GRUNDIG ST6000 Der Vierte im Bunde

      Hallo Rolf,

      ich habe noch ein paar Blätter gefunden.
      Hier ist der Ausschnitt, wo vom Prozessor Pin 5 über T703, T704 und T705 die +- Umschaltspannung für die Schaltdioden gesteuert wird (T705 ist fälschlich als T505 beschriftet):



      -5V und -5V sind vorhanden, Pin 5 des Proz. liegt unabhängig von der Schalterstellung "Eingang1 / Eingang2" auf 0V.
      Wenn man den Ausgang (Pin5) des Proz. zur Schaltung unterbricht, schnellt die Schaltspannung sofort auf -1,8V. Legt man den Verbindungspunkt R721/R723 von Hand nach MAsse, was sonst die Ausgangsstufe des Prozessors über Pin 5 erledigen sollte, springt die Schaltspannung sofort auf +1,8V.
      Das ist offensichtlich alles in Ordnung, nur beim Prozessor ist der Pull-Down Ausgang permanent aktiv, also nach Masse durchgeschaltet. Den Impuls über den Taster an der Front bekommt er, ebenso über die Fernbedienung, das von ihm direkt angesteuerte Display zeigt auch die Schrift "Cable", aber an Pin 5 gibt er nichts aus.
      Da kann ich meine Freude jetzt nicht so richtig zeigen.

      Und das bedeutet auch, dass die nicht optimale Empfangsleistung eine andere Ursache haben muss.

      Hier noch eine Übersichtsaufnahme des relevanten Bereichs des FM-HF-Teils:



      In der linken Kammer sieht man pro Antennenbuchse die 4 Schaltdioden. In der zweiten kleinen Kammer von links sind unten die beiden Schaltdioden für die 10dB Dämpfungsschaltung, darüber die Bauteile des Eingangskreises.
      In der rechten Kammer (rechts davon geht es weiter...) sitzt der Vorstufentransistor BFR91A von Philips, der eine Verstärkung des Signals um 17 dB bringt und die beiden Zwischenkreise.
      Im Moment ist zwangsweise die Eingangsbuchse 2 / Cable durchgeschaltet, da der Pin 5 des Prozessors hochgelegt ist. Ich muss zum Testen nun immer zusätzlich auf "Antenne" schalten, damit das Dämpfungsglied abgeschaltet ist. Der Empfang ist etwas besser geworden, starke Sender erreichen jetzt 7 Balken, statt 6 (Bauteiltoleranzen bei den Bauteilen in der Umschaltung?). Aber im Vergleich zum T9000 und sogar zum ST6000 ist der Empfang schwacher Stationen immer noch deutlich schlechter. Die beiden genannten Tuner habe ich ja immernoch hier stehen und kann gut mit ihnen vergleichen, speziell bei BR2 auf 88,40 und SR1 auf 89,80 MHz.
      Achim

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      Ich habe mir noch mal näher das Schaltbild angesehen.

      Du misst jeweils den gleichen Wert, jedoch anderes Vorzeichen.
      Sollte eigentlich auch so sein, die Schaltgeschichte ist ja symmetrisch.
      Im Schaltbild sind neben der Vorzeichen auch andere Werte angegeben.
      Mögliche Erklärung, die Beträge von +5 und -5 V sind nicht wirklich gleich.

      Was mir momentan ein Rätsel ist, die beiden BAV20 an den Eingängen.
      Eine BAV20 ist ähnlich BA157, lässt sich auch als Schalter verwenden.
      Deren Einsatz kenne ich von Kurzwelle, jedoch nicht bei UKW.
      Miss mal, was die UKW-Eingänge so sagen, Diodentest.
      Was haben die beiden Rauten mit DX und C8 zu sagen?
      DX ist eine gängige Abkürzung für Weitempfang.
      Um HF-Eingänge vor DC zu schützen nimmt man üblicherweise 2 antiparallele Dioden.
      Man beachte auch die entgegengesetzte Polarität der beiden BAV20.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Das jeweils zweite Kontaktpaar besteht aus dem Innenleiterstift und einem Massestift außerhalb des Abschirmkragens in ca. 8-9 mm Abstand. Es muss (USA?) anderenorts solche Steckverbinder zum Antennenanschluss geben.

