Grundig MXV 100 Vorstufe

      Hi Bernhard,

      ich sehe diese Kühler bei Farnell, RS, und Digikey. Sie kommen von Aavid Thermalloy. Ein Link ist dieser:
      de.rs-online.com/web/p/kuhlkorper/7124320

      Ich habe selber auch nicht mehr viele ... die kauft man besser im 100er Beutel, denn sie sind doch öfter mal nützlich, auch bei Harman Kardon Verstärkern, oder bei Vorstufen von Metaxas.

      Klang: Ich habe den MXV 100 ja zu Beginn nur flüchtig wieder ans Laufen gebracht, da war der Klang etwas bedeckt, sogar verhangen. Das war dann aber angesichts der recht vielen angeschlagenen Elkos im Signal kein Wunder. Das ist jetzt weg, er spielt frei und locker. Wie gut, muss ich noch sehen. Dazu muss er erst einmal eine Weile gelaufen sein. Beim Wechsel von so vielen Bauteilen muss sich das erst wieder einspielen. Nach einem Tag ist es schon stimmiger als direkt nach dem Einschalten.

      Ich habe auch den passenden MT 100 dazu, das ist ein nettes Duo. Inzwischen habe ich auch eine Quelle für kurze DIN-Kabel (30 cm) in passabler Qualität, damit hängt dann hinten kein Kabelsalat rum.

      Besten Gruss,

      Michael
      Michael, hast Du nur mit Zinn nachgezogen?

      Wenn ja, das hält meist nur von 12 Uhr bis Mittag.
      Vor vielen Jahren musste ich mal bei einem Leiterbahnriss Lehrgeld zahlen.
      Hielt ungefähr ein Jahr, dann fingen die Wackelkontakte langsam wieder an.
      Man nehme dünnen "Silberdraht" oder abgeschnittenes Stück von z.B. einem Widerstand.
      Damit dann nachziehen und auf der defekten Leiterbahn verlöten.
      Bei Bedarf wie hier biege man eine Öse um das Bauteilbeinchen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Moin Andreas,

      das mit den dünnen Drähtchen (bevorzugt von alten Styroflex-Kodensatoren) habe ich an diversen Stellen gemacht. Hier ist nur eine Lötspur drauf gemacht, die aber dick genug ist. Es liegt ja, wie ich oben zu beschreiben versuchte, kein Leiterbahnriss vor (!), sondern eine andere Unterbrechung. Ich konnte sie auf wenige mm lokalisieren, aber optisch nicht sehen. Generell gebe ich Dir recht, aber hier sollte die Zinnspur (recht dick) problemlos halten.

      Besten Gruss,

      Michael

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      So, die kleine Vorstufe läuft stabil und einwandfrei. Der passende Tuner (MT 100) ist auch dabei. Wirklich gut durchdacht, sogar die Gerätefüße sind abgestimmt, nichts verrutscht, die Fronten fluchten. Wenn man kurze DIN-Kabel nimmt, gibt's hinten auch keinen Kabelsalat.

      Ein Detail stört mich aber noch ... das Relais. Es ist ein Siemens V 23100 W 1124-A104, also 2xUm mit 24 V Spule. Es zieht an, und schaltet durch. Wenn es abfällt, ist es so konfiguriert, dass es den Ausgang stumm schaltet. Das ist eine sehr sinnvolle Sache, wenn man z.B. die Aktivboxen von Grundig aus der Zeit anschliessen will. Das klappt nicht mehr so richtig, weil die Kontakte nicht mehr gut genug sind. Auch eine Reinigung mit Kontaktöl (man kommt ran, aber nicht gut) hat nicht ganz den gewünschten Effekt erzielt, weshalb ein Tausch von Vorteil wäre.

      Leider hat das Relais eine heute nicht mehr gebräuchliche Pinkonfiguration. Man findet Ersatz mit kleinen Adapterplatinen, aber nur zu absurden Preisen. Klar, man könnte ein aktuelles Relais mit gebogenen Beinchen einsetzen, aber das ist irgendwie keine schöne Lösung. Kennt jemand eine Quelle für Adapterplatinen ? Ich denke, dieser Relais-Typ war oft verbaut, und die Exemplare sind inzwischen meist fällig. So ein Ersatz könnte also hilfreich sein.

      Besten Gruss,

      Michael

      p.s.: Im Grundig-Forum ist das auch schon einmal diskutiert worden, aber soweit ich das sehe, hat es keine Adapterplatine gegeben am Ende. Gut geeignet sollte das preiswerte Relais von Takamisawa sein. Es geht halt eng zu, mehr Platz in Länge und Breite hat man nicht.

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      Michael, so eine Platine ist schnell in Kicad erstellt. Kannst du mir die Pinmaße und Pinbelegungen von altem und neuem Relais posten? Außerdem wäre in Bezug auf das alte Pinmaß der Freiraum nach allen vier Seiten wichtig.
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)

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      Moin Andreas,

      das Takamisawa setze ich meist ein, das hat sich bewährt. Es hat auch relativ lange Beinchen, so dass es sein kann, dass man es an dieser Stelle auch ohne Adapterplatine verwenden könnte. Ich muss die Kontaktbelegung nochmal prüfen. Platz ist wirklich wenig, das Relais passt dahin, aber ein Überstand einer Platine wäre schon zuviel --- in der Mini-Serie geht es wirklich eng zu.

      Besten Gruss,

      Michael

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      Ja, ist was eng!

      Für die Mitleser ein Bildausschnitt des Relais auf der Platine.
      Das von TAKAMISAWA hört auf den Namen RY-24W-K
      Es ist noch kleiner, bis auf Höhe Abmessungen ähnlich DIL-IC mit 16 Beinen.
      Michael, wenn Du vom Originalrelais den Pinabstand ermittelst, bitte hier schreiben.

