Grundig MXV 100 Vorstufe

      Grundig MXV 100 Vorstufe

      Liebe Freunde,

      nachdem ich mir einen kleinen Tuner vom Typ MT 100 hergerichtet habe, steht nun die Vorstufe MXV 100 auf dem Tisch. Nach ein paar kleinen Massnahmen läuft sie immerhin schon, aber es gibt eine Reihe von versteckten Problemen. Natürlich waren die Potis angeschlagen, aber das liess sich mit Sprühöl 88 rasch beheben. Der kleine Umschalter bei Phono (low / high gain) muss noch ran, aber der ist auch kein Problem.

      Mechanisch gab es noch die diversen kleinen Plastikführungen an der Front wieder einzukleben. Das muss man machen, weil sonst die Schalter nicht sauber geführt werden. Dafür eignet sich Kleber aus dem Modellbau gut, weil der meist mit einer feinen Dosiernadel versehen ist und man punktgenau auftragen kann. Das ist auch schon gemacht.

      Gibt es Erfahrungswerte, was bei dieser Vorstufe (elektrisch) gerne Probleme macht ? Sicher sind einige Elkos angeschlagen, da gehe ich als nächstes ran. Das Relais schaltet "ratternd" ein, da klappt die Mitkopplung beim Schaltvorgang nicht mehr. Irgendein Transistor im linken Kanal zieht Rauschfahnen, aber nicht immer. Da der Gesamtzustand aber noch gut bis sehr gut ist, möchte ich eine Komplettrevision machen. Hinweise sind immer willkommen !

      Besten Gruss,

      Michael
      Es gibt noch etwas:

      Die "nominale" Ausgangsspannung ist von GRUNDIG nur mit 0,5 Veff bezogen auf eine Eingangsempfindlichkeit von 200 mVeff (Hochpegeleingänge) ngegeben.
      Das ist eigentlich genügend. Aber wir sind heute von den meisten Vorverstärkern mehr gewohnt - meist das Doppelte. Es "fehlen" also, wenn man 1 V Ausgangspegel bei Nenn-Eingangsempfindlichkeit erwartet, 6 dB an Verstärkung.

      Wenn man das möchte, kann man die Verstärkung entsprechend anheben. Ein hörbarer Nachteil ist damit nicht verbunden.
      Diese Verstärkungsanhebung hatte ich aufgrund eines Wunsches im Grundig-Forum entwickelt. Sie wurde dort auch praktisch mit gutem Ergebnis erprobt (User "mampfi", im Grundig-Forum).

      Vorgehen:
      R189 (R389) --> 1,2 kOhm
      R164 (R364) --> 1,5 kOhm
      R163 (R363) --> 1,2 kOhm
      R144 (R344) --> 1,5 kOhm
      R143 (R343) --> 1,2 kOhm

      Gruß
      Reinhard
      Danke Reinhard, werde ich mal im Hinterkopf behalten. Da andererseits viele moderne Quellen eher mehr Spannung liefern als früher, ist eine etwas geringere Verstärkung u.U. sogar willkommen. Bei Phono kann man ja umschalten. Wird auch etwas von der Verwendung abhängen. Ich werde berichten.

      Andreas: Ja, klar, aber in der Vorstufe geht es wirklich enger als normal zu. Da ist es mit der Wärmezufuhr ein wenig schwieriger als normal. Werde ich schon hinbekommen,

      Besten Gruss,

      Michael

      kugel-balu schrieb:

      Da der Gesamtzustand aber noch gut bis sehr gut ist, möchte ich eine Komplettrevision machen.


      Moin Michael !

      Ich habe auch einen MXV 100 seit Wochen auf dem Reparaturtisch. Dort hatte ich alle kleinen Elkos getauscht. Es war kein Einziger mehr mit korrekten Werten vorhanden. Das Relais hatte auch erst nach ca. 8 Sekunden ratternd angezogen. Ich habe daraufhin die beiden Koppelelkos C167(C367) durch hochwertige Panasonic ersetzt. Lt. Schaltplan sollten die 100uF haben, es waren aber nur 47uF Original eingebaut (hatte die auch mit 47uF gewechselt).
      Eine Messung der Transistoren hat auf dem rechten Kanal mit dem Transistor T311 (BC413) ein hfE von 12 ergeben. Links hat der noch über 200.
      Lt. Schaltplan sollte da ein BC413C sein, der fast defekte ist aber ein BC413.
      Ersatz ist im Zulauf (Die Post hat den Brief schon über eine Woche....). Werde dann berichten.

      VG Bernhard
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      Danke -- das werde ich auch alles prüfen, komme aber erst nächste Woche in Ruhe dazu. Ich hatte auch schon festgestellt, dass die Elkos hier angeschlagen sind, wie nach Reinhard's Nachricht zu erwarten war. Es gab auch schon einmal eine (kleine) Reparatur, bei der leider schlecht gelötet wurde. Das muss ich auch noch bereinigen.

      Michael
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