      Die Begriffspaare FM I - FM II, Antenna - Cable und DX - CB werden alternativ in den Unterlagen verwendet, bedeuten aber immer dieselben Eingänge.
      Während die Umschaltung I <-> II direkt aus dem Prozessor gesteuert wird, wird die Umschaltung 10dB Dämpfung <-> 0dB Dämpfung aus dem PLL-Synthesizer (IC500) geschaltet, der den Befahl dazu über den Datenbus vom Prozessor bekommt. Typischerweise verfährt die Software so, dass immer bei Eingang II die Dämpfung aktiv geschaltet wird. (Beim Vorläufermodell Philips FT980 war das Dämpfungsglied fest in den zweiten Eingang integriert.) Ich weiß (noch) nicht, ob hier von der CPU oder PLL auch in anderen Fällen zugeschaltet wird, etwa bei starkem Pegel auf Eingang I, oder ob bei schwachem Pegel auf Eingang II die Dämpfung abgeschaltet wird (was sinnvoll wäre). Aber vielleicht wollte man sich derlei Optionen nur offen halten und hat deshalb Eingangsumschaltung und Dämpfungsaktivierung nicht gleich über dieselbe Schaltspannung gesteuert. Dann hat man es möglicherweise doch nicht so realisiert.

      Die BAV20 leiten bei EI positive, bei EII negative Impulse nach Masse ab - Impulse der jeweils anderen Polarität laufen erst über die Koppelkpndensatoren C300 bzw. C301 und werden dann von den in Serie liegenden Schaltdioden BA282 nach Masse abgeleitet. Daher die inverse Polarität der Dioden direkt am Eingang. So hat man beide Polaritäten abgedeckt, wie mit 2 antiparallelen Dioden. Gegen Dauer-DC würden die BA282 nicht helfen, aber das verhindert ja der Trennkondensator. Es geht nur um Impulse bzw. Wechselspannungen.

      Nochmal zum Thema des zweiten Absatzes: Da ich den Prozessor wohl nicht dazu bewegen kann, die Schaltspannung für die Eingangswahl wieder zu liefern, weil ich zwei schaltbare Antenneneingänge aber für praktisch halte und weil ich in Zukunft, da UKW nicht mehr im Kabel ist, auch nicht mehr damit rechne, die 10dB Dämpfung zu benötigen, könnte man das Dämpfungsglied überbrücken und dann das frei gewordene Schaltsignal aus dem IC500 zur Umschaltung der Eingänge verwenden. Voraussetzung: Die Dämpfungssteuerung läuft wirklich synchron mit der Eingangswahl und es gibt keine zusätzlichen Schaltszenarien für die Dämpfung.
      Zunächst habe ich die Dämpfungsschaltung durch Ausbau von C340 und eine Leiterbahnunterbrechung vor C304-C305 elektrisch ausgeschaltet und dann überbrückt. Das hat die Empfangsleistung spürbar verbessert, wobei noch unklar ist, ob der schlechtere Empfang zuvor z. B. auf das Konto gealterter Schaltdioden geht, oder ob z.B. die Verstärkung der Vorstufe mit dem BFR91a generell unzureichend war - etwa durch einen Fehler im BFR. Aus den Erfahrungen mit Vorstufen in VHF/UHF Tunern weiß ich, dass durch diese Transistoren alle erdenklichen Abstufungen von Empfangsverschlechterungen ausgelöst werden können. Ich habe NOS BFR91a von TFK im Zulauf und werde testen.


