Seltenheiten: Saba 8200 und Freiburg Telecommander

      Seltenheiten: Saba 8200 und Freiburg Telecommander

      @ Experten:

      Zu den produzierten Stückzahlen des Freiburg Telecommander hatte ich letztes Jahr schon einmal einen Fred gestartet. Überlebende sind hier und da auch zu finden...
      Wie schätzt ihr die Stückzahlen und Überlebenden des 8200 ein ?
      Bin gespannt...
      :?:
      Grüße
      Pit
      Das Leben steckt voller Überraschungen.
      Hallo Pit,
      ich bin zwar kein Experte, aber
      aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das man den Freiburg tc noch öfter im Internet oder sonstwo angeboten bekommt als den 8200. Dieser ist doch eher selten anzutreffen.
      Das kann vielleicht auch an der Stückzahl liegen. Vom Freiburg tc gabs ja das G und H Modell, wobei das H Modell seltener als das G ist.
      Der 8200 wurde von 1974 bis 1977 produziert. Der Freiburg tc von 71 bis 75. Also ein Jahr länger, so lässt sich VERMUTEN, dass vom Freiburg tc mehrere Geräte als vom 8200 gefertigt wurden.

      Leider weiß ich vom 8200 den Verkaufspreis nicht, der Freiburg tc kostete 1998 DM

      Grüße Christoph
      Hallo an euch,

      ich glaube dass vom 8200 sehr viele in den Müll gewandert sind, da er einfach unglücklich konstruiert wurde.
      Ich denke da z.B. an die unmöglichen Potis mit gekröpften Knopfhalterungen, die nicht beschaffbar, geschweige denn reparierbar sind und fürchterlich leicht brechen, da der Kunststoff im Alter immer spröder wird !
      Von meinen 4 Geräten die ich hatte, waren 17 (!!) Potis abgebrochen, Pit seines konnte ich komplettieren, der Rest wurde verkauft. Ferner hat sich ja Quadro nie durchgesetzt, deshalb betrachte ich den 8200 als Sammlerstück, den tc dagegen als alltagstaugliches Gerät.
      M. E. sprechen die Stückzahlen für den Freiburg.

      Gruß, Dieter
      Hallo zurück.
      Ja, ich sehe es so wie Dieter. Funktionsfähige 8200 sind echte Exoten. Kaum Überlebende. Aber wie viele damals produziert wurden? Der Preis war glaube ich 1400 oder 1500 DM. Obere Preisklasse.

      Steht das Gerät eigentlich in der Freiburg-Linie (als Top-Modell, auch wenn es den Namen nicht mehr trägt)? Ich würde sagen: Ja.

      Vielleicht äußert sich ja noch ein "alter Haudegen".

      :)
      Das Leben steckt voller Überraschungen.
      Hallo Pit,

      Ich denke das Dieter recht hat – die 8200K ist für Sammler, der Freiburg TC ist nicht nur für Sammler, aber auch alltagstauglich. Dabei kommt das der Freiburg TC mit seinem voll hölzerne Gehäuse, Alu front und aus dem vollen gefrästen Knopfe Optisch auch viel hochwertiger ist.

      Technisch aber finde ich beide Empfänger Konzepte eher Gleichwertig, da ist der 8200K mit seinen getrennten MF kreisen für AM/FM aufwändiger konstruiert als der 8100/9100 die eher an der 8080 erinnert.

      Selber habe ich zwei 8200K. Das Gerat mit s/n 71147166 ist mit seinem unbeschädigte Potis, Teleregie und Gerate Anleitung einwandfrei. Aber beim bedienen der Potis bemerkt Mann wie Schwach die Konstruiert sind. Ein fallscher Bedienung und die Knopfhalterung bricht. Daher bin ich eher vorsichtig.

      Bei dem zweitem Gerat (s/n 71148073) sind Vier Knopfhalterungen Komplett zerbrochen. Die haben wir bis eine Stabile Lösung (wie das Beispiel von Dieter) vorsteht Provisorisch instant gesetzt.

