MD292 Abweichung der Mittenfrequenz

      MD292 Abweichung der Mittenfrequenz

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      Hallo,

      bei meinem DN2920 war der Abgleich der Bandgrenzen auf 87,5 MHz und 108,6 MHz erfolgreich.

      Allerdings stimmt etwas nicht mit der Mittenfrequenz. Diese wird im vorliegenden Fall genau bei 106,75 MHz erreicht, obwohl der Sender auf 106,70 MHz sendet.
      Bei der Einstellung auf 106,70 MHz regelt die AFC auf 106,75 MHz und das FM-Tuning Instrument ist genau in der Mitte.

      Kann mir bitte jemand einen Hinweis geben.
      Grüße Tommy

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      Hallo,

      die exakte Mittenanzeige ergibt sich bei 106,70 MHz, wohingegen die Feldstärke bei 106,75 MHz maximal wird.

      @ Reinhard: im Oktober 2021 hattest du das FM-Tuner-Modul und FM-ZF-Modul bei dir abgeglichen (gekennzeichnet mit "Set 4").
      Grüße Tommy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tommy“ ()

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      Hallo,

      dieser Effekt ist offensichtlich temperaturabhängig und ändert sich nach dem Einschalten innerhalb der nächste 30 Minuten, mal in die ein oder andere Richtung aber nur um 50 kHz.

      Ein ähnliches Verhalten hattest du ja mal mit zwei Maxima der Filterkurve beschrieben worauf die AFC einrasteten kann.
      Grüße Tommy

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      Hmm,
      ein Temperaturgang bei Erwärmung ist m.E. nur bei Drift in eine Richtung plausibel.

      Wenn es mal +50 kHz und mal -50 kHz Verstimmung gibt (dazwischen muss auch der Zustand durchlaufen werden bei dem es genau stimmt), würde ich in dem Fall an eine Instabilität der Abstimmspannung denken.

      Dazu auch hier:
      SABA 9260/ Endstufen - Transistoren kaputt, und andere Dinge
      Dort:
      Beitrag von Nachteule am 26. April 2025

      Einen Doppelhöcker der ZF könnte man daran erkennen, dass beim Durchstimmen (ohne AFC!) von niedriger zu höherer Frequenz zwei Maxima mit einem Minimum dazwischen am Feldstärkeinstrument erkennbar sind.


      Gruß
      Reinhard

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      Das Thema ließ mir keine Ruhe, deshalb nochmal überprüft. Somit korrigiere ich meinen Beitrag von Donnerstag, 13:50:

      "Hallo,
      die exakte Mittenanzeige ergibt sich bei 106,70 MHz, wohingegen die Feldstärke bei 106,75 MHz maximal wird".

      wie folgt:
      exakte Mittenanzeige (mit und ohne AFC) und maximale Feldstärke ergeben sich bei 106,75 MHz. Bei der Einstellung auf 106,70 MHz (AFC aus) ist zeigt die Mittenanzeige leicht nach links und die Feldstärke ist etwas geringer.
      Grüße Tommy

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      Der Abgleich stimmt, wenn Mittenanzeige und Feldstärkemaximum bei derselben Frequenz kommt. Das stimmt bei Dir, also gibt es keinen Anhaltspunkt für einen Fehlabgleich des Tuners und ZF-Moduls.

      Das kein Fehlabgleich vorliegt, hatten Überprüfungen auch bestätigt.
      In Deinem 9260 zeigte Ende Januar 2022 das von Dir eingesetzte "Set 4" (zusammen abgeglichenes Tuner- und ZF-Modul) korrekte Frequenz bei Mittenabstimmung:



      und bei meiner Messung (am 26. Januar 2022) im 9241 auch dementsprechend niedrigen Klirrfaktor




      Den Unterschied dazu macht jetzt der Zähler in diesem Exemplar MD292.

      Da nach Deiner jetzt berichtigten Beobachtung dieser Zustand reproduzierbar ist - in der Weise, dass bei genauer Mittenabstimmung, die bei Dir auch immer Feldstärkemaximum ist, die Digitalanzeige 50 kHz zu viel anzeigt - ist eine Korrektur beim Frequenzzähler vorzunehmen.

      Der 50 kHz Offset entsteht in der Digitalanzeige der Frequenz. Die müsste 106,70 MHz zeigen, zeigt aber 50 kHz zuviel an. Ein zu erwartender Vorgang bei Wechsel des ZF-Moduls. Man kann dabei auch Glück haben, dass das neue ZF-Modul ohne Neuanpassung der Frequenz beim Zähler passt. Bei nur 12,5 kHz Abweichung merkt man das i.a. noch nicht, da die Schrittweite der Frequenzanzeige 50 kHz ist. Hier ist aber offensichtlich eine Anpassung nötig, wie sie lt. Service-Manual beim Zähler vorgesehen ist.

      Die Digitalanzeige wird für jedes ZF-Modul (genauer: für dessen Keramik-Filter-Mittenfrequenz) im Werk über Steckverbindungen individuell programmiert. Wechselt man also das ursprünglich eingebaute ZF-Modul gegen ein anderes, das eine andere ZF-Mitte hat, ist der Zähler weiterhin auf das alte Keramikfilter programmiert entsprechend der Differenz der Mittenfrequenzen des alten ZF-Filters und des neuen gibt es eine Abweichung bei der Zähleranzeige. Das scheint bei Dir so zu sein (des jetzt eingesetzte ZF-Modul - Set 4 - ist ein anderes als dort werksseitig mal eingebaut war?).

      Diese Situation ist im Saba-Service Manual behandelt:



      Zwischen den Pins in den Reihen A, B, C. D unter dem IC SAA1070 des Zählers werden dazu 22k Widerstände gesetzt. Welche Widerstände gesetzt werden, bestimmt die Abstimmung des Zählers gemäß der Tabelle. Du hast dort eine Schrittweite von 12,5 kHz.
      Programmierung in den übrigen Reihen ist für AM, die nicht verändern!

      An der jetzigen Programmierung kannst Du sehen, auf welche Mittenfrequenz der Zähler derzeit eingestellt ist. Du erhöhst von der jetzt eingestellten Frequenz ausgehend schrittweise die Zählerprogrammierung in Schritten von 12,5 kHz, bis die Anzeige bei Mittenabgleich stimmt. Die in der Programmierung eingestellte ZF wird vom Zähler ja von der Oszillatorfrequenz abgezogen. Bei Dir wird derzeit vom Zähler zu wenig abgezogen, weshalb die Anzeige um 50 kHz zu hoch ist. Sie kann aber bereits 50 kHz zu hoch anzeigen, wenn die programmierte Zählerfrequenz lediglich 20-25 kHz zu klein ist.

      Viel Erfolg!

      Gruß
      Reinhard

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