      Achim

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      Fortsetztung:
      So langsam gibt es Fortschritte.
      Den BFR91A der Vorstufe habe ich heute ersetzt. Der alte sass in einem großen Klecks Klebstoff, mit dem eigentlich eine Ferritperle am Kollektorwiderstand befestigt ist und der wohl etwas üppig angewandt wurde. Da diese Kleber bisweilen nach Jahrzehnten elektrisch relevant werden können, habe ich alle Reste im Bereich des Transistors entfernt.
      Danach war der Empfang schlechter, der Vorkreis musste nachgeglichen werden. Bei der Gelegenheit habe ich die Zwischenkreise auch nachgestellt. Nun ist die Empfangsleistung in der Klasse, wo man sie eigentlich erwartet - in etwa mindestens vergleichbar mit dem ST6000 oder dem T7500, den ich gerade wieder einmal angeschlossen hatte. Sehr ordentlich!



      Aber beim Umstecken auf den T9000 zeigte der allerdings völlig unbeirrt weiterhin einen kleinen aber klar und deutlich hörbaren Vorsprung bei den kritischen Sendern B2, SR1, SR2 und einem schwachen Sender auf 107,90 (den sehr viele Tuner, die ich schon hier hatte, gar nicht empfangen).
      Noch ein Beispiel: SR2 auf 92.00 MHz ist hier sehr schwach und liegt unmittelbar neben "Radio-X" auf 91.90 MHz. Der T9000 empfängt nicht nur rauschärmer, sondern in der Stellung engere Bandbreite völlig trennscharf. Der T1000 schafft diese Trennschärfe nur in der Position "ganz eng", dann aber mit übel gestutztem Frequenzgang.
      Weiterhin habe ich die Empfindlichkeit der beiden Eingänge durch Umschalten verglichen (Das Dämfungsglied ist und bleibt überbrückt) Null Unterschied. Ich schließe daher Fehler bei den Schaltdioden in den Eingängen aus.

      Nach dem Urlaub werde ich den HF Abgleich noch wiederholen und bis ins Feinste optimieren, glaube aber nicht, dass es fundamentale Verbesserungen bringt. Die Umschaltung der Eingänge werde ich über die Schaltspannung des jetzt obsoleten Dämfungsglieds steuern.
      Ob der Fine Arts T1000 HF-seitig noch Defekte oder Einschränkungen hat, kann ich derzeit nicht ausschließen, halte es aber nicht für allzu wahrscheinlich. So bleibt der T9000 bei mir auf der Siegertreppe stehen - zumindest was die Empfangsleistung, die Verarbeitung, den umfangreicheren und mehr technisch orientierten Bedienungskomport und das Design angeht.

      Entscheidend bei einem UKW Tuner in der heutigen Zeit (nach Kabelära, ohne Dachantenne) ist, dass er mir möglichst viele der empfangbaren Sender nicht absolut störungsfrei, aber extrem störungsarm in HFi Qualität zu Gehör bringt, so dass eine gigantische Rotorantenne mit 8 oder 14 Elementen auf dem Dach gar nicht nötig ist.
      Ob er es dabei auch noch schafft 2 dB mehr bei der Kanaltrennung zu erzielen, oder der Klirrfaktor auf der zweiten Nachkommastelle noch etwas geringer ist, ist nicht entscheidend, es würde auch nicht stören, aber wenn es zu Lasten der Empfangsleistung geht, bin ich nicht interessiert. Ich kann mit dem auf niedrige Klirrwerte selektierten TDA1578A wunderbar leben.
      Auch der ST6000 ist erstaunlich empfangsstark und hat - warum auch immer - einen sehr angenehmen musikalischen Klang ohne Schärfe und Härte. Der T1000 hat auch einen hervorragenden Klang, aber der T9000 ist das Rundum-sorglos-Paket.
      Achim

