Fernsteuerungs-Bussysteme insb. Grundig/Philips

      Fernsteuerungs-Bussysteme insb. Grundig/Philips

      Leider bin ich jetzt darauf angewiesen mich mit den Fernsteuerbus-Systemen an U-Geräten auseinander zu setzen.
      Das war für mich früher kein Thema, ich hatte ja Beine usw.

      Heute benötige ich eine "Zentral-Steuerung" aller audiovisuellen U-Geräte am Ruheplatz, alles normale U-Geräte.

      Wichtigster Punkt, die Frage was es beim RC-5 Entwickler Philips mit dem sog. ESI Bus auf sich hat.
      Zu meiner Zeit, also als mich sowas noch interessierte gab es bei Philips RC-5 und Grundig und Philips verstanden sich auf Anhieb in der Codierung.
      Ich kenne von daher nur noch den Wandler von DIN auf RCA für manche Grundig-Geräte (paar Zentimeter Draht, zwei Buchsen, ein Widerstand)

      Liegt dort also am ESI - wie ich ja vermute - einfach nur RC-5 Code an?
      Wenn nicht dann warum nicht, Philips wird doch nicht binnen 4 Jahren (1989 und 1993) zwei verschiedene Codierungen entwickelt haben die dann doppelt soviel kosten. Und was ist dann nötig, ein Codewandler? Welcher?

      Weitere -
      Codewandler Sony-Code?
      Codewandler Pioneer-Code?
      Codewandler Denon-Code?

      Nur für interessierte, der Rest kann weiterschlafen:
      Dual-Plattenspieler steuere ich propritär mit einer Eigenentwicklung aus den Achzigern, geht auf alle Codesysteme implementieren oder mit meinem propritären Ir-Geber sowieso. Damit geht alles, sogar den ICE fernsteuern, auch Makros anlernen wie:
      Verstärker an, Radio an, Senderwahl auf DLF, Rekroder an, Rekorder aufnehmen, Verstärker auf Hinterband.... auf einer Taste.

      Warum ich das nicht ausprobiere? Ganz einfach, ich möchte ein Philips-Tabedeck an einen Grundig-Verstärker anschließen, weil nur Philips Ende der Achziger adäquat lange Spielzeiten auf Tapedecks legte - Doppellaufwerke mit Doppel-Autoreverse = 4x60Min - so ein Grundig CF8200 oder CCF 8300 spielt nicht solange ununterbrochen, 1x60min. bis 3x60min.
      Das Philips-Gerät ist noch nicht hier und es kommt auch nicht wenn es nicht auf unkomplizierte Weise an den RC-5 Bus aufzulegen geht.
      Im Internet findet man in letzter Zeit auch nur noch Rock-von-Friederich, das WWW wird für technische Anforderungen immer uninteressanter.
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Lieber Jogi!

      Ich werfe mal I²C in den Raum, Du fragtest ja nach einem Bus.
      Den sollte man mit vielen gängigen Codes für Fernbedienungen verheiraten können.
      Damit meine ich I²C auf Code Fernbedienung und wieder zurück.
      So ergibt sich auch die Möglichkeit des Übersetzens in verschiedene Fernbedienungscodes.
      Heutige Studenten werden für solche Zwecke eher einen ATMEL oder Raspberry programmieren.

      Dir liegt an einer möglichst langen Audioaufzeichnung analog.
      Warum nimmst Du da nicht ein Tonbandgerät viertelspur stereo mit Autoreverse?
      Ich weiß, magst Du nicht so, da fallen mir Japaner wie AKAI oder TEAC ein.
      Da wäre z.B. bei TEAC die Serie X2000 oder bei AKAI GX635 für die Spulen 26,5 cm.
      Auf so eine Spule passt ca. 1000 m 35er Band.
      Bei 9,5 cm/s kommst Du auf annähernd drei Stunden pro Seite oder 6 h mit einmal Autoreverse.
      Zumindest die TEACs sind fernsteuerbar, haben hinten eine Buchse für solche Zwecke.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo Andreas und Achim.

      Ausgezeichnete Ideen. So wie man es sich in einem Forum nur wünschen kann.


      Erst zu Andreas:
      I²C-Bus, ich wußte doch das es weh tun würde, ich war froh das Dings wieder vergessen zu haben.
      In meinem Metier damals war sowas als Teufelszeug verpönt, aber es wäre ein Weg, soviel steht fest.

      Mit Tonbandgeräten kann ich immer noch ein halbes Dorf totschmeißen.
      Obwohl ich meine eigentliche Sammlung schon vor Jahren in andere Hände weiter gab.
      Es wimmerlt hier noch so von Grundig-Kisten und Koffern.