      Andreas
      Bilder
      • mxv100rel.jpg

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      Momentan finde ich keine Zeichnung, und ohne Not auslöten möchte ich es nicht. Evtl. vermesse ich es anhand der Platine, aber momentan ist die Vorstufe in Betrieb.

      Tückisch: Es gibt auch ein Relais vom Typ W1224, das wird gelegentlich angeboten, aber das ist breiter und kürzer, passt also NICHT an dieser Stelle. Vorsicht bei Verwendung von Suchfunktionen: Der Unterschied ist W1224 versus W1124, also eine Ziffer, der Rest ist gleich.

      Michael

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      Im SM vom SVX6000 gibt es brauchbare Platinenbilder, das Relais ist dort gleich zweimal verbaut. Im Anhang das Netzteilrelais.

      Kontakte von links nach rechts:

      Arbeitskontakt (NO) - Ruhekontakt (NC) - Wicklung - Mittenkontakt (COM)

      Die Abstände liegen im 2,54 mm Raster:

      2,54 - 7,62 - 5,08
      l
      7,62
      l
      2,54 - 7,62 - 5,08


      Nachtrag: Im Schaltplan ist auch ein Fujitsu-Typ angegeben: FBR221D024M
      Dazu gibt es eine PDF im Web mit den Specs. Hängt auch unten dran...
      Bilder
      • Screenshot_20260309-192828_Adobe Acrobat.jpg

        151,54 kB, 580×397, 1 mal angesehen
      Dateien
      • FBR221.pdf

        (82,71 kB, 2 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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      Das obige Takamisawa-Relais ist zu groß für eine Adapterplatine, die Pins kommen sich ins Gehege. Es funktioniert nur mit Biegedrähtchen. Alternativ wäre aber ein Subminiatur-Signalrelais möglich, z.B.
      FTR B3CA024Z oder eins aus der Reihe G6K von Omron.

      Den höheren Spulenwiderstand muss man ggf. mit einem Parallelwiderstand angleichen.

      VG,
      Christian
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      Die obigen Abmessungen habe ich auch gerade ermittelt, komme zu denselben Werten. Ärgerlich ist, dass die Pins für die Spule nicht die äußeren sind, weshalb man das Takamisawa-Relais nicht einfach durch Umbiegen der Pins einsetzen kann.

      Also müsste man bei einer Adapterplatine ein anderes Relais nehmen, vielleicht sogar eines in SMD-Technik ? Oder einfach die Subminiaturversion ? Die ist evtl. klein genug, um trotz der Pinvertauschungen zu passen.

      Ich bin gerade noch auf einer Spur, Restbestände der Siemens Relais aufzutreiben. Fujitsu kann ich auch mal suchen ...

      Besten Gruss,

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kugel-balu“ ()

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      Diese Subminiaturrelais passen am besten quer auf den Adapter. Unter der Fujitsu-Relaisbezeichnung findet man in der Bucht ein gut dokumentiertes Angebot.
      SMD und Pinvariante dürften beide geeignet sein. Pins lassen sich einfacher löten, die SMD-Variante ermöglicht auf der Rückseite etwas mehr Spielraum für die Leiterbahnführung.
      Die modernen Relais hätten den Vorteil, dass sie hermetisch dicht sind. Die dürften länger halten als der Rest des Gerätes.
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      Ja, ich kenne das Angebot eines (sehr guten !) Bielefelder Händlers, aber mit knapp 25 Euro ist das absurd teuer, und leider ist die Version auch zu breit geraten, die passt in den MXV 100 m.E. nicht rein. Ein anderes, das man in der Bucht findet, ist ein Ersatz der anderen Bauart (W1224 statt W1124). Habe ich eines übersehen, das schon die richtige Bauform mit einem Subminiaturrelais ersetzt und nicht 25 Euronen abruft ?

      Michael

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      ebay.us/m/EOUAfh

      30 € pro Stück inklusive Versand. Geschätzte Breite: 12 mm , das Relais ist 10,5 mm lang. Wenn das jemand gewerblich anbietet und inkl. Pins zusammenlötet, ist der Preis aus meiner Sicht gar nicht so weit hergeholt. Ist halt Handarbeit. Dass das dann aber für die Reparatur eines 100€-Verstärkers nicht im Verhältnis steht, ist die andere Seite. Von daher wäre das Angebot einer günstigen Platine oder eines Sets inkl. Relais der bessere Weg.
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      Es gibt noch ein wenig größere Subminiaturrelais. 7,5 mm breit, ca. 15 mm lang, üblicherweise 2 A Strombelastbarkeit der Kontakte, mehrere Hersteller haben diese Form im Programm.

      reichelt.de/de/de/shop/produkt…24_vdc_2_wechsler_2a-7935

      Es geht zwar knapp zu, aber man bekommt die Pins halbwegs sortiert. Platz für einen Anpasswiderstand SMD1206 bleibt auch genug. Soll ich damit mal eine Platine entwerfen? Oder reicht 1A Strombelastbarkeit aus, dann ginge auch die kleinste Bauform wie im eBay-Link.
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      Wenn es passt, wären 2 A Belastbarkeit m.E. besser. Grund: Was oft nicht mehr gut klappt sind nicht die Kontakte zum Durchschalten, sondern die Ruhekontakte, die den Ausgang auf Masse legen. Das ist auch hier so, sie sind nicht mehr niederohmig genug.

      Braucht man überhaupt einen Widerstand ? Wenn die Spule etwas hochohmiger ist, sollte das doch nichts ausmachen. Es fliesst dann halt ein geringerer Strom durch das Relais, was eher von Vorteil ist. Oder übersehe ich etwas ?

      Besten Gruss, und Dank für Dein Engagement,

      Michael
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