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      Für mich war nicht lange Kabelaera.
      Ich wohnte früher auf einem Hügel, da reichte ein nasser Finger für TV und Radio lokal.
      Für Fernempfang hatte ich Unterdachsysteme, nachdem ein Kollege damals zu der Zeit von einem ähnlichen Haus mit extremen Spitzdach gestürzt war, war meine Lust nur gering da herum zu steigen, auch wenn wir alles Nötige in der Firma hatten.
      Dann orderte ich irgendwann Breitbandkabel, schon mehr in der Flachlandlage wohnend, ein Reinfall ohne Gleichen. Der Dienstleister war jahrelang nicht in der Lage ordentliche Qualität von TV und Radio zu liefern, tagelange Totalausfälle wie ununterbrochene Bildstörungen, Mehrwegeempfang, offene Netzenden ohne vernünftigen Abschluß (man konnte in der ganzen Siedlung draußen auf der Straße Bezahlfernsehen und Kabelradio empfangen), bis mir der Kamm schwoll nach einem hilflosen Versuch die Probleme abzustellen der in dem Tip endete den eigenen, einwandfreien Fernseher durch einen neuen zu ersetzen und beim radiohören nicht so anspruchsvoll zu sein, und ich alles abbestellte.
      Als DVB-T kam war ich einer der Ersten drauf und hatte mit einem Stück Draht alle Bouquets störungsfrei im Kasten. Gleich an mehreren Empfangsstellen im Hause.
      Dann gings bergab und bergab, es wurde an allen Ecken gefeilt mir den Empfang zu vermiesen, immer mehr Störnebel bei gleichzeitig immer weiter zurück genommener Sendeleistung.
      Radio habe ich da noch mit über die DVB-T Antenne abgegriffen, war nie ein Problem. Fernempfang verzichte ich, die wirklich interessanten Fernsender sind dank AM-Kastration eh alle weggestorben, da reichen mir die vielleicht 10 ungestörten UKW-Empfangsstellen, der Rest kommt über Internet rein.
      Aber was quatsche ich überhaupt hier in den Thread hinein...

      Für meinen Anspruch reichen also meine schon stark gealterten Tuner.

      Ein Grundig T3000, noch nie reparaturbedürftig, Supermusikalisch, warm und souverän aufspielend.

      Ein irgendwann Ende der Achziger hier hängen gebliebener Sony, ohne Fehl und Tadel aber auch ohne jegliches Ambiente, läuft wie ein alter Mitsubishi Geländewagen, der Klang ist neutral bis kalt aber nicht lieblich.

      Ein Tunerteil eines Technics Dolby-Surround-Receivers, wie Sony fehlerfrei aber Null Flair und zusätzlich eine Bedienungsstruktur die mir bis heute nicht eingängig war, ich muß nach 25 Jahren immer noch die Anleitung lesen um bloß Sender zu speichern. Von Klang kann hier keine Rede sein, auch nicht beim Verstärkerteil, flau, lau, labberig, weder straffe Bässe noch seidige Höhen und dreht man an den Klangstellern dann passiert erst fast nichts und dann wird wird es bollerig in den Bäßen und in den Höhen schrill. Nein der ist nicht defekt, der ist immer so, auch die Raumsimulation ist unbrauchbar, erzeugt ein komisches surreales Klangbild mit Instrumenten die so garnicht klingen können. Eine reine Mehrkanal-Spielfilm-Maschine ist das, dabei spielt er plötzlich effektreich auf.

      Den Telefunken-Tuner erwähne ich nicht, irgendwas haben die da falsch gemacht, ich benutze das gleiche dort verwendete Frontend mit sehr guten Empfangseigenschaften und gutem Klang für ein selbst weiterentwickeltes und handgefertigtes Einzelstück, aber im Telefunken hört es sich nicht an und empfängt auch nicht besonders gut.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hallo Freunde des guten Grundig Tons,