      Und man wird mich jetzt zwar einige Stufen auf der Hackleiter herunterstufen müssen, aber auch AKAI-Geräte sind dabei, auch Autoreverse-Geräte. In vorderer Linie ein X-201d das sich wunderbar an eines meiner amerikanischen Dreifachspielbänder gewöhnt hat - hat jedenfalls in den letzten vierzig Jahren nicht laut geklagt.
      Und irgendwo muß noch so ein Akai-Dickschiff mit großen Ohren und bestimmt acht Magnetköpfen vorwärts und rückwärts im Depot liegen, Modellnummer hab ich vergessen, liegt seit immerhin ca. dreißig Jahren. Damals runzelte danach keiner eine Hautfalte, heute wird ein Bohei veranstaltet, Nachteil ist das es wohl sicher nicht mehr laufen wird nach der langen Zeit.

      Globalproblem ist das die Wand und alle Regale voll sind in dem Raum.
      Da paßt nichts großes mehr hin, das meiste spielbereit aufgebaute Audiozeug befindet sich woanders.
      Was ich dort schon benutze an TB-Geräten ist ein UHER RM, mono viertelspur mit 4,75cm/s geht das schon, ebenso wie ein Royal deLuxe bei ebenso langsamer Geschwindigkeit - wer´s nicht glaubt, aber für nicht allzu anspruchsvolle musikalische Untermalung reicht das in Verbindung mit der Dynamik-Erweiterung von Tfk.-High-Com.
      Damit wäre die Abteilung Tonband soweit abgedeckt.

      Aber im Moment geht es garnicht darum, es geht um mein ebenfalls nicht besonders kleines Archiv an Tonband-Kassetten.
      Darum auch Kassettenrekorder, es sollte nie ein Archiv werden, Musikassetten hielt ich anfangs zu Zeiten der Einknopf-Rekorder nicht für besonders archivierenswert, aber die Realität hat mich anderes gelehrt, ih konnte auch einfach nichts löschen oder wegwerfen.
      So sammelten sich Unmengen gut bespielter Kassetten die noch heute so gut wie keine Klangverluste zeigen außer leichtem Höhen- und Pegelabfall. Die ersten Jahre allesamt noch in Mono bespielt, was ich zusammen mit einem hoch liegenden Arbeitspunkt und Verzicht auf das letzte Quentchen eh nichtmehr hörbarer Ultraschallanteile in der Durchmagnetisierung für die beste Art der Bespielung halte.
      Auch sammelten sich unerwartet rauhe Mengen vorbespielter Kassetten an, auch das war eigentlich garnicht geplant, es näher zu erklären würde den Rahmen sprengen und wäre auch etwas sehr persönlich. Auch da wurde früher mit hohem Arbeitspunkt kräftig durchmagnetisiert, Schmetterlingsköpfe, LH-Band, relativ niedrige Kopiergeschwindigkeiten in guten Kopierwerken taten ein Übriges die Aufnahmen bis heute weitgehend pegelfest zu machen. Moderne Abspiel-Prozessoren (u.a. Pioneer Auto-EQ, verbaut in allen Auto-Super-BLE Decks) holen da sogar noch Höhen heraus wo man garkeine vermutet hatte und ein etwas mißbräuchlich eingesetzes Digital-System beseitigt sogar noch das ungliebte Problem miserabler Phasenlinearität von Fremdaufnahmen.

      An Achim:
      Das ist schonmal ein wertvoller Vorschlag für neu zu bespielende Kassetten, meine private Kopierstation (völlig übertriebenes Schlagwort, es ist nur ein Zentral-Prozessor mit bis zu sechs Kopierlaufwerken) kann da selbsttändig alle anderen Tonträger incl. neuer Medien abbilden.
      Eher hatte ich aber eine ganz andere Idee.
      Wie schon an Andreas geschrieben, geht es mir um rauhe Mengen an bereits bestehenden Aufnahmen und Nostalgie-Gedanken, Töne und bewegende Erinnerungen an "bessere" Zeiten gehen dabei Hand in Hand, jede Melodie eine eigene Innertkopf-Diashow sozusagen.
      Für meine diversen Schallplattenspieler habe ich eine damals in den Achzigern eigenentwickelte vollautomatische digitale Folgesteuerung am Start, man muß sich das so vorstellen und so war das auch damals eingesetzt: Der Marktleiter kommt morgens in seinen Billigmediensupermarkt und drückt auf einen Schalter, dann gehen zwanzig Plattenspieler mit aufgelegtem Wunschprogramm in Reset (alle Tonarme, egal wo sie akut stehen auf die Stütze), dann schaltet die Automatik einen nach dem anderen in Position "Start", immer wenn der Vorgänger auf "Stop" geht.
      Bei Störung heben alle Spieler mit der restlichen kinetischen Energie und dem Notstrom-Aggregat die Tonköpfe von den Platten hoch und resetten die Zentralsteuerung.
      Diese Steuerung möchte ich auf eine gewisse Menge Kassettengeräte umsetzen die als Steuerbus RC-5 benutzen sollen. Ich möchte also keine neuen Chips einbauen oder einen neuen Steuerbus implementieren, sondern eine handvoll recht preiswerter (Grundig/Philips aus Massenanfall bekomme ich derzeit nachgeworfen, alle haben RC-5 oder ESI - gestern schlug ich schon einen noch ganz gut aussehenden FineArts CCT903 für lau aus, eines der hochgelobtesten Heim-Doppel-Tapes überhaupt, weil er zu dem Konzept völlig inkompatibel ist), aber ich könnte eine Menge spätere (Mittneunziger) CCT und FC Doppeldecker abstauben, wenn nicht die Bus-Frage die Ausführung gerade etwas ausbremsen würde.
      Das hieße dann, wenn alles installiert ist, das ich einmal morgens - sagen wir - 10 Decks bestücke. mich dann hinpflanze und nur noch mit dem Stick des Meisters auf den Bändern hin und her rutsche wie es mir gerade beliebt.
      Die Organisation der Titel übernimmt der Tablet-PC, glücklicherweise habe ich schon in den Siebzigern eine Archivverwaltung angelegt, die in den Achzigern in die ersten PC eingehackt wurde und seitdem von System zu System immer mit umgezogen wurde. Die Takes der letzten ca. 25 Jahre wurden eh alle am MM-PC gemacht bzw. dahin eingepflegt und können mittel Blauzahn quer durch die ganze bescheidene Hütte zugespielt werden.

