Suchlauf Freiburg 9

      Suchlauf Freiburg 9

      Hallo,


      Der Motor wurde gereinigt und wieder gefettet, läuft auf such- und schnelllauf, aber der Magnet hält nicht an, alle papiercondesatoren sind neu, und viele elco's wurden erneuert. Der magnet ist OK ( 10 Kohm abgelötet)

      Ich habe in diesem fantastischen Forum bereits viel darüber gelesen, aber ich stecke fest . Neue EABC80 und ECL80 sind bereits plaziert. Empfang UKW is sehr gut.

      Kann es mit der einstellung des steuerfilter V ( L701/L703) zu tun haben ? ?(

      Vielen dank!

      Koen Louage
      Hallo,

      alle Möglichkeiten einer nicht Fuktionierenden Automatik hier auf den Bildschirm zu bringen, das würde auf einen halben Roman hinaus laufen.
      Dennoch zu der beschiebenen Fehlfunktion einen Tip: Miss bitte an der (Rö 9) EABC80 Anode pin 9 die Spannung, dort sollten annähernd 290V- anstehn.
      Ist dem nicht so, dann den vorgeschteten Widerstand R 106 (10K) prüfen, liegt dort auch keine Spannung an, Schalter S 10 Kontrollieren ob dieser Durchgang hat.Diesen Schalter findest du an der Buchse für die Fersteuereung, oft ist der Kontokt oxidiert, manchmal auch verbogen und dadurch der Stromkeis unterbrochen.
      Liegt selbst vor dem Schalter keine Spannung an, dann R 95 (10k) prüfen.
      Wenn das erledigt sehen wir weiter.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Franz,
      Pin 9 des EABC misst 300V, aber in suchlauf bleibt 295V anliegen , ich denke das ist icht normal ( sollte 165V sein) .
      Pen 8 des EABC misst minus 18V in ruhe, in süchlauf minus 22V und schellauf -26V .
      Der Schalter S10 ist OK, und misst 300V.
      Alle Widerstände sind "graue" und nicht wie die alten kohlwiderstände und messen gut.

      Was nun ... :evil:

      Gruß Koen
      Hallo Koen,
      ok, dann wird die Triode der EABC80 nicht angesteuert, es müssen zumindest 0V am Gitter der EABC80 anstehen damit Strom über die Anode fließt und die Spule magnetisiert. Die dazu notwendige Stererspannung wird aus der halben Motorspannung generiert C106 blockiert den Gleichspannungsanteil, lässt aber den Wechselspannungsanteil durch, dieser wird von der Diode Gr3 gleichgerichtet und über R 97 den Gitter EABC80 zugeführt. Das Gitter ist über R98 negativ vorgespannt, erst dann wenn die gerichtete Motorspannung die vorgeschaltete Negativspnnung am Gitter aufhebt fließt Strom über den Haltemagnet und die Spannung an der Anode fällt auf die 165V zurück.
      Mögliche Fehlerursache, die Diode Gr3 ist defekt, oder einer der Endlagenschalter S5(FM) S6(AM) ist geschlossen und leitet die positive Spannung gegen Masse ab.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo,
      nichts anders macht die EABC 80 auch nicht, nur begenzt sie den Strom der durch die Spule des Haltemagneten fließt. Du solltest derwegen nicht übertreiben die Spule könnte schaden nehmen, immerhin liegt die Spule dann an der vollen Anodenspannung, wenn du an die Anode der EABC80 masse anlegst, im Normalfall muss die Spule aber nur ca 120V verarbeiten.
      Mess doch mal bei ausgesalteten Gerät den Widerstand an der Verbindung C106 und Gr.3 gegen Masse, dort solletn min 100K sein.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lollocat“ ()

      Hallo Koen,
      ok, dann ist keiner der Endlagenkontakte geschlossen, bleibt also nur noch die Diode Gr.3, welche die halbe Motorspannung gleichrichtet. Wenn nicht schon geschen, dann wechsel diese doch mal gegen ein 1N 40xx, die alten Selendioden gehen zwar selten kaputt, aber möglich ist alles.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Koen,
      ich nehme an das du beim Tausch der Diode auch auf die richtige Polung geachtet hast. Zu den Widerständen, die üblich verdächtigen sind Kohlemassewiderstände und das auch nur dann wenn die angelegte Spannung 100V überschreitet, ich glaube aber in dem 9er sind noch keine verbaut worden.

