Drehknopf des Saba pro RC11 Klappzahlen-Radiowecker lässt sich nicht abziehen ...

      Drehknopf des Saba pro RC11 Klappzahlen-Radiowecker lässt sich nicht abziehen ...

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      Hallo an alle Saba Kleinstgeräte Besitzer,

      wie schon in meiner Vorstellung gestern erwähnt, habe ich – als Dummy in Radio- und Phonotechnik – schon das Problem ein Gehäuse-Oberteil abzunehmen.

      Es geht um mein Neuzugang in meiner 60er70er space age plasticdesign Sammlung (mehr dazu in meiner Vorstellung) … ein schnieker roter Saba pro RC11 Klappzahlen-Radiowecker von 1972.

      War eine Beigabe zu einem 70er Lampenkauf … ein Geschenk … außen und wohl innen total versüfft … aber überraschenderweise in nahezu voller Funktion! Die Uhr funktioniert offensichtlich sekundengenau, Klappzahlenmechanismus ist quasi nicht zu hören, kein wahrnehmbares Brummen (außer man geht mit dem Ohr direkt ans Gerät), das Klappen der Zahlen ebenfalls nur äußerst gedämpft. Das Radio funktioniert perfekt mit einem alltagstauglichen ausgesprochen guten Küchensound … Wecker geht … diese Abschaltprogrammierung beim Einschlafen auch … Kurzum: bis auf Kleinigkeiten alles wie es soll. Die Kleinigkeiten: Innenleuchte geht nicht, 3 von 4 UKW Stationstasten rasten nicht sofort ein.

      Hatte es so noch nie erlebt, dass eine Klappzahlenuhr (und ich habe einige in meiner Sammlung) nach über 50 Jahren noch so gut funktioniert. Ich möchte die Technik soweit es geht erhalten, indem ich sie hin und wieder als Radiowecker auf dem Nachtisch einsetze (schick genug ist sie ja …. und leise!) … damit sie weiterhin nicht verharzt.

      Nach erster grober äußerliche Reinigung fiel mir auf, dass die Plaxiglasscheibe auf der Rückseite staubig-milchig ist. Diese würde ich gerne reinigen … und auch sonst innen so weit es geht vom Schmodder befreien und mal schauen ob sich das Birnchen wechseln lässt.

      Jetzt bekomme ich aber das obere Gehäuseteil nicht ab. Es liegt an den setlich-rechts liegenden großen äußeren Drehknopf für die Weckzeit-Einstellung. Diese sitzt bombenfest … zumindestens so fest, dass ich mit Handkraft nicht abziehen kann … und hier komme ich zu vielen Fragen. Wieviel angemessene Brutalität darf ich beim abziehen hier anwenden? Abgesehen davon dass ich den Drehknopf zerstöre (denn ich könnte noch einen Ersatz auftreiben), wenn ich mit der Zange mich dran vergreife … Könnte ich weitere Teile damit schrotten? Hilft es mit einem herkömmlichen Haartrockner zu erhitzen oder ist es eh wegen der Hitze für das Innenleben nicht bekömmlich? Und die wichtigste Frage … Gibt es hier vielleicht sonst einen Vorgang den Drehknopf abzuziehen? …

      Wenn alles jetzt zu kritisch ist, lass ich es natürlich lieber …

      Schonmal danke im voraus und mit vielen Grüßen aus Köln

      Boris
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      Du hast den Wecker zumindest teilweise zerlegt?

      Mache davon mal aussagekräftige Bilder.
      Möglicherweise ist der Drehknopf von innen gesichert.
      Es könnte ein Schräubchen sein, eine Sicherungsscheibe oder eine spezielle Feder.
      Leider nicht auszuschließen, der Knopf war locker und der Vorbesitzer verklebte ihn.

      Diese Klappzahlenwecker sind sehr genau!
      Das liegt am Funktionsprinzip, die Mechanik wird von einem Synchronmotor angetrieben.
      Der dreht sich exakt mit der Netzfrequenz, also 50 Hz.
      In der DDR waren diese Wecker nicht zu gebrauchen, weil dort die Netzfrequenz schwankte.

