SABA Villingen 11

      SABA Villingen 11

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      Habe ein SABA Villingen 11 erworben. Hat kleine Macken. Bevor ich das Gerät zerlege, kann mir vielleicht jemand mitteilen, wie ich das abgerissene Seil zur Senderwahl reparieren kann.
      Derzeit stelle ich den Sender von hinten am großen Stellrad ein. Sonst funktioniert das Gerät ganz gut, nur am Anfang, bis es warm ist, gibt es starke Gräusche.
      Gruß vom Bodensee
      Günter

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      Hallo Günter,

      zum Skalenseil: Kannst du ersetzen (zugfeste Kunstfaserschnur, für Schuhe geeignetes dickes Garn) gemäß Seillaufplan. Der ist im Service Manual enthalten (kann das jemand scannen? Mein Scanner ist defekt. ODer schau mal hier im Downloadbereich, ob das Manual doprt enthalten ist (Villingen 100 oder 125 müsste in der Hinsicht gleich sein). Ist aber Fummelarbeit!

      Zum Geräusch: Was für ein Geräusch? Brummen? Krachen? Wenn Krachen, ist das von der Stellung des Lautstärkereglers unabhängig? Kracht es auch inerhalb der ersten 10 (!) Sekunden nach dem Einschalten? Dann setz das Gerät mal mit gezogener Röhre ECL 82 in Betrieb. Schweigt es jetzt?

      Generell: Dein Villingen ist von 1960/61. In dieser Zeit wurden noch problematische Kondensatoren verwendet, die es zu tauschen gilt. Aber nicht alle und blind. Setz hier mal ein aussagekräftiges Foto von der (entstaubten) Platine, besonders den Bereich rund um die ECL 82 ein.
      Und nein, da fehlt keine Röhre, die siebenpolige Röhrenfassung gehört so.

      VG Stefan

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      Hallo Stefan,
      danke für Deinen Beitrag. Ich bin in diesem Forum neu. Habe das Gerät erst vor ein paar Tagen erworben. Ich bin kein Elektroniker, bin Maschinenbauer.
      Beim Einschalten ist für ca. 15 Sekunden ein Krachen und Brummen, anschließend läuft alles super. Ich habe keine Ahnung ob das normal ist. Kann damit leben.
      Bei dem Seil handelt es sich um die Führung. Es ist das Seil zur Einstellung des UKW Bereich, derzeit stelle ich den Sender von hinten manuell ein. Ich habe versucht zu verstehen, wie die Führung des Seiles zu machen ist, leider jedoch ohne Erfolg.

      Gruß Günter

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      Hallo Günter,

      ich weiß nicht wie viel du schon über alte Röhrenradios gelesen hast, aber ich habe den Eindruck bisher nicht so viel, deshalb:
      - Wie Stefan schon schrieb wurden in den Röhrenradios viele mit teerähnlichen Substanzen vergossene Papierkondensatoren verbaut. Diese sind Ausfallkandidaten und sollten unbedingt getauscht werden. Sie können Ursachen für Kurzschlüsse sein, die zu Bränden oder Stromschlägen führen!
      - Außerdem herrschen in Röhrenradios sehr hohe Spannungen, die die Netzspannung übertreffen und somit bei falschen Handgriffen absolut lebensgefährlich sind!
      Gruß Alex

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      Hallo Alex,
      habe noch garnichts über Röhrenradios gelesen, ist für mich absolt neu, bin Maschinenbau-Ingenier, kein Elektroniker. Das derzeitige Hauptproblem ist die Verlegung des Seiles für die Regelung des UKW Bereichs. Eas handelt sich um das Seil von der Fronteinstellung auf das Rad zur Einstellung der UKW-Frequezen. Die Gefährlichkeit der hohen Spannungen ist mir bekannt, jedoch nicht mein Problem. Sollte das Krachen und Rauschen, dauert doch ca. 45 sec. lang, durch wechseln der Kondensatoren behoben sein, ist mir jedoch nicht bekannt, welche zu wechseln sind.

      Gruß Günter

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      Hallo Günter und Mitleser,

      der Villingen 11 ist doch eher als problemloser Kandidat einzustufen. Krachen und Knistern würde ich jetzt erst mal auf schlechte Kontakte im Tastensatz oder schlechter Kontakt in den Röhrenfassungen schieben, bevor eine Kondensatortauschorgie beginnt.

      Ich habe dir mal den Seillaufplan angehängt, ist gar nicht so schwer - zwei Valium und ein gutes Weißbier und alles läuft...
      Wenn Fragen sind einfach melden !

      Gruß, Dieter
      Bilder
      • seil_vill_11_fm.jpg

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      Hallo Günter, als Ing. bist du gewöhnt daran wie man sich einem neuen Gebiet nähert, da habe ich garkeine Bedenken.

      Das Krachen kann von Feinschlüssen innerhalb von Kondensatoren kommen, das wurde schon vermutet.
      Es kann auf durch Hitze gelöste Lötstellen an den Röhrenfassungen liegen.

      Es ist aber auch eine oft erlebte Möglichkeit das die Röhrensockel und Fassungen nicht ordentlich kontaktieren aufgrund von Oxydation. Feststellbar ist die verursachende Röhre indem man die Verdächtigen im Betrieb leicht bewegt und damit die Kontaktpositionen zueinender verschiebt. Die gefundene Röhre kann man als mildestes Mittel ersteinmal mit einem weichen Bleistift-Radiergummi an ihren Sockelstiften blank machen.

      Bloß kein "Itchiglitschi" unbekannter Zusammensetzung ransprühen, das kann einen Fassungswechsel verursachen.

      Je näher zum Lautsprecher die Röhre liegt desto eher stört nur das Krachen, je weiter zum Frontend desto eher gibt es massivere Betriebsstörungen.

      Seilauflegen ist unbeliebte Fleiß-Fummel-Arbeit, aber eigentlich gut zu schaffen.

      Das Netzteil muß man mit Vorsicht bearbeiten, davon hängt die elektrische Sicherheit ab, insbesondere die Primärseite - Sicherungshalter und Schalter/Kontakte müssen tiptop sein, hier dürfen inkonsistente Kondensatoren mit keinerlei Rücksicht behandelt werden, sie sind "sicher vor original" zu behandeln.
      Gruß Jogi
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