Hohner Orgaphon 25MH

      Hallo Iciva,

      wegen der Spannungsverdopplerschaltung ist auch zu beachten, dass der Minuspol (Gehäuse) des einen Elkos auf mindestens 150V liegt - da kann man schon gut einen Gewischt bekommen.

      Weiterhin ist mir aufgefallen, dass der im Schaltbild untere Elko verkehrt gepolt eingezeichnet ist - also ist auch dort Vorsicht geboten, falls du die Teile auswechselst und dir dann bezüglich der Polung nicht schlüssig wirst.

      Dazu aber noch ein Schaltungsausschnitt:



      Die Netzteilschaltung ist recht unübersichtlich gezeichnet, daher muss man etwas länger überlegen, was da vor sich geht.
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo werte Kollegen,

      heute ginge etwas weiter:

      - ein 2-poliger Netz-Wippschalter wurde besorgt und an die Front angebracht
      - der festsitzende Stand-By Schiebeschalter wurde durch ein exaktes Pendant ersetzt.

      Und nun die Fragen bzgl. der Verdrahtung:

      Da ich ich dies nun das erste Mal mache, frage ich mich, wie die korrekte Verdrahtung lautet?

      Auch ist mir nicht klar, was mit der Tastschalterbeleuchtung geschehen soll?
      Sie wird ja nicht mehr benötigt. Kann ich diese einfach ersatzlos von der Lötleiste ablöten?

      Ich habe zur Veranschaulichung 2 Fotos gemacht.



      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Aufpassen!

      Vor sehr vielen Jahren war rot als Farbe für den Schutzleiter üblich, seit wenigen Jahrzehnten hat sich für den Schutzleiter gelb/grün eingebürgert. Ich würde die Netzleitung durch eine vorkonfektionierte mit Schukostecker ersetzen, wenn das Chassis am Schutzleiter angeschlossen wird.
      Nach Schaltbild scheint aber kein Schutzleiter vorgesehen zu sein, dann nimmst Du eine zweipolige Eurostrippe mit dem flachen Stecker.
      Der Netzschalter schaltet offensichtlich zweipolig. An dessen Anschlüsse kommt dann die Netzleitung. Die Litze ziehst Du durch die Löcher durch, biegst sie um und verlötest sie. Nur Anlöten ohne Durchstecken und Umbiegen entspricht nicht VDE. Auch ist eine Zugentlastung für die Netzleitung erforderlich, wenn es kein wildes Gebastel werden soll.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo Ivica,

      Du willst wissen wie die Drähte an den Schalter kommen?
      Um auf Nummer Sicher zu gehen messe ich solche Schalter immer mit den Durchgangsprüfer durch.
      Wenn Du in der Schalterstellung "ein" zB. Durchgang zwischen 1 und 2 hat kommt zB. auf 1 rot und auf 2 grün, auf 4 schwarz und auf 5 gelb.

      Ob Du rot auf grün und schwarz auf gelb oder umgekehrt rot auf gelb usw. versdrahtest ist m. E. Geschmacksache.

      Anstelle die Drähte an den Schalter anzulöten würde ich Flachstecker verwenden. Im Fall des Falles ist der Schalter schnell getauscht.

      Bitte nimm meinen Hinweis nur als Ergänzung und nicht als Ersatz zum Beitrag 023 von Andreas.

      Gruß
      Wolfgang
      geht nicht - gibt's nicht!
      Vielen Dank Andreas und Wolfgang für die wertvollen Hinweise!

      Es ist so wie Andreas vorwarnte: der Schutzleiter ist rot gekennzeichnet.
      Der Wippschalter, den ich besorgte, trennt bzw. schaltet zwischen den Kontakten
      1A-2A und 4B-5B.

      Ich würde das nun wie folgt verlöten:

      1A: Netzstecker - 2A: Zuleitung vom Si, der mit der 220V Anzapfung des Netztrafos verbunden ist
      4B: Netzstecker - 5B: Trafozuleitung (gelb)

      (Den Schutzleiter ans Chassis)

      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Hallo Ivica,

      nur zu, technisch paßt das. (Ob das Farbenspiel auch irgendwelchen Normen entspricht weiß ich nicht, vielleicht weiß Andreas mehr. Wenn Du aber den Netzstecker andersrum in die Steckdose steckst sind Phase und Neutralleiter auch verkehrt. :) )
      Die ersetzte Netzleitung wird dann auch in Zukunft Klarheit schaffen.

      Gruß
      Wolfgang
      geht nicht - gibt's nicht!
      Ich werde es einfach so machen wie Andreas es mir empfahl und eine "moderne" Netzstrippe verwenden.
      Ich finde, die Signalfarbe Rot als Schutzleiter zu verwenden, ist verwirrend.
      Mein Vorgänger hatte den Fehler begangen, ohne vorher zu prüfen, Rot (also in diesem Fall Schutzleiter) an Phase zu löten.
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Auf Gefahr hin, dass ich weiteres Augenrollen provoziere, hier meine Variante.
      Bitte lasst mich wissen, ob ich hier etwas falsch mache bzw. Verbesserung möglich ist.


