Saba 9240 S kein Ton!

      Saba 9240 S kein Ton!

      Hallo,

      Habe hier einen optisch super erhaltenen Saba 9240 S, bei dem ersichtlich die eine Endstufenplatine defekt ist.Diese habe ich mal abgelötet aber das Gerät bringt absolut keinen Ton von sich.Da müsste doch wenigstens am anderen Kanal was zu hören sein.Oder liege ich da falsch? Die Beleuchtungen und die Druckschalter funktionieren alle.Laut Schaltplan sollte auf dem Grundboard 2 Sicherungen sein.Die sind bei dem Gerät nicht vorhanden. Beim Einschalten kommt auch kein Relais klacken.Die Ausgangsspannungen (12V,15V usw.) auf der Netzplatine sind vorhanden.Ich habe noch eine funktionierende Endstufenplatine die ich aber noch nicht einbauen will,da ich befürchte ,daß da noch was im argen ist.Wer kann mir da helfen wie ich vorgehen muß um das schöne Gerät wieder zum laufen zu bringen.

      Anderl :(
      Klar sind auf der Netzteilplatine keine Sicherungen (keine 5x20 Schmelzsicherungen), weil der 9240S keinen Frequenzzähler hat.
      Aber am Rand die beiden Sicherungswiderstände 10 Ohm und 1 Ohm - die hat er. Einer für die 12V und 15V, einer für die 45V.
      Wenn einer davon durchgebrannt ist, hat es einen Grund in Form eines weiteren, des eigentlichen Defekts.

      Da die 12V und 15V vorhanden sind, bleibt nur der Ausfall der 45V Spannung etwa durch einen Schluss im 470µF oder im Gleichrichter.
      Auf der Grundplatine gibt es noch einen Sicherungswiderstand für die 12V der Relaissteuerung. Er muss auch geprüft werden, der Selenbrückengleichrichter daneben MUSS ersetzt werden, wenn noch vorhanden. Sonst zieht das Lautsprecherrelais nicht an selbst wenn alles andere in Ordnung ist.
      Achim

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      Der Logik nach kann beides zusammen nach dem Ausschlußverfahren nicht sein,
      alle, wirklich alle!, also alle alle Spannungen da und richtig, aber garnichts zieht und garnichts spielt und keine Stufe zeigt irgendein Fragment einer Funktion. Nebensachen wie Zeigerausschläge und Indikatoren-Reaktionen auf logisch zusammanhängende Ereignisse, die man einfach mal ausgelöst hat durch Tastendrücke und Räderdrehen ...... na? Nix? Merkwürdig!
      :D <3 :saint:
      /ironieaus

      Sicherungselemente sind nicht nur immer kleine durchsichtige Glasröhrlies, Spannungen sind nicht immer alle da, wenn man sie nur als anwesend vermutet, auch das letzte Transistörchen will noch Strom haben und der muß bis dahin gelangen können.

      Mein Tip wäre es definitiv die Betriebsspannungen mit dem Plan vor der Nase vom Netzteil aus durch alle Stufen bis ganz am Ende nachzuhalten, jede muß da sein, jede muß stimmen, das macht etwas Arbeit, etwas nur aber unausweichlich. Es kann jederzeit irgendwo ein Bauteil eine Spannung nicht passieren lassen, oder sie herunterziehen.
      Die Endstufen-Mittelspannung am Ausgnag wäre auch so ein immanent interessanter und wichtiger Wert. Das Schutzrelais, wenn es ein solches gibt, wird niemals anziehen, wenn die Mittelspannung keine solche ist. Das kommt auch wiueder alles nicht von ungeföhr, sondern es ist ein Indikator wo man nach diesem Fehler suchen muß, nämlich im Netzteil - doch nicht alle Spannungen da und korrekt und dadurch die Endstufe völlig schief im Spannungsrahmen? Oder in der Endstufe selber - durchdiffundierte Endtransistoren?
      Ich würde da aussagekräftige Fakten schaffen, durch das Internet kann man nicht fern-sehen ohne Fakten.
      Gruß Jogi
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      Hallo,

      Es ist nun so,daß beim erstmaligen Einschalten kein Ton kommt.Betätigt man den Netzschalter ein zweites oder auch drittes mal klackt das Relais auf der Platine und der eine Kanal läuft wunderbar mit der einen verbliebenen Endstufe.Danach kann man beliebig oft das Gerät ein und aus schalten das Relais zieht immer an und der Receiver läuft.Schaltet man das Gerät nun ab und zieht die Relaisplatine geht das ganze von vorne los und der Receiver läuft nur nach dem zweiten oder dritten Einschalten.Es ist schon sehr seltsam aber so ist es nun mal.Noch jemand eine Idee?

      Anderl ?(
      Hallo Anderl,

      ja damit kann man was anfangen!

      Damit der Saba 924x einschalten kann, muss vom Gleichrichter D2321 auf der NF-Hauptplatine (ein kleiner quaderförmiger schwarzer Selengleichrichter) C686 (47µF Elko) auf der Relaisplatte aufgeladen werden. Offenbar gibt es damit beim erstmaligen Einschalten Probleme. Jedenfalls wird offenbar C686 nicht zügig geladen.

      Achim hatte deshalb ja schon geschrieben "Auf der Grundplatine gibt es noch einen Sicherungswiderstand für die 12V der Relaissteuerung. Er muss auch geprüft werden, der Selenbrückengleichrichter daneben MUSS ersetzt werden, wenn noch vorhanden. Sonst zieht das Lautsprecherrelais nicht an selbst wenn alles andere in Ordnung ist."

      Der zu prüfende Widerstand ist R2321 (2,2 Ohm). Er ist mglw. hochohmig oder höherohmig (>2,2 Ohm) geworden, oder eine seiner Lötstellen schlecht, oder der Selengleichrichter D2321 defekt oder C2322 hat einen Feinschluss.

      Reinhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „oldiefan“ ()

      Wenn das Relais mal anzieht und mal nicht, kann es auch daran liegen, dass die Schutzschaltung es verhindert, weil zum Beispiel am Ausgang der Endstufe Gleichspannung auftritt.
      Du solltest die Treiberbausteine genauer anschauen und dort die Standardarbeiten erledigen, Tantalelkos, Trimmpotis, Elkos mit zu knapper Nennspannung etc. (eigentlich alle Elkos auf den Treiberpolatinen)
      Dann den DC-Offset mit den Trimmern auf den Treiberbst. bei abgeschalteten LAustprechern auf genau 0V enstellen und schauen, ob dann das Relais zuverlässig einschaltet.
      Achim
      Hallo zusammen,

      Kleiner Tipp zum Betreiben nur einer Seite: Das geht bei diesen Geräten durchaus, wenn das jeweilige Treibermodul mit abgezogen wird. Die Relaisschutzschaltung bekommt bei ausgelöteter Endstufe unter Umständen darüber eine Gleichspannung vorgesetzt und gibt dann die Ausgänge nicht frei.

      Viele Grüße,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)