      Du könntest mal die Wechselspannung vor der Diode messen, also zwichen C106 und der Gr.3 gegen Masse, natürlich muss der Motor dabei laufen.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Franz,

      herzlichen Dank für Ihren guten Rat : Ich habe die folgenden Messungen durchgeführt :

      zwischen C106 und GR3 :suchlauf 20Vac, schnellauf 36Vac

      zwischen der Mitte des Motors und C106 : suchlauf 36Vac und schnellauf : 68Vac.

      Ich habe schon manche Freiburgs und Meersburgs repariert, aber es war nie so schwierig wie der FB9 heute: könnte es sein das der Vorbesitzer an L701 gedreht hat , und so Ja, wie kann ich diese Einstellung wieder gut machen ? Die mittigkeit ist schon in ordnung .

      Gruß
      Koen
      Hallo Koen,
      Ferndiagnosen gestalten sich immer schwieriger, als wenn man selbst vor den Gerät sitzt.
      Zu deiner Messung: im suchlauf 20Vac und im schnellauf 36Vac, das ist vollkommen ok, annähernd diese Spannungen solltest du auch nach der diode messen nur halt Vdc
      Im Post vom Montag 17:03 schreibst du: Pin 8 des EABC misst minus 18V in ruhe, in suchlauf minus 22V und schellauf -26V .
      18V minus im ruhezustand ist richtig, aber die beiden anderen Werte minus 22V und- 26 das kann nicht sein, den die gleichgerichtete Motorspannung positiv muss der Negativspannung entgegenwirken und aufheben. Bist du dir wirklich sicher das du die 1N4007 richtig gepolt eingelötet hast?

      Zu dem Filterkern L 701:
      Die Automatik besteht aus 2 Systemen, Suchlauf und Scharfstellung, zwei unabhängige Systeme und der Filter V L701 bezieht sich auf die Scharfstellung, hat also keinen Einfluss auf den Haltemagnet des Steuerschalters.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Franz,

      Ich habe die Diode umgedreht, und misse noch immer minuswerte ( -23VDC suchlauf und -26 Vdc in schnelllauf ) an pin 8 der EABC , kann nicht erklärt werden ?

      Zweites punkt : Pin 9 EABC : misst immer 295 volt, auch in such- und schnellauf , sollte in suchlauf 165V sein .

      Ich habe der magnet abgelötet und in such- und schnellauf gibt es KEIN strom .....was könnte die Ursache dafür sein ?

      Was könnte ich sonst noch versuchen?

      Gruß

      Koen
      Hallo Koen,
      das kann und will ich nicht glauben, wenn in Suchlauf vor der Diode 20Vac anstehen müssen gesetzmäßig nach der Diode ca. 19Vdc anstehn, vorausgesetzt die Diode ist i.O.
      Das Steuergitter der EABC80 pin 8 wird über R98 (1M) mit -18Vdc beaufschlagt, über den zweiten Widerstand R97 (1M) sollten im Suchlauf die 19Vdc kommen und die Negativspannung aufheben und leicht positiv werden. Durch die leicht positive Spannung am Gitter fließt nun Strom über die Magnetspule von der Anode zur Kathode ab und der Eisenkern der Spule wird magnetisiert. Die Kontakte der Steuerschaltern werden so lange gehalten wie die positive Spannung an Gitter der EABC80 überwiegt als die angelegt negative Spannung (-18V). Nähert sich der Suchlauf dem Fangbereich eines Senders wird der Motor langsamer, was bedeutet das auch die Spannung an der Diode Gr.3 kleiner wird, am Gitter der EABC80 wird die Spannung negativ und die Röhre sperrt den Sromfluss durch die Magnetspule, der Steuerschalter geht in die Ruheposition und die Scharfstellung wird aktiv.
      Deine Fragen sollten sich durch die Erleuterung erübrigen.
      Einen Versuch hast du noch, mess die Spannung während des Suchlaufs hinter der Diode Gr.3 und den Widerstand R97.
      An sonsten würde ich sagen, lade den Freibug in den Kofferraum und komm her.
      Bilder
      • Steuerschalter.jpg

        207,4 kB, 991×582, 15 mal angesehen
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lollocat“ ()

      Hallo Koen.
      der Ring der Diode muss in Richtung C109 und R97 zeigen. Nur so als Eselsbrücke, der Balken vor der Dreieckspitze im Plan ist in der Realität die Ringkennzeichnung der Diode.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Lollocat“ ()