Einschaltverzögerung der Endstufen, 9240S

      Kleine Überlegung nebenbei!

      Michael meint, TDA1029 bekommt man noch.
      Das ist richtig, jedoch nur noch NOS, könnte in ein paar Jahren eng werden.
      Die Preise sind jetzt schon angezogen, 1,95 war mal.

      Meine erste Überlegung, was mit dem 4066 zu bauen, bidirektionaler CMOS-Schalter.
      Das wird aber unnötig aufwendig, wenn man zweimal einen Schalter 1 aus 4 bauen will.
      So dolle sind die 4066 auch nicht, Übersprechen und teils auch Klirr.
      Nächster Haken, meist sind die nur bis 18 V max, Wohlfühlspannung beim TDA1029 ist 20 V.
      Auch schaltet der 4066 bei aktiv HI, der TDA1029 dagegen bei LO.
      Somit benötigt man mit Negieren mindestens drei ICs.

      Einfacher wird es, wenn man statt elektronischer Schalter kleine (DIL) Relais nimmt.
      Die Ansteuerung wird einfacher, man kann ja wahlweise mit HI oder LO schalten.
      Noch schöner, Übersprechen und Klirr sind kein Thema mehr.
      Auch muss man nicht mehr mit DC vorspannen, üblicherweise halbe Betriebsspannung.
      Man kann dann die sonst benötigten Koppelkondensatoren wegfallen lassen.
      Das nur als allgemeine Anregung, nicht hier als direkter Vorschlag zu verstehen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Die TDA gehen zum Glück eher selten kaputt, und es ist wirklich kein Problem, die noch zu bekommen. Ich habe auch noch so einige im Keller ... WENN man über eine Alternative nachdenkt, dann besser eine mit Relais. Das könnte nämlich klanglich von Vorteil sein. Die TDA schlucken ein paar Details, das ist einfach so. Beweis: A-B-Klangvergleich von 9140 gegen 9240. Der 9140 hat die nicht, und ist klanglich insgesamt eine Nuance feiner und ausgeglichener.

      Natürlich gibt es auch sonst noch ein paar Unterschiede, aber viele Module, und die Endstufen, sind gleich.

      Michael
      Moin moin, es ist geschafft - Abschlussbericht.

      Nachdem ich mit meinem Latein am Ende war, habe ich professionelle Hilfe von Ingo (DD4XS) aus diesem Forum angeboten bekommen. Das die räumliche Distanz nur 10 Kilometer beträgt war hilfreich.
      Als der Receiver bei Ingo mehrere Tage problemlos in der warmen „Werkstatt“ lief, und bei mir im kalten Keller wieder nur mit der Einschaltverzögerung kamen wir auf die Lösung. Temperaturabhängiges Verhalten!

      Insofern waren die ersten Vermutungen bereits korrekt. Der TDA1029 war bei Kälte defekt, bzw. hat nicht durchgeschaltet. Bei leichtem Fönen mit warmer Luft auf den IC erfolgte die sofortige Einschaltung.

      Der zwischenzeitliche Tausch der TDA führte durch meine eingeschränkten Diagnosemöglichkeiten zum gleichen Fehlerbild.

      Wir haben dann den TDA erneuert und damit den SABA wieder ins Leben zurück geholt.

      Vielen Dank an dieser Stelle an Ingo, der mich mit seiner kompetenten Art beeindruckt hat und mit Rat und Tat unaufgeregt maßgeblich geholfen hat. Danke

      Weiterhin Dank an alle Beitragenden und Grüße an alle Lesenden.

      Andreas
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