      Ob und wieviel 8200K gebaut worden sind Weiß ich nicht. Ich kennen nur die Serie 7114 maximal 9999 stuck. Ich bin aber gespannt ob es mehrere Serien gibt. Einiges mehr kann Mann sagen wenn wir alle die s/n unsere Gerate hier teilen.
      Raymond

      Carpe Diem

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „alpinab10biturbo“ ()

      Hallo Raymond,
      Seriennummern mitteilen finde ich gut! Der Aufwand ist gering. Ich sehe bei mir morgen mal nach und poste dann.

      Wer also einen 8200 besitzt, funktionsfähig oder nicht, bitte Seriennummer mitteilen.

      @Dieter: Du hast also keinen 8200 mehr?
      @Raymond: 9999 Stück kann ich mir nicht vorstellen, gibt die Syntax zwar her, erscheint mir aber zu viel. Übrigens habe ich mir auch eine orig. BDA und den Teleregieregler besorgt. Nur probiert habe ich Dieters 8200 noch nicht.

      Grüße Pit
      Das Leben steckt voller Überraschungen.
      Hallo
      ohne euch jetzt zu nahe treten zu wollen, aber ich kann dem 8200K nicht allzuviel abgewinnen, klar ist auch dieser ein gutes Steuergerät,
      allerdings ist der Freiburg telecommander solider aufgebaut und man hat nicht den Ärger mit den Potis. Eventuell hat dieses Problem der Fachhandel damals schon in den 70ern gehabt und vielleicht vom Kauf abgeraten...
      Von daher finde ich den Freiburg telecommander auch vom Design viel ansprechender

      Zu den Potis: ließen sich vom 8061 nicht die Potis für den 8200 verwenden?

      Raimund
      Hallo Pit,

      Auf fleebay steht derzeit 8200K mit s/n 71171687, mit einem zerbrochenen Poti. Deswegen ist meinem These das:

      1974 -> 7114xxxx, bisher höchste folge Nummer 8073
      1975 -> 7115xxxx
      1976 -> 7116xxxx
      1977 -> 7117xxxx, bisher höchste folge Nummer 1687

      Also insgesamt Theoretisch nicht mehr als 39996 Exemplaren, aber dabei gehe ich aus das vor allem in die Spätere Jahren nicht die Ganze Nummer Kapazität benutzt wurde.
      Raymond

      Carpe Diem
      Hallo Raymond.

      Meiner hat die s/n 71171699. Damit bislang die höchste s/n aus 1977. Deine These mit der jährlichen Zuordnung scheint sehr plausibel.
      Ich denke auch, dass die jährlichen 4-stelligen "Kapazitäten" nicht ausgeschöpft wurden.
      Wenn auch Geräte mit s/n 7115xxxx und 7116xxxx auftauchen, könnte man über die Nummern auch eine Mindeststückzahl abschätzen.

      Wenn dieser Ansatz zutrifft, bin ich über eine Stückzahl von rd. 10000 Geräten (nur 1974 und 1977) überrascht. Ich hätte weit geringere Stückzahlen vermutet.

      Grüße Pit
      Das Leben steckt voller Überraschungen.
      Hallo,

      @ Pit: nein, ich habe keinen 8200 mehr.

      Falls es euch hilft habe ich die Seriennummern meiner Geräte notiert:

      Pi seiner: 71171699
      #2: 71147938
      #3: 71147620

      Den 4. hatte ich nicht registriert, war ein reines Schlachtgerät.

      Gruß, Dieter

      Achja, Raymonds Aussage stimmt, der 8061 hat Motorpotis und die vom 8060 sind ungekröpft. Ich habe noch keinen Receiver gefunden, wo die Potis passen.
      Hallo in die Runde,
      fast schon etwas auffällig, dass zu
      1975 -> 7115xxxx
      1976 -> 7116xxxx
      bisher kein Gerät bekannt ist.

      Ob da noch etwas auftaucht?
      Oder es gibt doch nur 7114xxxx und 7117xxxx s/n.

      Die Zeit und ein paar mehr auftauchende Geräte werden eventl. noch etwas Licht bringen.

