Uher Royal de Luxe Endstufe Problem

      Uher Royal de Luxe Endstufe Problem

      Guten Tag zusammen,

      bevor ich mich nächste Woche wieder dran setze, brauch ich mal einen Gedankeninput :)
      Hab von einem Bekannten ein Uher Royal de Luxe zur Reparatur bekommen mit defekter Endstufe (Plan anbei).

      Defekt ist auf jeden Fall T18, AC127, Schluss B-E, nur unter Spannung!
      Einen neuen hab ich mir schon besorgt, besser gesagt zwei. Eingelötet, leider wieder defekt.
      Ich hatte jetzt folgendes vor, Endstufen-Transistoren tauschen (T20,19), zusätzlich T18,17 und T16.
      Die Elkos ebenfalls. Widerstände alle überprüfen.
      Ich bin der Meinung, die Endstufe sollte es dann wieder tun, weil....viel ist ja nicht drin.
      bin ich da gut unterwegs? Derzeit hab ich iwie ein Brett vor dem Kopf :whistling:

      Wer hat übrigens diesen Kram da so versdammt eng drin verbaut?? Das ist ja mal gar nicht servicefreundlich. Daher wollte ich das auch nur einmal machen.

      Grüsse
      Peter
      Dateien
      Auch ich kann mich irren......
      Eigentlich was fürs Tonbandforum!

      Weißt Du bestimmt auch, Germanium ist mittlerweile eine heikle Sache.
      Bei manchen, selbst NOS, wachsen altersbedingt Zinnnadeln, Whisker.
      Die bekommt man meist weg, müsste auch mal hier im Forum diskutiert worden sein.
      Wie hast Du den Transistor ausgemessen?
      Einfache Diodenspannung wie Ube ist meist nur bedingt aussagekräftig.
      Ich nehme dafür den Komponententester, der in vielen HAMEG-Oszis ist.
      Die Bilder sind aussagekräftig, man erkennt auch teildefekte Transistoren, häufiger bei Germanium.
      Auch würde ich die DC-Spannungen in der Schaltung messen, eventuell defekter Elko.
      Meist sind in den UHERs ROE, zugegebenermaßen selten Ausfallkandidaten.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hi Peter,

      also bis auf T15 alle Transistoren und tauschen? Ja, wenn es an defekten Bauelementen liegt, dürfte deine Strategie aufgehen. Eins würde ich noch ergänzen: Auf kalte Lötstellen prüfen, vor allem im Bereich der Endtransistoren. Wenn ein Treiber dauernd durchbrennt, ist oft ein Defekt im Endtransistoren-Zweig schuld. Falls du bei der Inbetriebnahme nichts riskieren möchtest, empfehle ich dir das temporäre Einlöten eines Begrenzungswiderstandes, um die 47 Ohm, in die Stromversorgung. Meist findet sich dafür eine günstige Stelle. Der erlaubt dann auch, fix die Stromaufnahme zu messen.

      Viel Erfolg, Christian
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chriss_69“ ()

      Abend zusammen,

      Gemessen hab ich sicherlich mit dem Diodentest-Modus des MM. Da lag die Strecke halt, verglichen mit der anderen Endstufe, bei 0,0V, somit kaputt.

      Totaltausch mache ich nur, weil das echt seeehr bescheiden verbaut ist. Ich kann ja mal beiGelegenheit ein Foto machen, dafür müsste man manche Leute echt bestrafen :rolleyes:
      Vielleicht bin ich auch nur von Saba verwöhnt.
      Das mit dem Vorwiderstand werde ich mal testen, mal schauen.

      Auch ich kann mich irren......
      Bisher dachte ich, Whiskerbildung betrifft vor allem Germanium-HF-Transistoren, aber ein bissel Surfen ergab, auch ACxy können betroffen sein.
      Hier ein Beispiel, auch von einem Tonbandverstärker, betroffen war da der AC127. Typisch ist wohl ein Schluss von einigen Ohm zwischen einem Anschluss und Gehäuse, unter Umständen auch auch zwischen zwei Anschlüssen, wenn die Zinnfäden zwei interne Bonds brücken. Dort wird auch die Methode geschildert, die Whisker mit einem 100uf-Elko wegzubrennen, der vorher auf 16 Volt aufgeladen wurde. Da weiß nur keiner, wie lange so etwas hält.

      vintage-radio.net/forum/showthread.php?t=60857

      VG, Christian
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      Ich hatte mal ein Dutzend AC132 NOS gekauft. Alle hatten Whisker, aber ich konnte die wegbrennen. Ich hatte dazu mein Labor-Netzgerät benutzt, spannungsbegrenzt auf 8 V (max. 10 V), strombegrenzt auf 3 A. Genügte, Whisker, die einen Schluß machten, brannten augenblicklich (< 1 s) beim Einschalten des Netzgeräts weg.

      Wie lange das hält? Gute Frage, ich habe dazu bisher nichts gelesen. Sollten zumindest mehrere Jahre sein. Bei mir funktionieren sie nach inzwischen fünf Jahren (nach dem Wegbrennen) noch einwandfrei.

      Gruß
      Reinhard
      Der Vorschlag im Tonbandforum mit Umbau auf TDA 2030 ist interessant und praktikabel, aber natürlich eine deutliche Änderung vom ursprünglichen Design. Das mag nicht jeder ... und somit sind wir mitten einer Diskussion über die Revision bzw. Reparatur einer kleinen Endstufe. Die darf doch hier diskutiert werden ? Kaum sonstwo wird den Problemen so auf den Grund gegangen wie hier ...

      Michael
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