      der Kreis der Betrachtungen zu den Grundig Modellen ST6000, T7500, T9000 einerseits und den späteren Modellen mit Grundig-Philips-Einheitschassis andererseits schließt sich langsam.
      Beim letzten Vertreter des Einheitschassis, dem T1000 habe ich nun noch alle 5 Trimmkondensatoren durch die schon vom Philips FT-880 bewähreten Sprague Goodman Modelle ersetzt.
      Die originalen ALPS Trimmer sind im Prinzip sehr wertig gebaut und für ein automatisches Abgleichen perfekt geeignet. Ihre einzige Schwäche ist auf der Unterseite die durchgesteckte Statorachse, die in 4 Flügeln seitlich abgekantet ist. Einerseits ist hier ein Angriffspunkt für Korrosion und damit Kontaktprobleme, andererseits kratzen diese 4 Blechflügel an der Kante der Bohrung der Bodenplatte. Su kommt es zum Ruckeln und zu Quietschgeräuschen beim Drehen, die sich verstärken, wenn man in mehreren Durchgängen abgleicht. Sie werden dann auch unangenehm schwergängig. Eigentlich gehört dort eine gute und wirklich langlebige Schmierung hinein, aber das Risiko, die elektrischen (HF-) Parameter negativ zu beeinträchtigen wäre hoch, der langfristige Erfolg ungewiss.
      Bei den Grundig Tunern mit langer schmaler UKW-Box waren große Stemag Keramiktrimmer verbaut, die hier keine Probleme machen, es sei denn, der aufgedampfte Silberbelag wäre irgendwann komplett wegkorrodiert.

      Übrigens, in den Farbteilen von Fernsehern war zum Einstellen der Frequenz des Farbhilfsträgers am Schwingquarz zum Ziehen der Frequenz ein Trimmkondensator in Serie geschaltet. Bei Grundig (und anderen) sah das in der Regel so aus:



      Man sieht den typischen keramischen Typ (Stemag?), mit dem es fast nie Probleme gab.
      Dann ca. Anfang der der 90er sah es plötzlich so aus:



      Aha, der ALPS Typ hatte Einzug gehalten.
      Und dann hatte ich in den folgenden Jahren mindestens 50(!) Reparaturen, wo bei Grundig TVs die Farbe ausgefallen war. Man drehte den Trimmer ein paar Mal hin und her und die Farbe war (bis auf Weiteres) wieder da. Das Problem geht also über die Grundig Tuner hinaus.

      Daher -> Ersatz.



      DIe Sprague Goodman Modelle passen vom Durchmesser und Rastermaß genau, keramische Modelle sind stets zu groß, zudem haben sie 3 Anschlüsse und i.d.R RM 7,5.
      Zudem ist bei den Sprague Goodman Trimmern die Schleifkontaktgabe an der Unterseite günstiger gelöst: Eine gewölbte runde Blattfeder aus Messing (oder Ms-Legierung) hat flächig und sehr reibungsarm Kontakt mit der Anschlussplatte.

      Der nun folgende Abgleich ließ sich sehr komfortabel durchführen, Feingefühl braucht es aber schon. Nach ca 5 Durchgängen gab es keine weiteren Verbesserungen mehr.
      Jetzt, mit dem neuen BFR91 und den neuen Trimmern ist die Empfangsleistung ausgezeichnet und vor allem stabil. Obwohl die Empfindlichkeit der Feldstärkeanzeige nicht verändert wurde, ist nun ein Ausschlag von im Schnitt 3 Segmenten mehr zu verzeichenen, alle Ortssender haben Vollauschlag. Damit werden jetzt auch all die schwächeren Sender nicht mehr von der (in ihrer Schwelle ebenfalls nicht veränderten) Muting Schaltung unterdrückt. Das Gerät zeigt nun volle Leistung.
      Beim STEREO Hörvergleich mit den anderen genannten Tunern ist zu beachten, dass der T1000 keinerlei Reduzierung der Kanaltrennung bei schwächeren Sendern vornimmt (im Gegensatz etwa zum T9000) so dass diese Sender stark rauschen und von Hand auf Mono geschaltet werden müssen.
      Für den Benutzer ist die automatische Reduzierung der Kanaltrennung sehr praktisch, da so immer ein hörenswertes NF-Signal ausgegeben wird. Im Extremfall, bei sehr schwachen Sendern muss man sich natürlich im Klaren darüber sein, dass man de facto schon fast Mono hört, während immer noch "Stereo" angezeigt wird.