      Netzstecker mit Zugentlastung

      Schutzleiter an Chassismasse

      die Lötstellen

      Netztrafo von oben mit den 2 x 1,5K in Reihe (Ersatz für den 3K Drahtwiderstand)

      die Front


      Bleiben 2 Fragen an dieser Stelle:
      - Was mache mit der ehemaligen Tasterbeleuchtung (rot/blaue Strippe vom Netztrafo: siehe post 022 Bild 2)? Ablöten?
      - Peter, Dir gefiel die Variante des Sicherungshalter nicht.
      Was hättest Du für einen Vorschlag, wie ich zu einer eleganteren Lösung finde?

      Vielen Dank im Voraus!
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Hallo Ivica,

      ich würde vorschlagen hinter das große Loch ein Alublech zu schrauben ; zur Befestigung ein zusätzliches 3mm auf der anderen Seite des großen Loches bohren. Dann ein übliches Sicherungselement mit Zentralbefestigung in das neue Blech einbauen.

      Damit hast du das große Loch in der Frontplatte verschlossen und gleichzeitig das Sicherungselement an geeigneter Stelle, und mittels "Durchschleifen" des grünen Drahtes, mit kürzesten Verdrahtungswegen untergebracht.

      Die jetzt überflüssigen Leitungen zu dem Signallämpchen kannst du an ihrer Quelle -Netztrafo- einfach ablöten (ausbauen).
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Das mit dem Netzschalter und der neuen Netzstrippe sieht schon annehmbar aus.

      Bei VDE bin ich nicht so ganz fit, da habe ich mir nur etwas angelesen, bin somit kein kompetenter Fachmann Elektrik. Die Zugentlastung ist vorhanden. Bei Gewalteinwirkung soll es so sein, daß zuerst die Anschlüsse L und N reißen, zuletzt der Schutzleiter. Auch das ist laut Bildern offensichtlich gegeben.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      kurzer positiver Zwischenbericht:

      nachdem ich die Vorstufe gereinigt hatte, alle Potis gangbar machte (ein paar saßen etwas fest), Kathoden- Elkos der einzelnen Kanäle tauschte (die vorhandenen hatten schon leichte "Blähungen") wagte ich eine erste vorsichtige Inbetriebnahme über den Regeltrenntrafo:

      - keine Rauchzeichen
      - keine unnatürlichen Brummgeräusche
      - bei Anschluss einer E-Gitarre ein sauberes Signal, wenn auch noch zu leise.

      Fotos und weitere Schritte folgen am WE. Aber erstmal kann ich zufrieden sein, dass sich überhaupt etwas regt, sprich mehr als ich mir zu erträumen wagte.
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Hallo Heino,

      ich widerspreche Dir nur ungern, das jedoch sehe ich anders: der MH25 hat laut Frontpanelbeschriftung sehr wohl einen Gitarrenkanal.
      Ich kanns auch belegen (dies in Bälde).
      Leise klingt er wohl auch in erster Linie, weil ich den LS ausgebaut hatte (und dies vorher verschwiegen hatte: Asche über mein Haupt!).
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Hallo Heino,

      hier ein paar Bilder der Vorstufe.
      Man erkennt dort einen Trafo. Ist dies der von Dir erwähnte Eingangsübertrager?









      Auf dem letzten Bild erkennt man 2 "gebräunte" Widerstände in unmittelbarer Nähe zur ECL86 (der stärker Mitgenommene ist mit dem 16µ verbunden, müsste laut SP demnach der 15k sein). Desweiteren 2 geschirmte Leitungen (grau bzw. schwarz), die abgeschnitten sind.
      Meine Vermutung: es handelt sich um die Anschlüsse der Hallspirale.
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.
      Hallo Heino,

      kannst Du mal kurz drüber schauen: ist das der besagte Eingangsübertrager?




      Diesen habe ich im grossen Bruder des 25MH gefunden: dem Hohner Orgaphon 60MH.

      Wenn ein solcher Eingangsübertrager zur Verstärkung des Eingangssignals nicht vorhanden ist/war, wie hatte sich der Hersteller, Hohner, das mit der Verstärkung gedacht? Klar, ich nutze sonst üblicherweise immer eine externe Röhrenvorstufe, nicht nur wegen der Vorverstärkung, sondern weil sich mir dadurch mehr Klangmöglichkeiten bieten. Schön wäre es jedoch schon, wenn man nur auf den Amp zurückgreifen könnte und kein Zusatzgerät benötigte.
      Sollte ich einen Eingangsübertrager auftreiben können, wo und wie baue ich diesen dann ein?
      Gruss, Ivica, harter Knochen - weiche Birne.