Alchemist Kraken Verstärker


      Es bleibt trotzdem sehr merkwürdig, wieso hier der 0,16 Ohm Ausgangswiderstand eingefügt wurde.


      Gruß
      Reinhard
      [/quote]
      nabend an alle.
      ich denke, dass es probleme im Zusammenhang mit dem Zobel gab. Diese 68nF kamen wahrscheinlich nicht aus einer Berechnung heraus. Das hat man mit einer LS-Box abgeglichen. Man muss einfach die Zeit sehen, in der das entwickelt wurde...Jedenfalls ist das meine Vermutung. Und der 0,16Ohm hat das Schwingverhalten ein wenig gedämpft. Ich denke auch , dass es ein gewickelter Widerstand war, der eine gewisse Induktivität mit sich gebracht hat.
      Gruss Roger
      Das kann sehr gut sein. Ein kleiner Lautsprecher, der weit verbreitet ist, aus britischer Produktion, und schon passt das. Ich hatte aus den Testberichten auch den Eindruck gewonnen, dass bestimmte Paarungen zu recht ordentlichen Ergebnissen führten, aber auch, dass die O-Version dieses Verstärkers das Gegenteil von universell einsetzbar ist ...

      Nun handelt es sich bei dem Exemplar hier schon um eine revidierte Version, nicht mehr den ersten "Kraken". Und kurz danach ist er nochmal überarbeitet worden. Andere Verstärker der Firma waren m.E. besser durchdacht, obwohl es auch da einige Seltsamkeiten gab (wie unzureichende Spannungsfestigkeiten bei Elkos und Transistoren etc.). Man findet da einiges auf der interessanten Webseite der FTBW von Martin Kühne.

      Besten Gruss,

      Michael

      Neu

      Hallo zusammen,

      im Anhang ist die Schaltung in der endgültigen Version zu finden. Den Transistor der VAS (Q7) habe ich auf SA1220 geändert. Bei starkem Clipping, bzw. Kurzschluss am Ausgang muss der Transistor 1,5 Watt verheizen, ein 2N5401 wäre da überlastet. Den Ruhestromtransistor Q3 habe ich ebenfalls ausgetauscht. Ursprünglich hatte ich da einfach einen der ausgebauten MPSA92 genutzt. Nun ist es ein PNP-Transistor im TO126er-Gehäuse geworden, um eine einfache Montage mit einem der Treiber T25/ T26 zu ermöglichen. Der Typ ist nicht ganz so entscheidend, auch ein BD136/138/140 wird hier funktionieren. Ich habe einen SD350 genutzt, ein ähnlicher Transistor aus DDR-Zeiten mit Icmax von 3 Ampere.
      Michael sandte mir Bipolar-Elkos für den Kondensator in der Rückkopplung zu, die sind nun auch eingebaut, inklusive eines 1 µF-Folienkondensators parallel dazu.



      Lötseite, der Folienkondensator wurde dort untergebracht. Kurzschluss ist nicht zu befürchten, die Beine haben höhentechnisch ausreichend Abstand zu den vorhandenen Lötpunkten und könnten aufgrund der Stabilisierung durch das Kondensatorgehäuse nur mit recht hoher Kraft angedrückt werden.

      Ein RL-Glied wurde im Ausgang ergänzt. Die Induktivität besteht aus einer selbst gewickelten Luftspule. 60 cm Lackdraht von 0,8 bis 1 mm Durchmesser, doppellagig auf einem 10 mm-Durchmessser-Dorn ergeben 18 Windungen, die durch drei Rändelschlaufen und etwas Klebstoff eng zusammengehalten werden. Der Wert landet so bei ca. 2,2 µH.



      Im Spulenzentrum ist der Widerstand untergebracht. Die Anbringung direkt unter der Lautsprecherklemme bot sich an.




      Bestückungsseite, ein Kanal

      Der 2SA1220 braucht weniger Kompensation als der 2N5401. Mit 33 pF zwischen Basis und Kollektor kommt es auch bei hohen Leistungen nicht zu überlagerten Schwingungen.
      Im Bild sieht man rechts sowohl den VAS-Transistor und den davor befindlichen 33 pF-Kondensator. Links die Ruhestrombaugruppe auf einem Stück Lochraster. Treiber und Ruhestromtransistor habe ich einfach mit einer M3-Schraube zusammengeklemmt. Wichtig ist der Isolierstreifen dazwischen. Die Montageflächen führen jeweils Kollektorpotential, ohne elektrische Isolation funktioniert die Schaltung nicht.

      Der Ruhestrom lässt sich gut und in relativ weiten Grenzen einstellen. Ich habe 300 mA genutzt, damit bleiben die Class-A-Eigenschaften für übliche Lautstärken erhalten. Vor der Einstellung sollte man aber über das schon vorhandene Poti P1 den Strom über R29 auf ca. 4 - 5 mA setzen. Der Ruhestrom blieb bei meinem Testbetrieb stabil. Die thermische Koppelung von Q3 und einem der Treibertransistoren verbessert das Verhalten des Verstärkers deutlich, nach nur wenigen Minuten Betrieb ändert sich der Wert kaum noch, während im Originalzustand dafür eine ca. 1-stündige Aufwärmphase notwendig war.

      So kann der Verstärker nun zurück zu Michael.

      Viele Grüße,
      Christian
      Bilder
      • Kraken_mod_final.jpg

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