      Andreas
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      Nabend Andreas,

      Danke für die Antwort ... Ich habe mal versucht zu fotografieren ... ist kaum möglich ins Innere des Lochs zu fotografrieren (wo der innere Drehknopf der Klappzahlenverstellung gesteckt war). Tatsächlich sehe ich da sowas, was ein Sprengring sein könnte. Ich habe mal Fotos vom äußeren Drehknopf als ganzes gemacht, sowie in schlechter Qualität versucht ins tiefe innere des Lochs hineinzufotografieren. Wie gesagt, da ist was zu sehen. Zusätzlich habe ich das noch mal nachgezeichnet, in der Hoffnung, dass es besser zu verstehen ist.

      Jetzt habe ich mir folgendes überlegt:

      Plan A: ich suche heute abend hier in diesem Forum noch Mitglieder, die dieses RC11 besitzen und wo man schon herauslesen kann, dass sie es offensichtlich schon mal auseinander hatten ... und versuche sie direkt zu kontaktieren.

      Plan B: die Plexiglasscheibe ist nur mit 4 Schrauben verschraubt ... und müsste eigenlich rausfallen. Was sie nicht tut. Sie sitzt fest, und es gibt keine Möglichkeit sie rauszuzuiehen. Jetzt habe ich die Idee mit mehren kleinen Saugnäpfen (gibts bei ebay schon für EU 4,- inkl Versand) die Scheibe zu entfernen. Dann hat man Sicht ins innere und kann wohl besser schauen wo und wie der Knopf hängt.

      Ich schau mal ... und warte noch ein bisschen, vielleicht meldet sich noch der eine oder andere ...

      Liebe Grüße
      Boris
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      Drehe mal den Wecker um!

      Damit meine ich, daß die Unterseite nach oben zeigt.
      Ich gehe stark davon aus, daß die beiden Halbschalen miteinander verschraubt sind.
      Teilweise sind die Schrauben unter Gerätefüßchen versteckt, die dann entfernen.
      Auch möglich, die Halbschalen halten mit einem Schnappmechanismus zusammen.
      Das ist allerdings eher Erfindung der Neuzeit, war damals seltener.
      Mache von unten Photos, allein schon für die Leser später mit gleichem Problem.

      Andreas
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      Guten Abend,

      Danke schon mal für das Feedback.

      Andreas ... die 4 Schrauben vom Boden habe ich natürlich gelöst, waren auch gut sichtbar, wie auch alle Drehknöpfe (bis eben den großen) und Schiebeknöpfe, die sich problemlos abziehen ließen. Zudem noch die 4 Schrauben der Plexiglasscheibe. Das Obeteil liegt und wackelt jetzt auch locker oben auf, siehe Foto ... und würde sich jetzt problemlos abnehmen lassen, wenn nicht der große Klappzahlenversteller-Knopf im Wege wäre ... es hängt nur noch an diesem Drehknopf.

      Mia ... Danke für den Link ... hilft mir aber hier nicht weiter. Denn das geöffnete Gerät ist kein Saba pro RC11, sondern irgendein Universum, wo die großen Regler nicht im Weg stehen ...

      Sprengring ... den Namen finde ich einigermaßen passend. Wenn man ihn aufhebelt schießt er Meter weit weg und ist nicht mehr zu finden ...
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      Boris, Radikalmethode?

      Wenn Du einen zweiten Knopf hast, wäre das eine Lösung.
      Fräse den Knopf irgendwie weg.
      Ich hoffe, Du kannst dann wirklich das Gerät öffnen.
      Mit Gewalt am Knopf ziehen würde ich nicht.
      Die Gefahr ist sonst zu groß, daß Du innen was beschädigst.

      Leider hast Du nicht gezeigt, in wie weit Du mit Knopf das Gerät öffnen kannst.
      Das wäre sonst mein Ansatz, wenn man einen guten Spalt öffnen kann.
      Möglicherweise lässt sich dann das Innenleben vom Unterteil lösen.

      Andreas
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      Michael (dl2jas), das Gehäuse lässt sich nur etwa 2mm hochziehen, weiter geht es nicht (siehe Foto von meinem letzten thread) ... aber:

      Danke Michael (AME)! Für den Link. Habs runtergeladen. Es zeigt zwar, dass auch da das Einstellrad abgenommen wurde, weil er da fehlt. Aber da nirgendwo ein spezieller Vorgang zum abziehen beschrieben worden ist, gehe ich davon aus, dass selbsterklärend auch dieser wie bei allen anderen Knöpfen einfach abgezogen wird. Sonst wäre darauf hingewiesen ... und es macht eigentlich auch keinen Sinn, dieses Einstellrad aufwendig speziell zu sichern (warum?). Deswegen bin ich mir jetzt sicher, dass er verklebt (wie Michael schon sagte, weil vielleicht mal gebrochen) oder schlicht mit der Zeit festgebacken ist. Schade ... ich werde es erstmal zurückstellen ... denn irgendwo habe ich dieselbe Uhr, die ich mal in den 90ern als Schrotte vom Sperrmüll gezogen habe. Diese ist aber irgendwo in den Tiefen des übervollen Kellers vergraben. Das dauert wahrscheinlich jetzt paar Wochen die Zeit zu finden diesen freizulegen ...