      Beim T1000 und auch bei seinen Vorgängern mit Einheitschassis sowohl unter der Philips-Fahne (FT-880, FT-980), wie auch den Grundig Modellen (T305, T4, T5500, T904, T8200 MKII etc, etc,) muss man heute damit rechnen, dass
      1. Der Empfang durch Wachelkontakte am Oszillatortrimmer aussetzen oder ausfallen kann
      2. Die Empfangsleistung deutlich(!!) schlechter, als im ursprünglichen Zustand ist.
      3. Schäden an den Lötstellen des HF-Abschirmkastens bestehen. Sie waren auch beim unbenutzten T1000 an 2 Stellen vorhanden, kommen also nicht (nur) durch Erwärmung im Betrieb.

      Hier sollte man nacharbeiten, die kritischen Bauteile ersetzen und einen gründlichen Abgleich anschließen.
      Dann ist bei allen Modellen Hörgenuss und höchste Empfangsleistung garantiert. Die Schwerpunkte bei einzelnen Aspekten der Bedienung, der Konstruktion, der Schaltung und den technischen Daten, beim Design und beim Klang sind zwischen den Modellen unterschiedlich, wie wir hier gesehen haben. Es ist für jeden Interessierten der perfekte Grundig Tuner dabei.

      Empfohlen seien für interessierte Leser dazu noch diese Threads:

      Vergleich der Aufbautechnik der GRUNDIG HiFi -Tuner ST6000 und ST6500

      GRUNDIG Fine Arts T9000

      GRUNDIG T7500a T7500 T6500 Tuner

      Philips FT-980 Tuner

      Begleittexte zum GRUNDIG TUNER ST6500

      Grundig RT100a Vorstellung

      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Vieles, was man im Leben tut und erlebt, nicht zuletzt das Leben selbst, macht ja gerade deshalb so viel Freude, ist nur deshalb so intensiv, weil es in absehbarer Zeit zu Ende ist.

      Heute haben wir noch die dichte Senderbelegung, haben starke und scwache Sender und können unter Praxisbedingungen prüfen, wie gut einzelne Tunermodelle damit zurecht kommen. Nutzen wir also die Zeit!
      Danach kommt etwas anderes an die Reihe...
      Achim
      Die freie Ausstrahlung an Alle (engl. broadcast) wird abgeschaltet werden bevor sich eine unvermeidliche Oposition ihrer bedienen könnte und den Menschen die Wahrheit über die Zustände im Land berichten kann. "Land" kann man dabei ruhig schon ersetzen mit "Europa" oder "westliche, postaufgeklärte Welt"

      Digitalfunk ist schlicht und einfach umständlicher zu installieren, sich dessen zu bemächtigen und damit Gegenpositionen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gegen = Nazi = Ächtung = Machterhalt der mitgekoppelten Herrschenden.

      Wer das anzweifelt der soll sich ansehen was er im einst ziemlich freien Internet schon heute alles nicht mehr vermag. Die deutsche Zensur kommt gleich auf Platz drei hinter China und Nordkorea, nur mit dem Unterschied das die maßgebliche Mainstreamschicht der hiesigen Bevölkerung das nicht, wie die Chinesen oder Nordkoreaner, bedauert und bekämpft sondern begrüßt und unterstützt. Unterschied ist lediglich darin zu finden das in Deutschland nicht der Staat selber zensieren darf (Grundgesetz) sondern dies, wie viele andere Schweinereien, eingesetzten und demokratisch nicht kontrollierten und regulierten aus reiner Ermächtigung installierten NGOs überantwortet.

