Loudness bei einem 9260 - funktioniert, aber auch nicht

      Loudness bei einem 9260 - funktioniert, aber auch nicht

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      Hallo liebe Freunde des Saba 9260,

      Ich bin ebenfalls ein seit kurzem infizierter Liebhaber dieses Monuments deutscher Hifi-Geschichte und habe schon einiges umgesetzt, was man an optimierungen so machen kann. Also die grossen Elkos getauscht, den Gleichrichter auf der Hauptplatine, Potis auf Netzteilplatine und Endstufen, das Kettronik- Relais mit den Luftspulen eingebaut etc. Im Prinzip kann man sagen, alle Tips, die im Forum in einem tollen Beitrag dazu zu finden sind (Überarbeitung der Endstufen) und die unglaubliche Fibel von Kettronik durchgearbeitet und das umgesetzt, was möglich ist.
      Dabei bin ich an folgender Stelle stehengeblieben: wenn ich die Vielbeiner auf den Flip Flops gegen die Ketrronikmodule tausche habe ich keine Loudness mehr. Das lämpchen geht, am Klang passiert aber nichts. Zurückgetauscht funktioniert es. Also messen.

      An den Dioden, die zwischen Flip Flop und Vielbeinern auf der Hauptplatine vorne rechts in der Ecke auf dem Weg dorthin sitzen habe ich vor der Diode ankommend aus dem Flip flop 11.05V, die ankommen und 0V. Hier scheint also alles korrekt. Hinter der Diode allerdings erscheint die Spannung fast halbiert zu sein. Hier sind gegen Masse nur noch ca. 6,8V übrig. Schalte ich die Loudness um, sind es kpapp über 5 Volt. Das kann doch nicht richtig sein? Mit den Kettronik Modulen gleichen sich die Spannungen so sehr an, dass der Vielbeiner einfach nicht mehr umschaltet. Neue Vielbeiner, ich glaube Bc4066, bringen nichts. Gleicher Effekt. Warum halbiert sich die Spannung über den Dioden, wenn aus dem Flip Flop scheinbar die richtige Vorspannung kommt? Hat jemand eine Idee? Leider finde ich in der Literatur dazu wenig und die Suche ergab bisher nichts. Messpunkte sind dort auch keine angegeben, also habe ich immer Richtung Masse gemessen. Der Rest des Verstärkers läuft, R2227 hat bei mir 1.8Kohm und eine Spannung von 16V nach Widerstand. Ist heile. Der Widerstand R601 war durch und wurde durch eine 800mA Sicherung ersetzt und läuft einwandfrei damit. Lieben Dank für einen Austausch dazu, viele Grüsse Christian

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      Hi Christian, das klingt nach einer Frage für Tommy, der hier auch aktiv ist. Er wird sein Modul ja gut kennen ... ansonsten viel Spass mit dem Receiver -- ist ein feines Teil ! Wenn ich mir einen Grossteil des Mülls ansehe, der aktuell so verkauft wird ... nun, der wird nach 40 Jahren sicher nicht mehr laufen ...

      Michael

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      Hallo Namensvetter,

      das Verhalten vor den Zenerdioden klingt für mich erst mal normal: 0 Volt vs. 11,05 Volt dürfte passen.

      Dass sich hinter den Zenerdioden die Spannung halbiert, ist auch in Ordnung. Sie dienen dazu, die Schaltsignalspannung an die Pegel der Umschalt-ICs anzupassen. Diese bekommen nicht 12V gegen Masse, sondern -8,2 Volt an den Pins 7 und ca. 6 Volt an den Pins 14. Das ist notwendig, damit sie die analogen Signale, die gegen Masse ca. 0 Volt Bezug aufweisen, auch so schalten können, dass positive und negative Halbwelle durchkommen.

      Liegt an der Kathode - Pfeilspitze - 0 Volt an, müssen dahinter ca. minus 6,2 Volt anliegen. Sind es 11 Volt, muss sich der Wert auf plus 4,8 Volt ändern.
      Des weiteren wäre es gut, wenn du mal die Versorgungsspannungen an den ICs 2241 und 2251 mißt. Das müssen die oben genannten minus 8,2 Volt an den Pins 7 sein und plus 6 Volt an den Pins 14 gegen Masse sein.
      Danach sehen wir mal weiter.

      Diese CMOS-ICs sind sehr empfindlich gegen elektrostatische Aufladung. Ich habe mir mal eins abgeschossen, nur weil ich einen Lappen aus Kunstfaser zum Polstern unter das Gerät - ohne Abdeckung - untergelegt hatte. Falls ein Eingang einen Treffer abbekommen hat, kann der eine niederohmige Verbindung darstellen, entweder zum neg. Anschluss oder zum positiven Anschluss des ICs. Das äußert sich dann in unterschiedlichen Strömen über die Widerstände R2249 und R2248. Im Normalzustand müssen die fast identisch sein. Bei 11 Volt vor den Zenerdioden fließen 0,27 mA. Das ergibt Spannungsabfälle von 12,96 V über R2249 und 0,27 V über R2248.

      Viele Grüße,
      Christian

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