      Aber ein bisschen werde ich noch an den Einstellrad rumziehen ...

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      ich habe was gefunden , ....

      Bild habe ich mir ausgeliehen von RMORG // darf ich das ? 8|


      da über die Einstellachse ist ein runder gespaltener Federstahl geschlitzt , und die Beiden zueinander verbaut damit es nicht ins leere dreht bei Bedienung ist es noch verzahnt , wenn meine Augen da nicht verlassen haben es zu erkennen .

      Das eine Einstellrad was bei dir fehlt hat eine halbrunde Aufnahme eine Seite flach .
      Grüße <3 Mia <3

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      Andreas (AME) ... da ist keine Schraube zu finden, weder von aussen noch innen. Innen sieht man nur die halbrunde Aufnahme, teils umrundet mit einem Teil, dass ein Sprengring sein könnte (Fotos und Zeichnung im drittte Beitrag), was ich mir aber nicht vorstellen kann, das damit das Drehrad gesichert ist. Diese halbrunde Aufnahme an der Achse, ist für die Aufnahme des inneren Wecker-Einstellrad, welches ich ohne Probleme rausziehen konnte.

      Mia, Danke für das Bild ... Jetzt bin ich angefixt ... und schaue morgen, ob ich meine besagte RC11 Ersatzteil-Schrotte finde. Und wenn da das große Einstellrad genauso festsitzt, werde ich das Gehäuse aufbrechen und die Sache mal freilegen ...

      Danke und Grüße
      Boris

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      Ich staune, das Radio ist deutsche Fertigung!

      Vorhin habe ich mir die Serviceunterlage heruntergeladen.
      Man sieht es am Schaltplan, europäische Halbleiter, kein Japan.
      Die Japaner waren damals dafür bekannt, daß sie gern mal um die Ecke dachten.
      Dann muss man mit seltsamen Konstruktionen beim Zerlegen rechnen.
      In der Unterlage sind keine speziellen Hinweise, Indiz für selbsterklärend.

      Hoffentlich findet Boris bald den zweiten RC11 zwecks Vergleich.
      Möglicherweise wurde damals in der Not geklebt.
      Vermutlich würde ich dann was mit einer Art Polradabzieher machen.
      Ist dann eher was für Mechanikspezialisten, wird man sich selbst bauen müssen.
      Zwei bis vier Klauen greifen von außen den Knopf.
      In der Mitte eine Schraube, Dorn, mit dem innen die Achse zurückgedrückt wird.
      Das als Anregung, eventuell kann man in der Richtung was umfunktionieren.

      Andreas
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      Habt Ihr mal Fotos von Details gesucht?
      Wer sucht, der findet:

      RPC 11.jpg

      Der innere (inzwischen ja abgezogene Drehknopf ist auf eine abgeflachte Metallwelle gesteckt, die innen im großen schwarzen Kunststoffrad mit der weissen Skala steckt. Das große schwarze Kunststoffrad selbst ist an der angespritzten Steckaufnahme für den äusseren Knopf (der sich bisher nicht abziehen liess) gezahnt.

      Der Knopf sollte sich eigentlich einfach von der Zahnung abziehen lassen. Geht das nicht, liegt die schon geäusserte Vermutung nahe, dass jemand dessen Hohlachse auf der Zahnung verklebt hat, weil sie dort vielleicht mal gebrochen oder gerissen war.

      Gruß
      Reinhard

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      Reinhard , möglich dass es mal zam pickt wurde , ich würde sagen die Dinger mit den Federstahl über der Hohlwelle dann noch die verzahnung gibt eine große Reibfläche und die halten extrem gut .

      Sowas gibts auch bei Einstellpotis für Lautstärke ,... usw und die halten auch gut wenn die noch nie unten waren ,
      Grüße <3 Mia <3
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