      Um das nicht zu tiefschürfend aufzureißen zitiere ich einen abgewandelten noch nicht verbotenen Sinnspruch eines italienischen Schriftstellers der schon vor dreißig Jahren wußte was er von sich gab:
      - Der neue Faschismus wird nicht kommen und sagen "Da bin ich wieder, der Faschismus", er wird sagen "Ich bin der ANTIFAschismus und jeder der gegen mich ist ist ein Nazi"

      Kommt man nach Niedersachen in die Fläche dann ist es schon jetzt vorbei mit dem "Broadcasting". DAB+ ist abgesagt, der UKW-Rundfunk aber vielerorts schon fast abgetakelt. AM gibt es nicht mehr, jednfalls nicht mit einfacheren Empfängern und Antennenkonstrukten, KW-Weltrundfunk ist so nur noch Sache eingefleischter Amateure.

      Die Presselandschaft/ÖR- und Kommerzmedien im Land sind schon länger im Wunschzustand angelangt, wer unabhängig und untendenziös, nicht einheitlich mainstreamgerecht reale Informationen erhalten will was in Deutschland und Europa vor sich geht, der muß "Westmedien" verfolgen, so wie einst die Menschen in der Ex-DDR.

      Die einzige Chance die ich dem Rest-UKW-Rundfunk noch gebe ist die das junge Leute sich eh nicht mehr die zurecht gebogenen Informationen aus dem Radio holen sondern, da zu 99% internetaffin, sich unabhängige Medien auf ihr obligatoriesches Smartphone holen. Rundfunk der keinen mehr verführen und belügen muß, ewil er die Mainstream-Relevanz verloren hat, weil er von der Masse nicht gehört wird, der kann ja eigentlich auch bleiben.
      (auch die Naziführung war begeistert vom kontrollierbaren Rundfunk damals als auch noch Analogsendung dem Bürger und der Opposition ein Buch mit sieben Siegeln war, die N-SOZIALISTEN sendeten Volksverdummung en gros, was damals als - zeitgemäße und modische - Marschmusik daherkam sind heute billige aktuelle Schlagerchen bis Rapgeschepper)

      Auch sehe ich kein nennenswertes Qualitätsbewußtsein, die breite Masse merkt nicht was sie hört und in wie schlechter Qualität, alles wurde bisher klaglos hingenommen das die Qualität vernichtet, Kompression, Optimode, Wortsendungen die mit Klappern, Scheppern und Rasseln - genannt Hintergrundmusik - gestört werden, weniger als Telefonqualität in Wortbeiträgen einst berühmter Informationssender ist auch an der Tagesordnung, das konnte man schon zu Zeiten des RIAS und Deutschlandsenders in besserer Verständlichkeit, wenn auch bei 6...8kHz abgeschnitten.

      Man könnte auch sagen, wäre der Rundfunk so gut wie die Radios, auch die nicht so aufwändig erdachten und gemachten, wir könnten uns glücklich schätzen.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Also, das mit dem Hinnehmen nahezu beliebig schlechter Qualität, das macht mir an allen Fronten auch zunehmend zu schaffen. Da bin ich immer mal wieder dabei, bei Studies "gegenzureden". Es gibt immer ein paar, die das ernst nehmen, und ich freue mich über jeden, der dann mal entscheidet, "ordentlich Gas zu geben" --- in jeder Richtung.

      Neulich hatte ich einen Studenten, der sich "um 10 Euro" einen Verstärker beim grossen C "herausgelassen" hatte. Ich finde, schon die Terminologie passt. Ich habe ihm dann gleich gesagt, dass er den besser nicht herausgelassen hätte ... ;) --- und ihm dann um 20 Euro einen gebrauchten Verstärker "besorgt" (es war in dem Fall ein Dual, solide Durchschnittsware, aber eben noch ein richtiger Verstärker in klassischer Bauweise). Er hat dann nicht glauben wollen, was er plötzlich in seiner Bude an "Sound" hatte ... und nun kommen lauter Freunde immer zu ihm, und wollen mit und bei ihm hören. Das lässt hoffen ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Die kennen ja heute oft nichts Gutes mehr.
      Im Gegenzug benutze ich ja auch solche Smartphones und deren tonale Speicher-Fähigkeiten.

