Saba Freiburg Automatic 100-Stereo Restauration

      Die Stange so lassen!

      Das Silber sieht noch wirklich gut aus.
      Hast Du vermutlich auch gelesen, einer übertrieb es und das Silber war ab.
      Welcher Konus für was ist, weiß ich nicht, habe das Radio nicht.

      Auch kann ich nicht exakt sagen, welche Spannung am Filter kommen sollte.
      Sind es eher ein paar mV, ist das zu wenig.
      Möglicherweise kann ein Mitleser die Frage beantworten, der das oder ein ähnliches Radio hat.
      Das Filter müsste in gleicher oder ähnlicher Bauart in mehreren Radios sitzen.

      Drehe nicht an den Filtern, ist hoffentlich noch Werkseinstellung.
      Gerade bei Ferrit, sprödes Material, ist es schnell passiert, daß es knackt.
      Manch altes Ferrit neigt auch dazu, im Alter langsam bröselig zu werden.

      Hast Du einen Signalgenerator oder Funktionsgenerator, der für LMK taugt?
      Sonst musst Du halt einen starken Sender ab Dämmerung nehmen.
      Ich würde mich durchhangeln, es erst mal von hinten nach vorne probieren.
      Das ist naheliegend, weil ja vermutlich alle Bandbereiche betroffen sind.
      Wäre es nur ein Band, ist davon auszugehen, daß der Fehler schon vorne ist.
      Mit etwas Glück ist es hinten die Demodulation, AM-Gleichrichtung.
      Kann man alles gut mit einem üblichen Oszilloguck messen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Guten Morgen zusammen,
      Hier nun ein Zwischenstand, wie es um das Radio steht. Es gibt zwei Erfolge zu vermelden.
      Doch eines nach dem anderen. Da ich seit einer Woche wieder auf der Arbeit bin, hatte ich kaum Zeit mich mit dem Radio zu befassen.
      Ich prüfte verschiedene Dinge, zum Einen sämtliche Spulen in den Filtern und am Tastenblock. Alle sind in wohl in Ordnung. Zumindest konnte ich bei jeder Spule einen Widerstand messen.
      Kein Drähtchen war abgerissen oder verschmort. Zum Anderen prüfte ich alle Widerstände, die sich in unmittelbarer Nähe der Röhren befinden, einschließlich Anodenwiderstände.
      Auf diese Prüfung hat mich das Mitglied Saba_Wolf (Wolfgang) gebracht, Von ihm erwarb ich zwei AÜ's, wovon ich einen eingebaut habe. Seitdem funktioniert der rechte Kanal wieder.
      An dieser Stelle: vielen, vielen Dank für die Ersatzteile. Zurück zu den Widerständen. Ich kam irgendwann bei R 24 mit 22k an, zu dem sich parallel der C42 mit 5 uF paart.
      Ich messe einen satten Kurzschluss und der Übeltäter ist der Elko C42. Diesen hatte ich zuvor erneuert, aber nicht vorher gemessen. Diesen erneuerte ich und seitdem habe ich wieder Empfang auf UKW.
      Ich bekomme auch mehrere Sender rein und das magische Band zieht sich auch zusammen. Leider hapert es noch an der Lautstärke, die in allen Wellenbereichen noch zu niedrig ist. Sie ist zwar wesentlich
      Lauter als vorher, aber im Vergleich wenn ich über TA eine CD abspiele, ist es viel zu wenig. Da platzen mir fast die Ohren, so laut ist es.
      Dann fiel mir beim Umbau des AÜ auf, dass unter dem Papier ein Zettelchen mit verschiedenen Zahlen war. Kann es sein dass es die Windungszahlen sind?
      Anbei sind mehrere Fotos, auch Schaltplanauszug. Der kaputte Elko ist bei Filter 5 mit rotem X. Kann es sein dass der was anderes noch kaputt gemacht hat? Z.B. die Dioden im Filter 5?

      Viele Grüße von Christoph
      Bilder
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      Glückwunsch!

