Suche: Schlüssel für Schauinsland T704/ T705

      Suche: Schlüssel für Schauinsland T704/ T705

      Hallo,

      bin auf der Suche nach dem "Zündschlüssel" zum Schauinsland T704 bzw. T705.

      Das ist das Ding, das vorne in der Mitte eingesteckt wird um das Gerät einschalten zu können.
      Ohne diesem kann ich leider nicht ins Land schauen ;)

      Denke zwar, dass es aussichtslos ist danach zu suchen, aber wer weiß.

      Gruß
      Andal

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „da_anda“ ()

      naaaaaa, da sima aber frohhhh. :D hahahahahaha

      Für was hat dern Schlüssel der Fernseher. Waren die damals schon so Egos die Eltern, das der Nachwuchs nicht das Gerät alleine einschalten durften??
      Komische Leute damals. 8|
      Grüße <3 Mia <3

      Ich kann nicht beeinflussen, was andere über mich denken.
      Aber ich kann entscheiden, ob es mich interresiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Die soziologischen Umwälzungen der Gesellschaft von vor 50 Jahren bis heute sind so enorm das sich das vielleicht kaum jemand nachgeborene(r) mehr vorstellen kann, aber:
      Früher war der Herr des Hauses der Herrscher über alle Lebensbereiche der kleinsten Zelle der Gesellschaft, der Familie. So war der Papa auch derjenige der sich die Schlüsselgewalt über den "Hausaltar", der oft das kostspieligste und komplizierteste technische Gut im Haushalt war, vorbehielt.
      Er bestimmte über die Benutzung, die Nutzungsdauer, das anzusehende Programm im Pantoffelkino.
      Damit diese Vormachtposition undiskutierbar war gab es den Schlüssel zum Fernsehschrank.
      Der Filius oder die Filiusine durften nur das Bedienteil des Gerätes anfassen um die Programme umzuschalten, wenn es überhaupt etwas zum Umschalten gab, es gab ja zumeist nur einen Sender, und zum Regulieren des guten Tons, natürlich alles auf genaues Geheiß und nicht nach Lust und Laune. Die damalige Fernbedienung hieß folglich Hermann oder Friederike, sie ermöglichte dem Herrn im Haus sein Paschaleben auf der Flätzcouch.

      In Arbeitsumgebungen war klar das auch da einer war der die Macht über den evt. vorgehaltenen Dienstfernseher inne hatte.

      Man muß nicht weiter ausmalen, so ein Schlüssel war Machtinstrument und außerordentlich wichtig.
      Heute kann man anstelle dessen ein Paßwort eingeben um sich über seine soziale Zelle zu erheben.
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
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      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      bei Deiner Erklärung kommen mir zwei Erinnerungen:

      1. Meine Arbeitskollegin, Mutter von zwei Söhnen, tauchte oft in der Ferienzeit mit einem Beutel voller elektronischer Belustigungsutensilien im Büro auf, inklusive der Fernbedienung des TV-Gerätes, um ihre damals 11 und 13 Jahre alten Sprösslinge vor der einschlägigen Zeitverschwendung zu schützen. Damals hätte es der Schlüssel getan.

      2. In meinem Freundeskreis existiert das Synonym "Die schwarze Macht" für die TV- Fernbedienung. Wer sie in den Händen hält, bestimmt das familiäre Abendprogramm. Ich persönlich musste mich als Heranwachsender bei derlei Gelegenheit auch schon manchmal durchs Musikantenstadel quälen.
      Meine Kinder hingegen fordern heutzutage lautstark einen anderen Sender, wenn die elterlichen Interessen nicht mit dem ihrigen übereinstimmen. Das zentralistische Machtgefüge hat innerhalb weniger Jahrzehnte gehörige Risse bekommen.

      Viele Grüße,
      Christian
      **************************************************
      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)
      Ja, da gab es sicher noch mehr Joysticks als nur die Fernseh-Fernbedienung.

