Saba III Hifi Lautsprecher

      Saba III Hifi Lautsprecher

      Gestern also holte ich mir die IIIer Box mit der großen Hoffnung eine Überraschung zu erleben.

      Der äußere Zustand ist 80% und innen sind sie kpl. original, soweit ich das durch Recherchen im Web nachprüfen kann.

      Zuhause angekommen war es zunächst eine herbe Enttäuschung.
      Erst nach dem ich sie an die Wand geschoben und auf einen Sockel gestellt habe fingen sie an mir zu gefallen.
      Daneben stehen noch meine 25 Jahre alten TDL Studio Monitore, beide Paare betreibe ich an einem ReVox B285.

      Nach ein wenig hin und her hatte ich dann doch noch einen vergnüglichen Abend, angefangen mit Roger Waters, amused to death gefolgt von etwas Friday night in San Francisco und dann natürlich das Köln Konzert, das mussten wir gleich zwei mal hören. Nur unterbrochen durch die Aria aus Bachs Goldberg Variationen mit Glenn Gould.

      Eben läuft noch Pat Metheny, As Falls Wichita..., Spotify macht's möglich.

      Nach einiger Diskussion im Büro habe ich dann mal neue Kondensatoren bestellt und hoffe danach werden sie besser.

      Jetzt sind sie etwas zu mittig, die Tiefen und Höhen sind zwar da, aber eher zurückhaltend.

      Insgesamt aber verspreche ich mir viel von ihnen und frage mich, warum wir das damals nicht mit bekommen habe.
      Jetzt nach fast 50 Jahren sind sie eine wunderbare Entdeckung für mich.

      Wie ist Eure Erfahrung?
      heute kamen die neuen Kondensatoren, eine Box habe ich dann gleich umgebaut um zu hören, ob sich was verändert.
      Es sind die alten Weichen, [url]http://www.hifi-archiv.info/Saba/LautsprecherboxIII/04.jpg[/url].
      Oder eben die mit ohne viele Bauteile.

      Der erste Eindruck, nach dem ich den MT und HT Kondensator gewechselt habe, ist mit mehr Klarheit zu beschreiben.
      Am Bass tat sich natürlich nichts aber der MT profitiert recht deutlich, ist weniger "schwammig".

      Ist da mit der anderen Weichen Bauform was zu gewinnen?
      Hallo,
      die Box war so einer der ersten Versuche von Saba im HIFI-Bereich, und aus meiner Sicht nicht besonders erfolgreich.

      1) Die Weiche hat im Bass- und Mitteltonbereich nur 6 dB.
      2) Die Anbindung des Mitteltöners mit 50µF passt nicht zur angegebenen Übergangsfrequenz.
      3) Der Regler für den Hochtöner beeinflusst nicht nur die Lautstärke sondern auch die Übergangsfrequenz. Das gleicht sich zwar
      ein wenig aus, mit C und L, aber ist trotzdem ziemlich daneben.
      4) Die nachfolgenden Boxen hatten dann richtige L-Regler und 12dB-Weichen, wo diese Probleme nicht mehr auftraten.

      Also diese Box so richtig Hifi-tauglich zu machen, dürfte schwer werden.

      Gruß

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „KOR“ ()

      eine Woche nun höre ich hauptsächlich über diese Lautsprecher, in einer Box habe die Cs ersetzt und nicht so wirklich ein 100% Ergebnis.

      Auf der einen Seite hört sich alter Jazz, Billie Holiday, wunderbar an, auf der anderen Seite bin ich bei Samuel Barbers Adagio noch enttäuscht.

      Soll ich nun die alte Box hifi technisch auf Vordermann bringen oder es als Antiquität einfach so akzeptieren, bei meinem '67 Volvo bau ich auch keine Servolenkung ein, obwohl das dann schöner beim Einparken wäre.

      Wenn ich die Weiche ändere, was wäre dann sinnvoll zu tun?

      Die Werte der Nachfolgeweiche verwenden und Stück für Stück anpassen?

      Ich meine gerade der TT hat einen wunderbaren Klang und bei Hey Joe von Jimmy hört es sich schon ganz wunderbar an.
      heute endlich kam der Opus 2550 an, was für ein Unterschied mit den Saba IIIern, so ein absolut perfektes Klangerlebnis wie ich mir es nicht vorstellen konnte.
      Ich hätte kaum geglaubt was da im Gegensatz zu dem REVOX B285 möglich ist.
      Mit der Bass und Präsenz Anhebung ist das ein wunderbares Musikhören.

      Jetzt noch den Telefunken entbrummt und alles ist gut. Das wird dann die nächste Aufgabe für mich sein.
      Vermutlich werden es die Siebelkos sein, denn egal ob Radio oder TB es brummelt immer gleich, auch bei Lautstärke auf Null.
      Alles habe ich jetzt nicht gelesen, aber einige Effekte ergeben sich aus der reinen Logik der Elektrotechnik heraus ohne das man geheime Mächte dafür zitieren müßte.

      Je schärfer eine RCL-Weiche abtrennt desto schlimmere Phasendrehungen im Übergangsbereich, desto unnatürlicher der Klang bei durchaus guten Meßdaten. Der Irrweg 2./3./x. Ordnung - Tschebyscheff usw. - wurde auch nur kurz beschritten, in den Zeiten der Datenhörigkeit vor der Klangtreue.

      Die beste Frequenzweiche ist garkeine Weiche.
      Hilfsweise die Ankopplung über 3...6dB. Grund ist der weiche Übergangsbereich bei mäßiger Phasenverschiebung.
      Möglich ist das alles aber natürlich nur mit geeigneten LS-Chassis, der ganze Tinnef für die Großschnäutzigkeit der Prospekte muß dann allerdings entfallen.

      Bewährt haben sich hingegen verschieden große Chassis ungerichteter Machart, die den gesamten Frequenzbereich partialschwingungsarm überdecken können. Als Beispiel seien Podszus-Patent-LS genannt.
      Für zuhause gereichen aber verschieden große Visaton-Breitbänder ebenso zu einem guten Klang.
      Wichtig ist es den Wellenlängen die passenden Membranen anzubieten, es muß also große Chassis geben, Mittelgroße, und für die Hochtöne kleine mit Koaxial-Membran.
      der Tiefbaß entsteht dann automatisch durch die Großlautsprecher, Mittelbaß und weiter Mittenbereich durch die mittleren Größen die wiedrum alle zusammen als geteilte Großmembran die Bäße mit tragen, sowie die Hoch- und Ultrahochtöne durch die Zweimembran-Systeme.

      Unter 10 LS pro Schallwand/Box braucht man aber erst garnicht anzufangen.
      Weiterer Vorteil - andere LS-Kombinationen, besonders die mit scharfen Weichen, besonders die mit Eisenkernen und Elkos, haben Gesamtklirrgrade bis 10%, so ein Podsus-System oder Viellautsprecher hingegen kann bei sorgältiger Abstimmung bezüglich Belastbarkeit und Systemverteilung bei deutlich unterhalb 1% bleiben.

      Mit Dummheiten wie Richtwirkung muß man nicht kommen, siehe grundig-Kugelboxen.
      Genau das ist der Weg, weiter gibt es geknickte Schallwände, unsymmetrische Boxenformen gegen Stehwellen usw. rein konstruktionsbedingter Goodies.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
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