      Grüße
      Pit

      Übrigens: Der Teleregie-Regler ist viel größer als ich dachte. Fast wie ein alter kleiner RC-Sender.
      Das Leben steckt voller Überraschungen.
      Der 8200 kam 1974 heraus, als der Höhepunkt der ohnehin lauen Quadro-Welle schon überschritten war. In D hat Quadro ja nie wirklich Fuß gefasst. Eine hochwertige STEREO-Anlage wollte jeder, QUADRO war Firlefanz. Daher war er zeitlebens ein Nischengerät. Ganz wenige Tausend im Jahr würde ich sagen. Dazu war er mit seiner übergroßen schrägen Front schlicht hässlich, ohne dabei gleichzeitig zeitgeistig-modisch zu sein, wie die Flundern von Grundig (RTV 1040 usw).
      Die miesen Schieberegler (die ja kratzten, lange bevor sie abbrachen!) taten dann wohl ein Übriges, um über die Jahre die ohnehin kleinen Bestände zu dezimieren.
      Meiner persönlichen Meinung nach nicht schade darum.

      VG Stefan
      ...schlicht hässlich - das ist von Stefan auf den Punkt!

      Ich habe mich schon mehrfach gefragt, wie so ein "Kasten" damals bei SABA abgenickt werden konnte. Denn das ist nicht nur heute hässlich, das war es auch in den 70iger Jahren bereits. Gab es denn da keine Frau, die man hätte fragen können, wenn man einen "Designer" für überflüssig hielt? Hätte SABA seine gute Technik auch noch in gutes Design und qualitativ überzeugendes Äusseres verpackt, wo Anschauen und Betätigen der Regler und Schalter schon ein Glücksgefühl auslöst, ....kaum auszudenken!

      Das Äussere "hört mit"! Es sollte so gestaltet sein, dass es den Wunsch erregt, es schon deshalb besitzen zu wollen, selbst ohne dass man, wenn dieser Wunsch durch ansprechende, besser noch überzeugende Optik, entsteht, schon viel über die Technik weiss. Wenn die dann auch noch wenigstens gut oder sehr gut oder sogar überragend ist, kann ja kaum noch was schiefgehen, wenn die Nachfrage grundsätzlich vorhanden ist (bei Quadro war sie das allerdings nicht; auch nicht bei Bildplatte, Holografischer Datenspeicherung, 3D-TV und einigen anderen "FLOPS" gelungener Technikentwicklung "ohne Marktnachfrage"). Dann darf sogar der Preis etwas höher sein. SABA hätte sich damals z.B. was von WEGA oder BRAUN abschauen können. Immerhin waren es doch die 70iger, DAS Jahrzehnt war doch geradezu die Explosion von Farben, Formen, neuem Design, wie kaum ein anderes. Es gab doch noch Alternativen zum aufkommenden Aluplatten-Frontdesign aus USA/Japan:

      Beispiele:

      LEAK 1972



      WEGA 1973



      Blaupunkt 1973



      Braun 1974



      B&O 1975



      ITT / Schaub-Lorenz 1973




      Gruß
      Reinhard

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      Da habt ihr beide auf den Punkt Recht !

      Es gibt Geräte, die schaut man sich gerne an und schaltet sie auch gerne ein - der 8200 gehörte bei mir definitiv nicht dazu. Er fristete sein Dasein nach der Reparatur im Regal, mangels Quadro-Ausstattung hatte ich auch keine Lust mehr ihn zu betreiben. Die Anfangseuphorie war schnell verflogen. Für mich wäre er ein reines Sammlerstück.

      Grfuß, Dieter
      Hallo Stefan, Dieter, Reinhard, Pit u.a,

      Das der 8200K erst ab 1974 auf den Europäischen Markt kam ist war, aber die erste Markstudien und die Anfang der Planungen müssen eher schon in 1971 oder 1972 wenn die Marketing Abteilungen jeher Hersteller bemerkt haben das Quadro vor allem in die USA Aufschwung bekam. Also, Quadro war Anfang der Siebziger Jahren für die meiste Hersteller ein Positiver Risiko. Dabei konnte die Verwandtschaft zu GTE für Saba ein Vorteil sein. Was immer die Beratschlagungen auch waren, viele Hersteller beschlossen sich diese Markt auch in Europa zu forschen.

      Für die Entwicklung Abteilung aber kostete das umsetzen von das Konzept in Technik und dann auch die Verifikation Zeit. Ein Project Life Cycle mit al deren Abstriche von anderthalb bis zwei Jahren scheint mir bei einen derart von das Perspektive der Vorstand Risikovolles Projekt Realistisch.