      Diese tauchte im Übrigen auch erst sehr spät bei uns im Familienkreis auf.
      Zusammen mit dem ersten persönlichen Farbfernseher - beruflich gab es da schon fast nichts anderes mehr - ca. Ende der Siebziger schauten wir in s/w. Das bildet das Vorstellungsvermögen, macht Kriminalfilme erst richtig spannend, wenn die Ausleuchtung professionell und durchdacht ist, es verführt natürlich auch weniger zum Bunti-Flimmerrausch als Ersatzbefriedigungsverhalten, das kleine Kinder davon Schaden nehmen ist damals auch schon bekannt gewesen, die wurden damals noch "zappelig" und "nervös", heute gibt es dafür ein Fachwort wie für praktisch alles.

      Der Fernseher war bei uns auch kein Hausaltar.
      Er war weder immer verfügbar noch immer sichtbar und dominierend im Raum.
      Unser Familien-Fernseher war immer in einem massiven Schrank und hinter Türen die ihn komplett aus dem Zimmer ausblendeten - abgeschlossen waren die Schranktüren nicht, es wurde auf Vernunft gesetzt und Selbstbeschränkung der Größeren, die Kleinen hatten am Fernsehen garnichts verloren, es sei denn es lief die Kinderstunde und ein Erwachsener oder sein Vertreter saßen mit dabei, Kleinkinder sind schnell prägbar und verstehen nicht alles richtig.

      Um geladenen Besuchern ihre selbstverständliche Vordergrundrolle zukommen zu lassen wurde mit dem Betreten der Wohnung durch Besuch unser Fernseher generell abgeschaltet und hinter den Schranktüren verdeckt. Ich hasse selber nichts mehr als auf Besuch bei irgendwelchen Proleten gegen eine Nervreklame anschreien zu müssen - wobei ich diese Klasse Leuter eh meide und mir sowas maximal einmal zugemutet wird und dann nie wieder.

      Nein, wir sind nicht durchgängig mustergültig, was dies anbelangt. In einem näheren Verwandschaftszweig herrschen all diese benannten Unsitten und ich sehe zu das ich nicht zu Dummeleute-Fernsehzeiten dort hereinschneie, ich würde mich sonst demonstrativ mit meinem Stuhl direkt rücklings vor die Glotze setzen, und mein Körperbau ist geeignet das dann keiner mehr im Raum etwas sehen könnte.

      Als Einer vom Fach hatte ich natürlich mehr als nur diesen Fernseher, das steht aber auf einem ganz anderen Blatt.

      Ich sehe das eigentlich in allen Belangen ähnlich - ich versuche mich mit realen Bedürfnissen real auseinander zu setzen und Ersatzhandlungen, die dem Leben die natürlichkeit nehmen maximal zu sabotieren.
      Daher höre ich auch Radio in einem (Koffer, Tisch, Kabinett) Radio (neumodern in a box), und besondere hifigetreue Darbietungen mit voller Aufmerksamkeit über eine entsprechende Anlage. Niemals höre ich nebenher über eine gute Anlage dummes Gequatsche von Moderatoren oder Verbrauchs-Berieselungsmusik. Ich will das Info-Radio, der Laberfunk aus der Region usw. denen ich nicht konzentriert lausche in ihrer kleinen Kiste bleiben und nicht das gesamte Zimmer füllen.

      Mit der Macht hatte ich es nicht so, auch beruflich nicht, meine Rolle als Leiter diverser Dinge war meist moderierend, jeder der keine Lust hat kann bleiben wo der Pfeffer wächst und mitdenkende, konstruktive Leute brauche ich nicht zu scheuchen, die suchen sich schon ihre Arbeit wenn sie wissen was auf dem Zettel steht, für Neue war das nicht immer sofort ganz leicht, aber so bilden sich schlagkräftige und denoch gut gelaunte Teams mit enormer Effizienz. Natürlich gilt das auch zuhause.
      Gruß Jogi
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      Ein Schlüssel für's Internet, das wäre doch mal was ... ;) aber Stop -- das ist ja gerade, was man in China irgendwie gerade probiert. Da schaltet man ja sogar die Tagesschau ab, wenn über bestimmte Plätze berichtet wird ... wir leben schon in komischen Zeiten.

