Zu Grundig Aktivboxen gehört meines Erachtens auch ein passender Vorverstärker. Ich bekam einen halbwegs preiswerten XV5000 aus Großbritannien in die Heimat geschickt. Äußerlich gut erhalten, aber ohne Funktion und mit abgeschnittenem Stecker. Die 1-A-Sicherung auf der Netzrelaisplatine war durchgebrannt.
Da das Gerät einige Berühmtheit erlangt hat, beschränke ich mich mal nur auf eine kurze Aufzählung der Arbeiten:
Die letzte Maßnahme ist nicht zwingend notwendig, sorgt aber für etwas geringere Temperaturbelastungen im Geräteinneren.
Auf der Platte werden 2 x 4 Watt thermische Leistung vom Endverstärker und die Verlustleistung des Längsregeltransistors entsorgt. Letzterer setzt die gleichgerichtete Eingangsspannung von 73 Volt (220V), respektive 77 V (230V) auf 54 Volt herab, das bei ca. 280 mA Stromfluss. Der teilt sich übrigens auf in 2 x 75 mA für die Endstufen und in Summe 130 mA für alle anderen Baugruppen. Sie alle werden von den 54 Volt längsgeregelter Spannung versorgt, keine der Baugruppen wird funktionsbezogen zu- oder abgeschaltet, sie stehen unter Spannung, sobald das Gerät einschaltet. In Summe muss also die kleine schwarze Alu-Platte unter heutigen Spannungsbedingungen ca. 15 Watt Wärmeleistung loswerden. Das schafft sie auch, erwärmt sich dabei aber auf gut 60 °C bei geschlossenem Deckel. Die drei Fingerkühlkörper reduzieren die Temperatur um ca. 8 Grad.
Frequenzgang, Entzerrung, Wirkung der Klangregelung und der Loudness liegen nun im Soll, alle Funktionen sind gegeben. Auch der Klirr liegt innerhalb der Spec. Nun muss ich noch die Knöpfe putzen.
Ein paar Bilder vom Inneren habe ich mal angehängt.
Viele Grüße,
Christian
Da das Gerät einige Berühmtheit erlangt hat, beschränke ich mich mal nur auf eine kurze Aufzählung der Arbeiten:
- Elkos kontrolliert, Frako-Elkos vorsichtshalber getauscht
- Alps-Kipphebelschalter demontiert und gereinigt. Das betraf nur diese vier Schalter. Die Drucktastenschalter für die Quellenumschaltung zeigten keinerlei Auffälligkeiten bei der Kontaktwiderstandsmessung
- Relais: Das Netzrelais durfte bleiben, der Übergangswiderstand war in Ordnung. Das Mutingrelais, der gleiche kleine Typ wie im MXV100, war hartnäckiger. Aktuell sind die Kontakte wieder ausreichend niederohmig. Ob das so bleibt, werde ich sehen.
- Potis und Pegelstufenschalter entkratzt
- Kalte Lötstellen am Übergang der Buchsenplatte zur NF-Eingangsplatte behoben. Die beiden Platinen sind senkrecht zueinander angeordnet und über Lötbrücken miteinander verbunden, siehe angehängtes Bild. Diese zeigten Ausfallerscheinungen.
- Kühlkörperblech der Verstärkerplatine mit TO03-Fingerkühlkörpern aufgewertet. Einen Schönheitspreis verdient das sicher nicht, aber ich habe etliche dieser Kühlkörper übrig.
Die letzte Maßnahme ist nicht zwingend notwendig, sorgt aber für etwas geringere Temperaturbelastungen im Geräteinneren.
Auf der Platte werden 2 x 4 Watt thermische Leistung vom Endverstärker und die Verlustleistung des Längsregeltransistors entsorgt. Letzterer setzt die gleichgerichtete Eingangsspannung von 73 Volt (220V), respektive 77 V (230V) auf 54 Volt herab, das bei ca. 280 mA Stromfluss. Der teilt sich übrigens auf in 2 x 75 mA für die Endstufen und in Summe 130 mA für alle anderen Baugruppen. Sie alle werden von den 54 Volt längsgeregelter Spannung versorgt, keine der Baugruppen wird funktionsbezogen zu- oder abgeschaltet, sie stehen unter Spannung, sobald das Gerät einschaltet. In Summe muss also die kleine schwarze Alu-Platte unter heutigen Spannungsbedingungen ca. 15 Watt Wärmeleistung loswerden. Das schafft sie auch, erwärmt sich dabei aber auf gut 60 °C bei geschlossenem Deckel. Die drei Fingerkühlkörper reduzieren die Temperatur um ca. 8 Grad.
Frequenzgang, Entzerrung, Wirkung der Klangregelung und der Loudness liegen nun im Soll, alle Funktionen sind gegeben. Auch der Klirr liegt innerhalb der Spec. Nun muss ich noch die Knöpfe putzen.

Ein paar Bilder vom Inneren habe ich mal angehängt.
Viele Grüße,
Christian
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2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)
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