      Allerdings muß sich das schon vernünftig anhören, es kommt ein guter Kopfhörer zum Einsatz oder ein Blauzahn-Transmitter der auf einen guten Kopfhörer sendet und eine Software die die eingebaute Kirmesmusik umgeht und in der man von Hand eine mir genehme nicht dynamikkomprimierende, nicht linear verzerrende oder eben lediglich an die physiologische Ohrkurve angelehnte Funktionsweise einstellen kann.

      Zuallerallerallererst wird generell diese Nanny-Schaltung umgangen die durch Begrenzung alls Fortissimostellen kastriert damit den Kindchen nicht die Ohren vom Kopfe sausen. Wer sich diesen Blödsinn ausgedacht hat hat den schaden ganz woanders sitzen als an den Ohren. Mein vierzig Jahre alter walkmankompatibler Kassettenkleinabspieler der konnte noch richtig Trommelfälle spalten, mit auch nur 3Volt aber richtig Dampf im Koffer, und daran hatte damals keiner was zu gackern gehabt.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Die besten, oder auch die hinterlistigsten, Fehler sind die, die gar keine sind.

      Den Fine Arts T1000 habe ich derzeit sporadisch in Betrieb. Lange habe ich gesucht, warum die Umschaltung zwischen den Antenneneingängen "Antenne" und "Cable" nicht funktioniert hat (ich hatte ja schon den Prozessor in Verdacht, weil er die Schaltspannung nicht ausgab).
      Heute bin ich zufällig auf die Ursache gestoßen. Wenn man die Taste "Band" drückt, schaltet das Gerät wiefolgt: FM I, AM, FM II, FM I... WAS ist FM II? fragte ich mich.
      Bei FM II ist der zweite Antenneneingang aktiv geschaltet (bei FM I der erste). Die Umschaltung "Antenne" vs. "Cable" mit der dazugehörigen Taste schaltet nur das Dämpfungsglied zu, unabhängig davon, welcher Antenneneingang aktiviert ist. Die Eingänge selbst schaltet sie (im Gegensatz zu den früheren Modellen) nicht.
      In der Bedienungsanleitung ist das leider völlig unzureichend bzw. gar nicht beschrieben. Da steht nur sinngemäß "...schließen sie ein Breitbandkabel an die Buchse FM II an, die Antenne an FM I..."
      Im Schaltbild kommen noch zur allgemeinen Verwirrung "DX" und "CB" hinzu, gerade so, als sei die Logik beim T1000 noch dieselbe wie bei den Vorgängermodellen, wo das Dämpfungsglied fest in den zweiten Eingang eingebaut und nicht abschaltbar war.
      Beim T1000 hingegen kann man die Eingänge gleichberechtigt beliebig verwenden und die Dämpfung bei beiden nach Bedarf aktivieren, oder auch nicht und das auch mit abspeichern.
      Das ist schon sehr gut gemacht, aber - gerade wenn man die früheren Modelle kennt - nicht ganz klar herausgestellt.

      Weiterhin ist mir aufgefallen, dass man beim T1000 auf die Korrektur der Feldstärkeanzeige beim Umschalten zwischen den 3 ZF-Bandbreiten verzichtet hat. So springt die Feldstärkeanzeige umso höher, je schmaler die Bandbreite ist. Beim T9000 hat man das akkurat kompensiert.
      Achim
      Tja, ich denke, man muss auch mal damit rechnen, dass ein Detail beim Verfassen der Bedienungsanleitung beim Autor (und auch beim Korrekturlesen durch die Entwickler) "durchrutscht". Insbesondere, wenn es um solch komplexe Geräte ging. Hans wird dazu sicher mehr sagen können.

      Aber dir entgeht ja sowieso nichts...

      "So springt die Feldstärkeanzeige umso höher,..." Immer watt zu meckan. Biste Balina?

      VG Stefan