      Ist der schon defekt eingebaute Elko von Roederstein?
      Selbst unbenutzt haben die alten im goldgelben Alubecher schon mal Kurzschluss.

      An einen Folgeschaden bei den Dioden glaube ich eher nicht, kann ich aber nicht ausschließen.
      Hast Du ein Oszi mit Komponententester von HAMEG?
      Damit sollte man selbst im eingebauten Zustand die Dioden gut testen können.
      Ganz saubere Diodenknicke wie z.B. bei 1N1418 werden da nicht kommen.
      Eventuell lötest Du Pin14 frei oder R22 einseitig hoch.

      Interessant ist danach, was an Kontakt a von U3 als NF-Spannung kommt.
      Ich würde abends einen starken KW-Sender in der Gegend 6 bis 7 MHz nehmen.
      Laute Ortssender LMK wie vor 60 Jahren haben wir leider nicht mehr.
      Nebenbei, die NF-Spannung vom CD-Spieler wird eher was zu hoch sein.

      Andreas
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      Moin Andreas,

      Es kann sein, dass der Elko von Roederstein ist. Das Emblem kann man kaum erkennen.
      Sooo lange hatte ich den noch gar nicht liegen, aber so isses nun mal.
      Ein Oszi mit Komponententester von Hameg habe ich leider nicht. Gehts denn auch mit einem anderen Gerät?
      Ein anderes Forenmitglied meinte, dass evtl. die EBF 89 Schaden genommen haben könnte und man sie prüfen müsste.
      Was müsste denn für eine Spannung an U3a anliegen?
      Gibt es noch Erkenntnisse mit den Zahlen auf dem Zettel Des AÜ?

      Christoph
      EBF89 testen ist eine gute Idee!

      Es kann durchaus sein, daß die was müde geworden ist.
      Teste wenn möglich kreuzweise, also auch die aus dem Freiburg in einem anderen Radio.
      Genaue Spannung an U3 a weiß ich nicht.
      Vom Prinzip her soll die so hoch sein wie mit Plattenspieler (Kristalltonabnehmer).
      Eigentlich sollte die was niedriger sein als die bei heutigen CD-Spielern.

      Schade, daß Du kein HAMEG hast.
      Hat man Übung mit dem Komponententester, kann man häufig Bauteile ohne Ausbauen testen.
      Wenn Du ein Multimeter mit echter Diodenprüffunktion (Flussspannung) hast, geht das auch.
      Sonst Blockbatterie 9 V nehmen, 10 kΩ davor und so die Dioden messen.
      Die Flussspannungen beider Dioden sollten (nahezu) gleich sein.

      Zum Zettelchen beim Übertrager kann ich wenig sagen.
      Ich meine, darüber wurde schon mal hier im Forum was geschrieben.
      Ist allerdings einige Jahre her, Suche wird schwierig.

      Andreas
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      Kurz was zum Phonoeingang!

      Ich habe mal bei älteren Geräten nach Spannung Phonoeingang geschaut.
      Gemeint ist Kristall, nicht modernere wie magnetische Tonabnehmer.
      Typische Spannung ist 100 mV an 1 MΩ.
      CD-Spieler haben wesentlich mehr, nicht selten was um die 500 mV.
      Musik von CD ist dann wesentlich lauter gegenüber Radioempfang.
      Oder anders gesagt, nicht wundern, wenn Radio scheinbar zu leise ist.