      Ich kann mir eindenken das es Massiver Druck gegeben hat um Quadro Gerate Rechtzeitig innerhalb Budget auf die Markt zu bringen. Vielleicht ist das auch der Grund das die 8200K nur einen SQ4 Decoder mit der einfache Motorola Quadro Decoder Konfiguration hat. Es Kann aber sein das bei der Planung des 8200K Project nur der MC1312 Verfügbar war und das es auch zu spät wäre um die ab Frühjahr 1974 durch Motorola auf der markt gebrachte Erweiterung mit der MC1314/MC1315 zu Integrieren. Erst mit diese Konfiguration ist eine Erweiterung der Scheidung zwischen Vordere und Hintere Kanale von 6dB auf 20dB möglich. Technisch musste das nicht al zu Schwierig sein, hattest aber die Einführung des Gerat mit einige Monate verschoben und auch um einiges Teurer Gemacht.

      Das nicht Integrieren von eine CD4 Decoder war m.e. dann auch eine Rechtzeitige Entscheidung. Uber der CD4 Eingang kann Mann dann auch einen Externe CD4 Decoder anschließen. Bei der RX-37xx Serie von Sylvania hat GTE ein ähnliches Markt Politik. Nur der RQ-47xx und die davon abgeleitete Saba 8280 hat ein eingebautes CD4 Decoder.

      Der 8200K, genauso wie alle andere Quadro Beispiele anderer Hersteller dürfen Optisch eher hässlich aussehen, aus Historischen Perspektive sind diese Gerate aber Interessant weil es ein früher Beispiel der sogenannte Technology Push ist. Die Rest ist Geschichte. Quadro hat in Europa kein Fuß am Boden bekommen, wenigstens nicht für High Fidelity Verwendungen, aber 15 bis 20 Jahre Später für Heimkino Anwendungen schon, aber da braucht Mann Spektakel und kein Fidelity.

      Übrigens, Technology Push ist m.e. sehr Risikovoll und kann nur Erfolg haben wenn es Gesetzliche Anforderung dafür gibt. Beispiele davon sind Elektrifizierung des Wagenparks und Ersatz von Analoges FM durch digitales DAB+. Ohne Gesetzliche Hilfe und rasches abschalten von FM wird auch DAB+ scheitern.

      Persönlich glaube ich erfolgreiche Innovation nur zusammen mit guter Marktforschung erreicht werden kann wobei die Technik innert halb die von der Marktforschung Definierte Grenzen mit innovieren darf, aber nie da draußen. Auf diesen Grund kommen Viele Techniker / Erfinder mit Ihren Start-Ups meistens nicht weiter als der erster Schritt des Greiner Models und enden Frühzeitig mit wenig Wert für der Techniker / Erfinder. Übrigens können auch Größere und Traditionsreiche Unternehmen die schon der Sechste Schritt hinter sich haben damit in Schwierigkeiten kommen, aber das ist ein anderes Thema.
      Raymond

      Carpe Diem

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „alpinab10biturbo“ ()

      Hallo in die Runde.

      Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Oder beim 8200K nicht? Ja, der 8200K ist keine Schönheit. Das werden die meisten so sehen. Eine kuriose, unförmige Brotkiste.

      Aber wie Raymond sagt, historisch sehr interessant. Für mich war aber insbesondere die Seltenheit Ausschlag gebend.

      Vielleicht könnt Ihr noch einmal auf meine schon gestellte Frage eingehen: Steht das Gerät eigentlich in der Freiburg-Linie (als Top-Modell 1975, auch wenn es den Namen nicht mehr trägt)?
      Immerhin hat er auch einen elektr. Sendersuchlauf.

      Grüße Pit
      Das Leben steckt voller Überraschungen.

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      Hallo Pit,
      was heißt Freiburg-Linie, wer soll das entscheiden?
      Als Topmodell unter den Saba-Receivern war der 8200 schon irgendwo ein Freiburg-Nachfolger. Andererseits waren alle Freiburgs seit über 20 Jahren fernbedienbar. Der 8200 nicht. Vielleicht haben sie ihn deswegen nicht mehr Freiburg genannt, wer weiß. Nimmt man die Fernbedienung als Kriterium, steht er eben nicht in der Freiburg-"Linie". Ganz wie du willst.

      VG Stefan