Saba Vs. Revox

      Saba Vs. Revox

      Ich hab mal ne Frage zu Saba Tonbandgeräten im Vergleich zu Revox

      1... Das Saba TG 524 ist ein Halbspur Gerät, heißt wenn ich damit in Stereo aufnehme, nutzt es die gesamte Breite des Tonbands....soweit klar weil wenn ich das Band umdrehe höre ich die Musik Rückwärts.

      Nun zu den Spuren die Saba verwendet.

      Soweit ich da richtig informiert bin, nutzt Revox bei der 4 spurigen A 77 die Spuren 1 und 3 für eine Seite und 2 und 4 für die Rückseite...richtig ?

      Auf den Abdeckungen der Saba Tonbandgeräte TG 543 und 544 steht bei den Tasten jeweils 1-2 und 3-4

      Das würde demnach bedeuten wenn ich ein mit dem Revox bespieltes Band auf des Saba TG 543 lege , würe ich einen Kanal vorwärts und einen Rückwärts hören ?

      Würde heißen, es ist nicht genormt welche Spuren ein 4 Spur Stereo Tonband nutzt ? Kann also ein mit dem Revox bespieltes Band nicht mit dem Saba abspielen und umgekehrt ?
      Interessante Frage!

      Üblich ist bei Viertelspurgeräten 1+3 und 2+4 für Stereoaufnahmen, sollte auch so bei SABA sein.
      Das dürfte den Köpfen geschuldet sein, weil es sonst konstruktiv zu eng wird.
      Soweit ich mich erinnere, macht A77 nur Stereo, kann nicht vier einzelne Spuren mono.
      Das ist dann der Vorteil bei SABA, kann üblicherweise durch Umschalten vier einzelne Monospuren.
      So sollte dann die Beschriftung der Tasten zu verstehen sein.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Ich hatte mal ein TG 524 so ca. 1972-1973 zusammengespart. Das TG 524 war ein Halbspurgerät. Aber das gab es nie in Stereo, nur in Mono. Stereo gab es in meiner Erinnerung bei SABA nur bei Viertelspurgeräten. Nach meinem Wissen gab's das ggf. bei Uher, wo man Vollspur-Stereo-Kopfträger ordern konnte.
      Das Saba TG 524 ist Stereo wenn man beide Spurtasten drückt. Nimmt dann in stereo auf und gibt auch in Stereo wieder.

      So, ich hab den Test gemacht. Habe einen Bandrest auf ner kleinen Spule mit meinem Rexox A 77 bespielt und dann auf meine Geräte gespannt.

      TG 524 = Halbspur..klar man hört alles, vorder und Rückseite egal ob man Spur 1 , Spur 2 oder beide gedrückt hat.

      Grundig TK 35 ebenso...man hört alles, vorder und Rückseite

      TG 543: Man hört nur die richtige Vorwärts Spur aber: Man hört sie nur in Stereo wenn man beide Spurtasten drückt...also 1-2 UND 3-4..aber dann hat das Ding einen Sound, der mich begeistert. Das TG 543 hat einen wahnsinnig klaren Sound mit einem Band, das ein Revox A 77 bespielt hat und zwar mit 7 1/2 bzw 19 cm.

      Das hat die Konsequenzen das ich nun alle meine 18 cm Bänder mit dem Revox neu bespiele in 19 cm und ich meine Halbspur Tonbandgeräte verkaufen werde...also wer interesse hat kann sich gerne melden.
      Eigene Aufnahmen , von was auch immer , mache ich hier schon lange nicht mehr.
      Ab und zu spiele ich meine alten DAT-Kassetten ab (ca. 50 Stück) , und freue mich das mein DENON Gerät auch nach über 30 Jahren noch läuft.

      Damit hat man auch kein Problem wg. 1/4 Spur bzw. 1/2 Spur. :)

      Eine Revox A77 (1/2 Spur) steht hier auch noch rum aber nur noch als Deko im Bastel Zimmer.
      Halte die A77 in Ehren!

      Man kann die A77 als Übergang von Heimaudio zum Profibereich betrachten.
      Viertelspur ist typisch Heimaudio, Halbspur und Vollspur der Profibereich.
      Von der A77 gab es eine seltene Vollspurvariante, war manchmal beim Rundfunk anzutreffen.
      Die war als Zuspieler für Redebeiträge gedacht, nicht für Musik, Geschwindigkeiten müssten 19 und 38 gewesen sein.
      A77 und B77 sind ähnlich, gleicher Grundaufbau, nur halt bei der B77 moderneres Aussehen, etwas andere Elektronik.
      Wer sich dafür interessiert, sollte im Bandmaschinenforum gucken, die Revoxe werden dort ausführlich behandelt:
      tonbandforum.de/

      Die A77 ist recht robust und langlebig, durchaus für ernsthaften Gebrauch geeignet.
      Früher ließen einige Leute ihr Tonbandgerät mitlaufen, wenn sie Radio hörten.
      War was Interessantes dabei, konnte man es auf ein anderes Band oder Kassette kopieren.
      So entstanden z.B. manche Mix-Tapes für den Walkman, der war in den 80ern nahezu obligatorisch.
      Manche Radiosender stellten neue Schallplatten vor, ließen dann die ganze LP laufen.
      War es nicht spannend, wurde einfach das Band umgedreht, vorherige Aufnahme direkt überspielt.
      Gelernte DDR-Bürger dürften das gut kennen, so kam man an die neusten Hits aus dem Westen.
      Schallplatten waren teuer, teilweise presste wohl Amiga auch Westmusik, dürften Lizenzen gewesen sein.
      Wir Westler hörten auch DDR-Sender, da wurde meist ausgespielt und nicht in die Lieder gequatscht.

      Andreas
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