      Andreas
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      Guten Abend zusammen (oh, schon nach Mitternacht)

      Habe lange nichts mehr von mir hören lassen.
      Eine Ergänzung vom letzten Post von Andreas.
      Den CD-Player hatte ich nicht an TA, sondern an TB angeschlossen, weil dort die 5-polige Eingangsbuchse ist.
      Bei der dreipoligen konnte ich nichts realisieren, auch nicht mit Adaptern. Habe keinen 3-poligen Stecker.
      Zur Lautstärke über TA/TB kann ich sagen, dass es sich nicht übersteuert anhört, es sei denn ich reiße die Bässe auf.
      Den Regler brauche ich nicht weit hochdrehen. Bei U,K,M,L muss ich den LS-Regler voll aufdrehen um überhaupt was zu hören.
      Nachdem ich den Elko ersetzt hatte ist es auch lauter geworden, aber trotzdem nicht befriedigend. Die EM leuchtet und zieht sich zusammen.
      Zwischenzeitlich hatte ich Kontakt mit Wolfgang (Saba_Wolf). Von ihm hatte ich die AÜ's bekommen.
      Er gab mir einige Tipps, die ich umsetzen/prüfen konnte. Ich sollte die negative Ratiospannung bei einem starken Sender am C 42 messen.
      In der Regel sind je nach Radiotyp Spannungen zwischen -25 bis -35V messbar. Bei diesem sind es nur -16V.
      Die EBF 89 bekommt die Spannung, die angegeben ist: 250V. Ich hatte auch zwischenzeitlich von einem anderen Forenmitglied alle Röhren prüfen lassen.
      Es waren einige nicht in Ordnung. Die schadhaften hat er mit Röhren aus seinem Bestand ersetzt, sodass dieser Röhrensatz in Ordung sein sollte.
      Jedenfalls prüfte ich nochmals alle relevanten Spannungen der Röhren. Vorzugsweise die, die sich in ZF und Tuner befinden.
      Bei Rö 201 liegen an Pin 1 144 - 165V an, statt 125V, Rö 202 ist okay. Die Spannungen an ECH 81, EF 89, EBF 89, ECL 80 sind auch okay. EABC 80 hat einen Ausreißer.
      An Pin 9 sollen nur 155V anliegen. Es sind aber knapp 300V, also doppelt so viel. Die Röhre bekommt die Spannung vom +1 Zweig. Dazwischen liegen R 49, R 61
      mit jeweils 10 kOhm und noch die Relaisspule vom Steuerschalter mit ebenfalls 10 kOhm. Macht 30 k. Es wird auf dem Weg kaum etwas "verbraten".
      Oder ist das ein Fehler im Plan? Irgenwie kann ich das nicht nachvollziehen. Ich füge noch einen guten Schaltplan bei.
      Keine Ahnung was da im Argen ist. Wäre ein Abgleich sinnvoll? Jedenfalls weiß ich heute nichts mehr.

      Gute Nacht und Gruß von Christoph
      Dateien
      Hallo Andreas,

      Ich habe eine andere EABC 80 aus einem Freudenstadt 7 rausgenommen.
      Mit der Röhre kann ich keine Veränderung feststellen. Auch nicht umgekehrt.
      Mir ist klar, dass die angegebenen Spannungen meist nie auf den Punkt hinkommen.
      Dann habe ich mal verschiedene Schaltpläne verglichen. Fazit:
      Die 155V am Pin 9 der EABC 80 kann nur verkehrt sein. Vergleiche den Plan vom Freiburg 125. Plan ist anbei.
      Dort sind am selben Punkt 300V angegeben. Von daher ist es für mich eindeutig.

      Bleibt die Frage warum die Lautstärke bei allen Wellenbereichen so gering ist...

      Wünsche noch einen schönen Sonntag
      Gruß Christoph
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      Wieder was geklärt!

      Deine Idee, einen anderen Schaltplan mit gleicher Schaltung zu nehmen, war gut.
      Ist immer wieder mal, daß sich Fehler in Schaltpläne einschleichen.

      Eher allgemein, man muss aufpassen, wie gemessen wurde, Innenwiderstand Messgerät.
      Häufig ist der irgendwo im Schaltplan angegeben, z.B. 20 kΩ/V.
      Misst man mit heutigen hochohmigen Digitalmultimetern, bekommt man andere Werte.
      Manchmal ist auch 1 MΩ angegeben, war damals ein Röhrenvoltmeter.
      Da passt das dann (fast immer), wenn man mit Digitalmultimeter misst.

      Andreas
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