrentechnik aus nahezu allen Bereichen verdrängen konnte. Und das war kein Dikatat der Politik, kein Gemauschel, also auch nicht unmoralisch, es war einfach so dass das Bessere der Tod des Guten war.
      Und wer dann jahrzehntelang Röhrentechnik entwickelt hat wollte sich meist nicht mehr in die Halbleitertechnik einarbeiten. Nahm dann Vorruhestandsregeln oder andere Tätigkeiten an. So zumindest sein damaliges Statement. Und woher kamen dann die Ings, die dann die Halbleitertechnik entwickelten? Klar, meist frisch von den Hochschulen, mit dem Fokus auf der neuen Technik, das Vergangene, also die Röhrentechnik, wurde von einigen Verbliebenen noch so lange bewahrt, bis die letzte Röhre vom Band gelaufen war. Und das wars dann. So, oder so ähnlich lief das mit ganz vielen Dingen, Reiheneinspritzpumpen, Glühlampen, mechanischen Uhren, Waagen...

      Auf der einen Seite mag ich es mich mit den Dingen aus der Vergangenheit zu beschäftigen. Dazu gehören Saba Radios, und auch andere Dinge, wie alte Motorräder...

      Auf der anderen Seite finde ich es wirklich sehr spannend beruflich an neuen technischen Dingen mitzuarbeiten und diese mitzuentwickeln.
      Hat allerdings nix mit Radios oder Funktechnik zu tun, das dient wie erwähnt nur dem Ausgleich. Und jetzt gehe ich mit meinem Sohn in meine kleine Bastelwerkstatt und wir werden noch einen schönen Abend genießen.
      Geht nicht - gibt's doch!
      Hat ja schon wieder aufgehört, Andreas :saint:

      Zu den beruflich spannenden Zeiten.

      Die sind immer, auch früher schon. Ich hatte in meinem Erwerbstätigenleben nie Langeweile.

      Schule war damals früh aus, nicht wie heute. Mit Dreizehn war ich im Praktikum - Radioabteilung eines großen Kaufhauses - und mit Vierzehn in der Arbeit. Daneben gejobt, Abendschule und mit Siebzehneinhalb nicht nur den Abschluß im Ranzen sondern alle Zettel mit Prädikat und guten Noten dazu um zu studieren zu können.
      Ab da habe ich nie mehr etwas in Angriff genommen das nur sein mußte aber keinen Spaß machte.
      Wurde mir eine Sache langweilig, dann wurde was neues angefangen, mehr als vierzig Jahre mit dem gleichen Gesäß auf dem gleichen Stuhl wäre nichts für mich gewesen.
      Bis zum Abschied in den Ruhestand hab ich jede neue Technik mitgemacht, vornean zumeist, noch ehe es dafür überhaupt die passenden Berufsbezeichnungen gab. So auch in Sachen EDV, als andere schon innerlich mit dem Berufsleben abschlossen bin ich damit nochmal durchgestartet.

      Das gute Alte hab ich nie aus den Augen verloren, es wird nichts Gutes nur deshalb schlecht, weil es alt wird.
      Die letzte Elektronenröhre ist auch noch lange nicht vom Band gelaufen, nur das die Anlagen zur Herstellung heute woanders stehen und wohl mehr auf Verschleiß laufen als vor fünfzig Jahren. Es wurde sogar anderswo noch neu daran entwickelt als hier bei uns schon jeder nur noch damit beschäftigt war, röhrenhaltige Geräte wegzuwerfen, entwickelte man in der SU noch ganz neue, winzig kleine Röhren ohne raumgreifende Gitterkonstrukte, beinahe kalt und ohne hohe Heizleistungen.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Da bin ich sogar mal vorbei gefahren, muß so vierzig Jahre oder mehr her sein.
      Von Freudenstadt zum Gutachtal führt da ein kleiner idyllischer Schleichweg her (führte damals).
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
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      [frei nach W. Reus]
      Genau, da kommt man da lang, und die Strecke gibt's noch. Idyllisch trifft's recht gut. Man ist da "ab vom Schuss" ... hat aber trotzdem eine der besten Bibliotheken der Welt (zaehlt zu den 5 besten weltweit), und alles (!) on shelf. Teilnahme "on invitation only" --- und zu einem Meeting dort mitten im Schwarzwald kommen dann in der Regel Leute aus aller Welt, oft von allen 5 Kontinenten. Oft kopiert, nie erreicht ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Und ich danke für die Quelle. Dass die Marke Saba mal wieder jemand anderem gehört, der damit alles von der elektrischen Zahnbürste bis zum Notebook vermarktet, interessiert mich nicht weiter, euch offenbar auch nicht (was soll's auch), aber die Prospekte sind prima. Die meisten hatte ich schon (digital), aber eben nicht alle.

      VG
      Stefan
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