      Also, die Idee ist nicht neu, und nicht vergessen. Kommt alles in veränderter Form wieder ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Michael, du hast recht, komische Zeiten.
      Würde ich weiter ausholen dann würde es vermutlich wieder zu unerwünschten politiknahen Diskussionen kommen, deshalb nur kurz um es nicht ganz unbeantwortet zu lassen.

      Das Internet ist geframed, nicht nur in China auch und gerade hier bei uns. Deutschland hat neben Nordkorea und China die schärfsten Internetfilter, viel mehr bspw. als die immer so sehr als Law-and-Order Land verschrienene USA. wenn die meisten hier im Lande wüßten wie wenig sie hier vom Internet und seinen Inhalten von einer in sich geschlossenen politischen Kaste gewollt sehen dürfen...

      Alle Medien in Deutschland sind geframed, weit über das Internet hinaus.

      Es ist nur immer ein einziger politisch gewollter Blickwinkel auf alle elementaren Dinge des Lebens überhaupt unangefochten und unter dem Joch des Infarme-Lebens möglich, alle anderen Blickwinkel werden sozial geächtet und bis hin zu Berufsverboten und Zerstörung der bürgerlichen Existenz bestraft, Klassenkeile oder Spießrutenlaufen oder wie man das immer auch nennen will.
      Selbst in düstersten totalitären Zeiten im Land war es noch nicht, so wie heute, technisch so unauffällig möglich gleichzeitig zu framen und dabei den Rahmen (Frame) selber so gut vor der dumpfen, taubblinden Mehrheitsgesellschaft zu tarnen.
      Wer in der Matrix steckt, der sieht die Matrix nicht, wenn er sich keine Mühe gibt sie zu sehen.
      Wenn er die kleinen Ungereimtheiten und Löcher in der Darstellung der geframten und als reine Simulation laufenden Scheinrealität nicht wahrnehmen will, obwohl sie immer wahrnehmbar sind für Leute die sich kritisch damit auseinandersetzen.
      (gelungene filmische Umsetzung zum hinter die Ohren schreiben: R.W.Fassbinder - Welt am Draht von 1973)

      "Mir geht es ja noch ganz gut", "Ich kann ja noch nicht klagen", "Hauptsache es gibt Bier und Sportschau" sind solche typischen Lebensauffassungen bei denen einem eigentlich die Ohren klingeln müßten, sind es doch Aussagen die in allen totalitären Umgebungen für die Masse der Schafe gelten können. Und davon gibt es in jeder Gesellschaft und jeder noch so kleinen sozialen Gruppe fast immer eine Anzahl die die 50% überschreitet und damit die Lethargie und Selbstbeharrungskräfte selbst schlimmster Regime stützen und fördern.

      Das Internet, um wieder die Kurve zurück zu ziehen, war mal eine ausgezeichnete Idee, damals war es völlig unreguliert, völlig unbeeinflußt von Klassen, Rassen und Möchtegern-Elitären.

      Es gibt den guten alten Satz:
      Wenn du wissen willst wer dich regiert dann schaue wen du nicht kritisieren darfst.
      oder für das Internet:
      wenn du wissen willst wer dich zensiert und dumm und klein hält dann achte drauf wer deine Datenspuren sammelt, auswertet und in ihm genehme Kanäle leitet.
      Gruß Jogi
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      Eigentlich war mein Eindruck bisher, dass man hierzulande nicht genug versteht, wie das Internet ablaeuft, um es so zu regulieren. Aus meiner Sicht ist ein wirklich grosses Problem, dass jeder jeden nur erdenklichen Mist behaupten kann, der dann wieder von vielen anderen aufgegriffen und multipliziert wird.

      Was lesen wir doch alles fuer einen Unfug zu technischen Dingen etwa, oder zu Fragen, die man wissenschaftlich behandeln kann. Aber nein, es werden irgendwelche Meinungen als Fakten dargestellt, auf allen Ebenen. Das macht mir schon Sorgen. Eigentlich mehr als die "Regulierung" (so es sie denn systematisch geben sollte, was ich eher bezweifele).

      Hier ist ein guter Spruch, der eigentlich erschreckend oft stimmt: Bevor man eine Verschwoerung vermutet, soll man erst einmal pruefen, ob es auch das Ergebnis von Dummheit sein kann ... hat schon oft gestimmt ...