      Es reduziert sich also mehr oder weniger alles auf die Frage RC-5/ESI.
      Der Stecker würde passen, paßt auch der Coder im Gerät bei Erkennen von RC-5 Codeketten die Funktionsweise an oder ist ESI allein auf weiter Flur (propritär), oder geht gar der Chips hinter der Buches augenblicklich und finale auf Ex oder oder ...

      Und da ich die Entstehung und Entwicklung von ESI überhaupt nicht in Echtzeit mitverfolgte....

      ESI ist nicht am Ort und nicht direkt per Stöpselung ausprobierbar, ich kaufe ja nichts blind an um es dann hier in der Ecke für unbrauchbares Gelump auf den eh schon hohen Stapel zu legen.
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Frage um ESI/RC-Bus ist obsolet geworden.
      Philips und Grundig sind gestrichen, ein simpler Anschlußversuch schlug fehl, das angeschaffte Philips-Doppeldeck FC911 mußte wieder weg.

      Ein netter Mensch schickte mir ein Bastelwerk aus zusammenmontierten rein mechanisch fortschaltenden Folge-Laufwerken, genial einfach, Strom dran, immer eine Zuleitung für zwei Laufwerke, zwei sind immer eine Gruppe die sich einen Motor teilt, alle Laufwerke mit Kasetten bestücken, alle auf Start/Pause, sobald man die erste Pause-Taste ausklinkt werden die Laufwerke in Reihenfolge nacheinander gestartet, eine Schubstange löst bei Endabschaltung die nächste Pause-Taste aus. Das es solche Doppel-Laufwerke gibt/gab und noch dazu spottbillig, wozu die dienten, war mir bis dato unbekannt.
      NT: ist zu jeder Art Fernsteuerung bereit, auch zu der von mir beschriebenen und benutzten Platten-Beschallungs-Steuerung. Der ist es egal was sie steuert und die Mechanik der Kassetten-Doppellaufwerke wartet ausgeklinkt auf den Startbefehl und es genügt Stromanlegen und einmal einen Hubmagneten auf eine mechanische Klinke (Pause-Verriegelung) wirken lassen.

      Kaum war das da kam schon eine neue Lieferung, jemand hatte das Wort "Pioneer" gefunden und schickte mir ein frisch gewartetes fernbedienbares Kassetten-Stapellaufwerk besagten Herstellers mit Fernbedienung.
      Der fleißige Apparat spult sogar eifrig erst alle Kassetten die nicht in Position stehen auf Anfang zurück ehe er loslegt mit den 12 Stunden Dauermusik. Er erhellt also musikalisch alle hellen Stunden eines Tages.

      Das Gerät ist vor über zwanzig Jahren als sowas katalogneue Ware war komplett an meinem Riecher vorbei gelaufen, da mich solche profanenen HIFI-Dinge, die oft potthäßlich daher kamen in den Neunzigern irgendwie schon nicht mehr interessierten. Die HiFidelität verlor ab den frühen Achzigern irgendwie Gesicht und Schönheit und damit meine ich nicht das Arbeitsmedium Kunststoff, sondern die völlig lustlos erscheinende, flache und konturenlose Gestaltung wie bei einer Küchentisch-Schublade.

      Thread ist also erfolgreich um
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()