      Aber wir sind hier im Saba-Forum, da geht es um Fakten rund um die Elektronik, und vielleicht um Meinungen dazu, aber im Kern bleiben wir hier doch im Umfeld der Tatsachen ... und das soll auch so bleiben (bis man uns abschaltet ... ;)

      Michael
      Du sprichst da einen Punkt an, Michael, den man als Menetekel auffassen kann.
      Das Internet kennt so ziemlich alles, aber keiner weiß wo es ist und wie man daran kommt.

      Das hat nicht zuletzt die Ursache in pekuniären Interessen, ich schrieb ja - das Internet war mal ein Ort größter Freiheit, selbstregulierend, selbstverwaltend, unzensiert und unzensierbar. Das ist vorbei seit sich die Geldsäcke darauf gestürzt haben.
      Außerdem ist es ein Problem der Breitentauglichkeit, so wie andere Medien auch - eine größere Breite führt bei allen Dingen zu einer geringeren Tiefe. Die Möglichkeit Geld mit etwas zu machen führt automatisch zum Anstreben einer möglichst großen Breite und da der breiten Masse es schlicht und einfach an Intelligenz mangelt geht die Tiefe dabei verloren.

      Was war das Dümmste das bei weniger breit angelegtem Fernsehgebrauch vor vielleicht 50 Jahren gesendet werden konnte? Und heute??
      Man kann sich die Beispiele überall zusammen suchen, will man Masse dann verliert man die Klasse.

      Fragen über Fragen und die Antwort ist einfach, das Internet wird täglich breiter und breiter = dümmer
      und alles schön dirigiert von Habgier und Raffsucht.
      Eigentlich könnte man das Internet abschalten da inzwischen alle Zwecke seiner Erschaffung ins Negative verkehrt wurden.
      Man sieht es an den ungeschriebenen Grundgesetzen des Internets.
      Vermittle Neues, bereichere die Allgemeinheit mit deinem Wissen, setze deinen Mitposter niemals ins Subjekt (auf gut simpeldeutsch - schei*e niemanden in Persona an, führe niemanden am Nasenring vor usw.) usw. wo findet man das heute noch im Internet.

      Hier bei uns im Forum mag es noch die Grundidee vom Ganzen sein Wissen zu teilen und uneigennützig zu helfen, aber auch hier schneien gelegentlich Figuren herein die nichts anders vorhaben als zu spalten und ihre Mitposter ins Subjekt zu setzen um sich dadurch in irgendeiner vollgerußten Ecke ihres Egos besser und erhabener zu fühlen.

      Ja, ich bin fast sicher, das Forum wird sicher bald von Oben abgeschaltet, es ist einfach anachronistisch wenn man über die Menge und die Klasse der allermeisten Beiträge mal ein Gedankenband legt, das darf doch nicht sein in der heutigen Zeit, oder?

      Die Technik ist im Übrigen nicht das Problem, ich behaupte mal das jeder der ein Auto rückwärts einparken kann ohne dabei Schäden zu verursachen auch bis zu einem gewissen Grad in die Technik und Programmierfertigkeiten abtauchen kann. Das Problem ist eher das man heute nicht mehr abtauchen will, alles muß Instant sein, Instantkaffee - Pulver in Wasser, umrühren, fertig - nichts darf anstrengen oder gar den Intellekt herausfordern....

      Wissen muß man nur wollen, das Lernen kann man lernen und wenn ich hier manchmal Leute auftauchen die Fragen stellen die schon in der Fünften Klasse jeder deutschen Lehranstalt das Ohmsche Gesetz beantwortet hat, dann wackeln mir selbständig die Ohren wie Propeller.

      Aber ich komme wieder ab in vergangene Zeiten in denen es in Deutschland noch möglich war einen angefangenen Flughafenbau auch wirklich irgendwann fertiggestellt zu bekommen;
      Als man noch lebende Tamagotchis zuhause hatte die was zu essen haben wollten und den Hintern gepampert.

      Umfeld der Tatsachen - hier wie dort :D
      Gruß Jogi
      -------------
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